| KONTAKT | | HILFE | | HOMEPAGE |
 MyReise   MyTickets   MyShopping 
 
    STARTSEITE
Suche in
  Auswahl

Kategorie:

Aktuelles
Was ist Q-Test.de
Geld verdienen
Mitglied werden
Kontakt

  User Login
Username

Passwort



Passwort vergessen ?
 

Übersicht > Essen > Geflügel

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
schmackhafte Gans;

Nachteile:
keine




St. Martin? Ach Du liebe (Martins-)Gans!!
Bericht wurde 7190 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 


Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne .....

So hallt es in diesen Tagen wieder von vielen Straßen, oder aus eben so vielen Kindergärten an unsere Ohren.

Am 11.11. ist nicht nur der Beginn der „fünften Jahreszeit“, nämlich des Faschings oder der Fastnacht, sondern auch St. Martinstag. Und der steht bei den Kindern im Vorschulalter ganz hoch im Kurs.

Vielerorts geht dieser Brauch über den abendlichen St. Martinszug bis hin zur traditionellen Martinsgans, zu der ich am Ende dieses Berichtes ein schmackhaftes Rezept beizusteuern habe.

Doch wo kommt dieser Brauch eigentlich her? Ich will es euch sagen.

Die eine Version ist, dass St. Martin, dessen wohltätige Geschichte im Zusammenhang mit dem armen Bettler und der Teilung seines warmen Gewandes überall bekannt ist, am 11. November 371 in der französischen Stadt Tours zum Bischof geweiht worden war. Der Legende zufolge hatte sich der bescheidene Martin vor Scham versteckt, als er erfuhr, dass er zu diesem hohen kirchlichen Amt berufen sei. Dank des aufgeregten Schnatterns einer Gans konnte man sein Versteck ausmachen und den „armen“ Geistlichen zur Weihe „überreden“.

Die andere Version besagt, dass der 11.November in frühen Zeiten als Winteranfang angesehen wurde. An diesem Tag begann seit dem sechsten Jahrhundert das bis Weihnachten andauernde Adventsfasten. Deshalb gab´s am Vorabend noch viele Schlemmereien, bei denen als Festtagsbraten eine Gans auf den Tisch kam.

Was letztendlich wirklich stimmt und an welche Tradition man sich halten will, sollte jeder für sich selbst entscheiden.
Dass unsere Kleinsten an diesem Tag einen Heidenspass haben, bleibt unumstritten. Schon frühzeitig beginnen sie unter Anleitung der Erwachsenen ihre Laternen zu basteln, um am Abend des 11.11. freudestrahlend, angeführt von Roß und Reiter, durch die heimatlichen Straßen zu wandeln und das Lied mit dem in der Überschrift dieses Berichtes genannten Refrain zu singen.

Egal, welcher Tradition man folgt, die arme Gans muss in beiden Fällen dran glauben. Hätte sie den armen Martin seinerzeit nicht durch ihr unbedachtes Schnattern verraten, wäre ihr, genauso wie vielen Tausend Kolleginnen in der Vergangenheit und ebenso vielen Tausend in der Zukunft, das ruhmreiche Ende im Backofen erspart geblieben. Na ja, wenn’s schmeckt, soll´s halt so sein.
Und dass es schmeckt, garantiert mein nachfolgendes Rezept zur Zubereitung dieses bedauernswerten Federviehs.

Zutaten für 6 – 8 Personen:
- 1 küchenfertige Gans (ca. 3-4 kg)
- 1 EL getrockneter Majoran
- Pfeffer und Salz
- 1 Bund Suppengrün
- ½ Liter Gemüsebrühe
- ½ Liter Weißwein
- 50 ml Cassis
- 2 EL Aprikosenfruchtaufstrich
- 1 Tasse Portwein
- Soßenbinder

Und so wird das Tierchen vor- und zubereitet:
- Gans gut abspülen, trocken tupfen und Bürzeldrüse abschneiden;
- Gans mit den Gewürzen bestreuen, Flügel am Körper festbinden;
- Innereien abspülen und würfeln, Suppengrün waschen und würfeln;
- Innereien und Suppengrün in die Fettpfanne geben und diese in den Backofen stellen;
- Bratenrost mit der Gans darüber schieben (2. Schiene von unten) und 30 Minuten braten;
- Gans herausnehmen und eventuelle Federkiele herausziehen;
- Brühe und Wein in die Fettpfanne gießen und die Gans weitere 2 Stunden garen;
- Nach 1 ½ Stunden Garzeit die Gans auf den Rücken legen und mehrmals mit einer Stopfnadel in die dicksten Stellen der Schenkel stechen, damit das Fett heraustropfen kann;
- Nach Ende der Garzeit die Gans herausnehmen und zugedeckt erkalten lassen;
- Bratenfond durch ein Sieb gießen und erkalten lassen;
- Aufgefangenes Gemüse und Innereien fein pürieren und kalt stellen;
- Gans zugedeckt über Nacht im Kühlschrank oder an einer kühlen Stelle stehen lassen;

Am nächsten Morgen geht’s so weiter:
- Backofen auf 170 Grad mit Umluft vorheizen;
- Die Gans tranchieren, dabei die beiden Brustteile als ganze Stücke ablösen;
- Die Gänseteile auf ein Backblech oder eine Auflaufform mit der Haut nach oben legen;
- Mit etwas Bratenfond bestreichen und auf 170 Grad mit Umluft 60 Minuten braten;
- Dabei die Teile die ersten 30 Minuten mit Backpapier zudecken;
- Cassis mit Aprikosenaufstrich verrühren und nach 30 Minuten die Gänseteile damit dick einpinseln, damit die Haut schön knusprig wird;
- Vom kalten Bratenfond das Fett abschöpfen,
- Fond mit püriertem Gemüse, Portwein und restlicher Cassis 5 Minuten einkochen;
- Mit Soßenbinder eindicken und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Als Beilage ist vieles tauglich: Rotkohl, Maronen und andere Leckereien, je nach Geschmack.

Natürlich ist dies kein Rezept zum schnellen Her- und Anrichten. Wie man sieht, erfordert es doch recht umfangreiche Handgriffe. Aber wenn es dann fertig angerichtet auf dem Tisch steht, vergißt man schnell die Umstände und widmet sich der Vernichtung dieser Gaumenfreude voll und gan(s)z.

GUTEN APPETIT!!

Ach ja, bitte eines nicht vergessen ......... St. Martin hat damals auch geteilt.
Vielleicht ist dies eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass man nicht nur sein eigenes „Süppchen“ kocht und verzehrt, sondern auch an jene Mitmenschen denkt, die nicht mit solcherlei Köstlichkeiten gesegnet sind und tagtäglich ums nackte Überleben kämpfen.

Und wenn wir uns alle dieser Erkenntnis sicher sind, können wir auch gerne an jene denken (und eventuell mitmachen), die für die nächsten 3 Monate Hellau und Alaaf rufen ...... „unsere“ Narren.

Euer: K.B.

07.11.2001 (4 Tage vor St. Martin)


Geschrieben am: 07. Nov 2001, 19:41   von: gfbeck



Bewertungen   Übersicht


Weitere Infos? Versuchen Sie doch mal folgende Suchen bei Google:

Alle evtl. aufgeführten Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern und unterliegen den jeweiligen Bestimmungen.


Was ist Q-Test.de | Impressum | Werbung | Geld verdienen | Banner | Counter | Preisvergleich | Download