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Übersicht > Haus > Feuchtigkeitsschutz

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Schalenbauweise
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Feuchtigkeitsprobleme
Bauten nach der Schalenbauweise

Definition: Schalenbauweise
Von Schalenbauweise spricht man, wenn die äußersten Schichten eines Mauerwerkes gleichzeitig als Schalung für die Betonfüllung dient und nicht mehr entfernt wird. Solche Schalen können aus verschiedenen Materialien sein, wie zum Beispiel, Spanplatten, Holzzementplatten, expandiertes Polystyrol und ähnlichem.
Im nachfolgenden wir ausschließlich auf Konstruktionen, deren Schale aus expandiertem Polystyrol bestehen, eingegangen.
Jede Konstruktion hat ihre Vor- und Nachteile und kann nur dann sinnvoll eingesetzt werden, wenn man diese kennt und beachtet. Ich gehe bei meinen Ausführungen von folgender Konstruktion, bzw. Wandaufbau aus.
Gesamte Wandstärke 365 mm, innen und außen fertig verputzt mit 5 mm Kunstharzputz, beiderseits 75 mm expandiertes Polystyrol, 150 mm Beton.
Bei der Herstellung von Beton wird eine große Menge an Wasser benötigt. Ein Teil dieses Wassers (40% des Zementgewichts) wird chemische gebunden, das übrige ist freies Wasser und verdunstet in die Umgebung. Diese Austrocknung des Betons macht bei normalen Bauten im allgemeinen keine Problem und ist beim Bezug eines Hauses meistens schon abgeschlossen. In unserem Beispiel verhält sich die Sache etwas anders.
Bei dieser Betonstärke muß mit ca. 12 bis 15 l/m² freies Wasser gerechnet werden, das mit der Zeit verdunstet. Durch die äußeren Polystyrolschalen wird diese Verdunstung sehr stark behindert. Dies bewirkt einerseits, daß der Beton langsamer aushärtet und damit eine höhere Festigkeit bekommt, andererseits kann es jedoch zu Probleme an verschiedenen Stellen in der Wohnung kommen. Berechnungen haben ergeben, daß bei dieser Konstruktion der Beton erst nach ca. 20 Jahren vollständig ausgetrocknet ist. Dabei wird das Wasser ausschließlich und kontinuierlich in gleichen Mengen auf der Raumseite abgegeben. Dies bedeutet, daß jedes Jahr ca. 0,6 bis 0,7 Liter Wasser pro m² Wandfläche in den Raum abgegeben wird. Bei einer Raumgröße von 3*4 m und einer Höhe von 2,6 m sind dies ca. 25 Liter pro Jahr und Raum. Auch dies macht noch keine Probleme, wenn der Raum normal benutzt wird. Es kann jedoch in wenig genutzten Räumen, wie Abstellräume, schon problematisch werden, wenn sie nicht ausreichend belüftet sind.
Probleme entstehen aber dort, wo verhältnismäßig kleine Lufträume zur Verfügung stehen, die nicht oder schlecht belüftet sind. Solches sind Hohlräume sind immer hinter Schränke; auch ein luftdichter Anschluß der Schränke an die Bauteile verhindert dies nicht, sondern ist im Gegenteil schädlich. Diese Hohlräume müssen so ausgebildet werden, daß immer ein ständigen Luftaustausch mit der Umgebung vorhanden ist, sonst ist Schimmelbildung zwangsläufig.




Geschrieben am: 02. Sep 2001, 08:07   von: Sichle



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