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Übersicht > City-Guide > Ausland > Türkei
Vorteile: weite Sicht
siehe Text
| Nachteile: keine
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| Soweit das Auge reicht.......Istanbul |
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Bericht wurde 973 mal gelesen
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Produktbewertung:
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sehr gut
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Berichtbewertung:
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Geht man am Tünel ( näheres dazu in einem anderen Bericht, der erst noch eingestellt werden muss )geradeaus weiter den Berg hinab, erreicht man nach circa 5 Minuten, vorbei an Dutzenden Instrumentenläden einen Platz.
Hier steht ein imposantes Bauwerk:
Der Galataturm
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Gebaut unter Kaiser Justitian anno 528, beschädigt 1261
wurde er 1349 von den Genuesern neu aufgebaut.
Er umfasst 9 Stockwerke, ist 68m hoch und hat 3,75m !! dicke Mauern.
Rund ist er und wurde als Wehrturm aus dicken Quadersteinen konstruiert.
Angeblich soll er mit seiner Höhe bereits im 16.Jahrhundert einen geglückten – andere Quellen sagen missglücken Flugversuch inspiriert haben.
Und Karl May lässt einen seiner Schurken ( lt. meinem Reiserführer – der leider nicht sagt welches Buch ) hier durch einen Sturz zu Tode kommen.
Gesichert ist allerdings, dass der Turm durch die Jahrhunderte abwechselnd als Feuerwache, Lagerstätte und nach der türkischen Eroberung als Gefängnis und Wachturm genutzt wurde.
Erst 1970 wurde er renoviert und dem Tourismus zugänglich gemacht.
Durch ein mächtiges Holzportal betritt man die Eingangshalle in der sich ein kleiner Souvenirladen und der Schalter für die Eintrittskarten befinden.
Für 6 Millionen Lira ( bin mir leider nicht mehr ganz sicher - war aber angemessen ) darf man dann mit dem Lift nach oben zur 7. Etage schweben.
Hier sind seitlich in einem Raum, die Toiletten eingebaut – ganz modern. Neben dem Waschbecken bietet ein kleines Rundbogenfenster eine erste Vorstellung der atemberaubenden Aussicht, die einen oben erwartet.
Sind alle Dringlichkeiten erledigt, steigt man über die breite Holztreppe die restlichen 2 Stockwerke nach oben und landet in einem Restaurant.
Hier führt eine Türe nach draußen auf die Balustrade.
Die steinerne Brüstung hat Taillenhöhe und da der Boden nicht abschüssig ist, besteht wenig Schwindelgefahr.
Die Aussicht über das Goldene Horn, Bosporus und Marmarameer ist allerdings gigantisch. Man sieht die Galatabrücke und in der Ferne jede Menge Moscheen.
Bei einer Umrundung findet man immer wieder witzige Details. Hier ein begrünter Dachgarten, da eine Ruine, dort eine Kirche – überall ist etwas versteckt, das auf Entdeckung wartet. Auch den allgemein schlechten baulichen Zustand dieses Stadtteils kann man von hier oben gut erkennen. Nur vereinzelt gibt es renovierte Häuser.
Hat man genug vom Wind, der einem hier ganz schön die Haare zerzaust, geht man durch die Glastüre nach drinnen und nimmt an einem der vielen Tische an einem Fenster Platz. Bei einem Cay ( Tee ) oder Elma Cay ( Apfeltee ) kann man die vielen Eindrücke nachwirken lassen, die Aussicht weiter genießen und bei einem gemütlichen Plausch entspannen.
Die Preise sind für eine Sehenswürdigkeit human und mit 1,5 Mio ( 85 Cent )
für ein Glas Tee, zahlt man auch nicht mehr als in einem Cafe auf der Istiklal.
Für den Rückweg kann man zwischen Treppe und Lift wählen. Wir haben dann aber doch den Lift vorgezogen. Unsere Beine waren schon bleischwer genug.
Unten bietet sich noch eine Runde um den Platz an oder man isst in einem der kleinen Restaurants recht gut und preiswert türkisch und plant was man als nächstes unternehmen will.
Wir haben den Abend bei Freunden verbracht, die direkt gegenüber vom Galataturm wohnen und einen herrlich kitschigen Sonnenuntergang beobachtet. Wenn sich der Himmel rotgolden färbt und die Häuser und der Turm zu schwarzen Scherenschnitt –Silhouetten werden und nur die goldenen Dächer der Minarette und Moscheen noch aufblitzen, fühlt man sich in ein Märchen aus Tausend und eine Nacht versetzt. Das wird man sein Leben lang nicht vergessen.
abutilon - Februar 2003
Geschrieben am: 03. Feb 2003, 21:43 von: abutilon
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