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Vorteile: Das Judentum besser kennen lernen
| Nachteile: Noch vielen sehr fremd
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| Welche Bedeutung hat der Tod im Judentum ? |
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Über die Internet-Seite www.hagalil.de kommt man schnell mit dem Judentum in Berührung.
Mit meinen OberstufenschülerInnen bin ich da zum Thema 'Tod' auf folgende Erkenntnis über die Einstellung des Judentums zum Tod gestossen:
Zum Judentum bekennen sich heute etwa 18 Millionen Glaubende.
Für den Juden bedeutet der Tod kein endgültiges Scheiden. Deshalb sind die Namen des Todesortes auch keine Bezeichnungen der Trauer und des Endes. Im Gegenteil: Der Friedhof heißt bei den Juden "Haus des Lebens". Manchmal wird er auch "Guter Ort" genannt. Nur in Israel selbst hat sich heute die weltliche Bezeichnung "Ort der Gräber" durchgesetzt.
Die Toten 'schlafen' im Staub der Erde, bis sie von Gott aufgrund seines großen Erbarmens wiederbelebt werden. Dadurch verliert der Tod - so schmerzlich auch das Sterben eines lieben Menschen empfunden wird - seinen Schrecken.
Der Begräbnisort deutet auch auf die kommende Welt und auf die Auferstehung der Toten hin.
Der jüdische Begräbnisort gilt nämlich als Ruheplatz des Verstorbenen in der Weltzeit, d.h. bis zum Kommen des Messias.
Während das Christentum als übliche Ruhezeit bis zur vollständigen Verwesung der Toten den Zeitraum von 20 bis 25 Jahren akzeptiert, bleibt das jüdische Grab Eigentum des in ihm Ruhenden für alle Zeit.
Deshalb darf im Normalfall der jüdische Friedhof nicht verlegt, veräußert oder bebaut werden.
Die Ehrfurcht vor dem Tode und den Toten wird nur durch die vor dem Leben und den Lebenden übertroffen.
Die letzten Liebesdienste, die die jüdische Gemeinschaft dem Toten erweist, sind die Leichenwäsche und die Begleitung zum Begräbnisort.
Die Leiche wird in ein weißes Leintuch gewickelt und in einen rohen, schmucklosen Holzsarg gelegt, den man sogleich verschließt.
Alles, was dem Toten in seinem Leben wichtig war, wird mit dem Toten bestattet. Die Begleitung zum Grab gehört zur heiligen Pflicht des Juden. Wer einen Leichenzug sieht und sich ihm nicht anschließt, lästert im Menschen seinen Schöpfer. Dieser Lehrsatz drückt die Ehrfurcht der Juden gegenüber dem Toten aus.
Der behutsame Umgang mit dem Verstorbenen lehrt, dass sich die Seele langsam vom Körper trennt. Im gleichen Maße müssen die trauernden Angehörigen den Trennungsschmerz durchleben.
Durch eine Fülle von Bräuchen werden sie immer wieder auf den Tod des eben Verstorbenen hingewiesen. Mit Hilfe der einzelnen Epochen der Trauer 'distanzieren' sie sich in zunehmendem Maße von ihm.
Seinen stärksten Ausdruck findet diese Einsicht in dem Verbot, während der 30 Trauertage den Begräbnisort zu besuchen. Die Grabsteine, die nach 11 Monaten errichtet werden, sehen im großen und ganzen ähnlich aus. Dadurch soll der Gedanke der Gleichheit aller Menschen betont werden.
Geschrieben am: 16. Dec 2001, 22:25 von: Reve
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