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Übersicht > Offene Kategorie > A-Z > Alles mit M...

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
nützliche Verbraucherinformation, Schutz vor schädlichen Einflüssen durch verdorbene Produkte vor allen Dingen bei Säuglingen

Nachteile:
vom Gesetzgeber unterbewertet




"Mindesthaltbarkeitsdatum" ??? RTL - Extra - Bericht Teil 2
Bericht wurde 5290 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Nun, wie bereits angekündigt, der zweite Bericht aus meiner RTL – Extra Serie, diesmal geht es um das Mindesthaltbarkeitsdatum.

In meinem Bericht vom 08.10.01 über Frischfleisch in Supermärkten hatte ich diesen Punkt schon angesprochen.


Zunächst zu den Gesetzesvorlagen:

1.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ( MHD ) ist kein letztes Verbrauchs- oder Verzehrsdatum, es sagt nur aus, welche Haltbarkeit das Produkt nach Ansicht des Herstellers hat. Vorraussetzung ist eine produktgerechte Lagerung.

Auf welchen Produkten muss ein MHD angebracht sein?

Auf vorverpackten Lebensmitteln

Ausnahmen:

- Produkte, die unter Punkt 2. fallen
- Alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 7 Volumenprozent
- frisches Obst und Gemüse
- Essig
- Speisesalz
- Zucker und Zuckerarten in fester Form
- Zuckerwaren, die fast nur aus Zucker oder Zuckerarten mit Aromastoffen oder Farbstoffen bestehen
- Honig
- Kaugummi
- Speiseeis


2.
Ein Verbrauchsdatum hat der Hersteller anzugeben, wenn sein Erzeugnis innerhalb von wenigen Tagen mikrobiologisch verdirbt und in Folge dessen gesundheitsschädlich sein kann. Dementsprechend darf ein solches Produkt nach Ablauf des Verfalldatums weder Verkauft noch verschenkt oder irgendwie sonst in den Umlauf gebracht werden.

Auf welchen Produkten muss ein Verbrauchsdatum angegeben sein?

Auf vorverpackten Lebensmitteln, die leicht verderblich sind ( z. B. Hackfleischprodukte )


Zum Test:

1998 recherchierte ich zu dem Thema MHD das erste mal im Auftrag von RTL – Extra. Damals gaben fast alle grossen Einzelhandelskonzerne ( Rewe, real,-, Globus, Kaufland, Tengelmann, usw. ) eine sogenannte Haltbarkeitsgarantie.

Diese Garantie besagte, dass man für das Finden eines abgelaufenen Produktes in einem der jeweiligen Märkte einen sogenannten „Finderlohn“ bekäme. Dabei handelte es sich um eine öffentliche Auslobung nach BGB § 657 ff. Dieser Finderlohn wurde entweder in Form einer Prämie pro Stück in Höhe von DM 5,- in bar, derselbigen als Warengutschein oder der gleichen Ware in frischer Qualität kostenlos, ausgegeben.
Daraufhin besuchte ich mit einem Kamerateam einige Supermärkte und wir suchten nach sogenannten „Ladenhütern“, die, wie uns Insider berichteten, besonders oft in grosser Anzahl in den Supermärkten abgelaufen im Regal stünden.

Das Ergebnis war verheerend: In den 12 getesteten Supermärkten fanden wir im Schnitt jeweils ca. 200 verfallene Produkte, das heisst im besten Fall standen uns somit 1000,- DM „Finderlohn“ zu. Kein Wunder dass da einige Marktleiter an die Decke gingen! So auch ein Marktleiter eines HL – Marktes in Mannheim, bei dem eine Auslobung von ca. 1000,- an die Finder zu zahlen gewesen wäre.

Die ältesten Produkte waren bereits seit mehreren Jahren !!! verfallen. Ich möchte nicht wissen, was passiert wäre, wenn die noch einer verzehrt hätte...
Auch Babynahrung und freiverkäufliche Arzneimittel waren oft abgelaufen.

Nun ja, nach dem Fernsehbericht rannte ganz Deutschland in die besagten Supermärkte, um verfallene Produkte zu suchen und eine Auslobung zu kassieren. Als erster Einzelhandelskonzern nahm die REWE – Gruppe die MHD – Garantie daraufhin vom Markt. Danach folgten auch Tengelmann und real,-.

Heute gibt es eine solche Garantie nur noch bei Globus / Maxus und Kaufland, allerdings auch in abgewandelter Form. Bei Globus nur noch für jeden unterschiedlichen Artikel, bei Kaufland pro Person nur noch einmal 5,- DM am Tag, egal wie viele Artikel mit abgelaufenem MHD man findet.


Worin besteht eigentlich nun noch der Sinn bei dem Mindesthaltbarkeitsdatum?

Das ist hier die Frage. Es ist zwar aufgedruckt, aber der Einzelhandel darf das Produkt auch nach Verfall noch in den Verkehr bringen. Er muss das Produkt keineswegs nach Verfall vom Preis her reduzieren.

Hier ist der Gesetzgeber gefordert! Es kann nicht sein, dass der Einzelhandel Produkte wahllos in den Verkehr bringen kann, die schon seit Ewigkeiten abgelaufen sind. Es gibt bei den unterschiedlichen kennzeichnungspflichtigen Produkten auch keine Faustregel, die man hier beachten kann, wann ein Produkt verfallen ist, oder nicht!

Oftmals wird man dadurch auch Probleme bekommen, dass verfallene Ware nach dem Kauf zurückgenommen wird! Daher ist zu empfehlen, auf jeden Fall immer auf das MHD zu achten!


Nun habe ich in diversen Supermarktketten für die myopinion.de – Leser recherchiert, ob sich denn der Zustand gebessert hat. Das Ergebnis, wie sollte man es anders erwarten, war ähnlich wie 1998. Bei der Konfrontation der Marktleiter mit den verheerenden Zuständen wurde die verfallenen Ware zwar in den meisten Fällen aus dem Verkauf genommen, aber es kann doch nicht sein, dass man nach wie vor bis zu 250 !!! verfallene Artikel in einem Supermarkt findet!

In zwei Fällen wurde die verfallene Ware reduziert dem Kunden weiterhin angeboten, in einem anderen Fall, fand ich die verfallene Ware, die ich einige Stunden zuvor bei der Marktleitung abgegeben hatte, wieder sauber ins Regal eingeräumt vor.


Fazit:

Beim Einkaufen sollte man unbedingt auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und das Verbrauchsdatum achten. Vor allem in kleineren Märkten, die keine Discountmärkte sind, keinen grossen Warenumlauf haben und eine grosse Artikelauswahl haben, ist besondere Vorsicht geboten!

Im Falle eines abgelaufenen Verbrauchsdatums kann man auch gesetzlich gegen den Einzelhändler vorgehen.

Mit der Hoffnung, dass der deutsche Gesetzgeber endlich Ordnung in dieses Thema bringt...







Euer Klanol!

© by Klaus Nolte



Geschrieben am: 15. Oct 2001, 00:03   von: klanol



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