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Übersicht > Health > Sauna & co.

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Wenn Saunabaden dann aber richtig
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Als Saunameister kann ich mal einiges über den Begriff Sauna erklären:

Die Sauna war schon in der alten Welt bekannt, und die Ureinwohner Amerikas hatten schon damals ein sogenanntes Steinschwitzbad, der späteren finnischen Sauna. In Deutschland wurde sie 1936 zur Olympiade in Berlin eingeführt, und am Ende des 2. Weltkrieges eröffneten die ersten Saunen ihren Betrieb.

Wie sollte eine Sauna ausgebaut sein?

Das Kernstück einer Sauna ist der Saunaraum, der aus Holz, wie zum Beispiel: kanadische Hemlock, nordische Fichte für Wände und Decken, Abachi und Pappel für die Bänke. Es sollen zwei oder drei aufsteigende Bänke vorhanden sein. Eine Frischluftzufuhr von außen.
Der Saunaofen sollte auf ca. 120 ° erhitzt werden können, und die Steinauflagen des Ofens bestehen meistens aus Granit, Diorit, Gabbo oder Peridotit.
Beim benutzen der Sauna sollte eine Lufttemperatur von ca. 95 - 100° und die Luftfeuchtigkeit 2 - 5 % betragen. Die Luftfeuchtigkeit kann bei einem „Löyly“ = Aufguss auf 17 - 20 % steigen.
Für den Aufguss können ätherische Öle wie z. B. JHP, Fichtennadel, Latschenkiefer, Citrus usw. verwendet werden.

Was bezweckt man mit dem Saunabaden?

Körperliche, geistige und seelische Entspannung
Stimmungswandel
Leistungssteigerung
Entgiftung
Abhärtung
Reinigung
Verbesserung der Körperfunktionen
Leistungs- und Funktionssteigerung von Herz und Kreislauf

So, doch nun zum wichtigsten teil, wie sauniert man richtig?

Zunächst erst mal entkleiden, ein reinigendes Duschbad, und danach ab in die Saunakabine.
Ein Saunagang sollte in der Regel zwischen 10 und 15 min. betragen, wobei man die ersten Minuten entspannt auf dem Rücken liegen oder sitzend, wobei die Beine auf der gleichen Bank sein sollten. Erst die letzten 2 Minuten sollte man aufsitzen wie auf einem Stuhl. Das ist dann die Zeit, wo ein Aufguss gemacht werden kann.
Viele Saunabesucher sind der Meinung, dass sie erst bei einem Aufguss so richtig ins schwitzen kommen, dies ist aber eine Fehleinschätzung. Denn das was sich da auf der Haut bildet, ist kein Schweiß, sondern der Wasserdampf der sich auf den Körper niederschlägt. Wenn man danach den Saunaraum verlässt, sollte man, wenn es möglich ist, zuerst einen Freiraum aufsuchen, um die Atemwege abzukühlen, der Körper erhält dadurch viel Sauerstoff.
Danach den Körper abgießen mit Kaltwasser, ohne Druck beginnend von der Peripherie = Beine und Arme, zum Zentrum = Herzgegend.
Wer will bzw. kann, kann auch seine Körper in ein kaltes Tauchbecken eintauchen.
Anschließend beginnt eine ca. 20 min. Ruhephase, bis man den 2. Saunagang machen sollte.

Wer in der Sauna nicht zum schwitzen kommen sollte, kann vor dem Saunabad ein warmes Fußbad nehmen.

Welche Personen sollten Saunabaden?

Personen mit:
Durchblutungsstörungen,
Asthma,
Bronchitis
Muskelrheuma,
Arthrosen, Bandscheibenbeschwerden,
Hexenschuss,
Fettsucht (Wasserentzug)

Wer darf nicht in die Sauna:

Wer krank ist und ins Bett gehört, alle Krankheiten, mit der Endung „-itis“,
Fieberkranke
Entzündungen der inneren Organe, z. B. am Herzen, Blutgefäße
Nicht ausgeheilte Lungentuberkulose
Krebsleiden
Gehirnanfallsleiden
Starrer Bluthochdruck

Aber am einfachsten ist es, vorher seinen Hausarzt zu befragen.

So, und nun viel Spass beim Schwitzen

Euer Norbert



Geschrieben am: 17. Jan 2002, 01:35   von: NB112



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