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    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



(K)loster Loreto in Prag
Bericht wurde 3453 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung:  nicht bewertet

Das Loreto muß man einfach besucht haben, wenn man etwas von den Kirchenschätzen der Welt gesehen haben will.

An der Loretanske namesti, weit entfernt von Touristengetummel und weltlicher Trubel, liegt eine kleine Kirche und Wahlfahrtort; die Kirche Loreto. Für 40 Kronen Eintritt (€ 1,20) betritt man hier eine Sehenswürdigkeit, so wie man sie wahrlich selten auf der Welt finden wird. Hier gibt es keine Touristenmassen und eine alte Babischka tappst hinter einem her um darauf zu achten, das man ja überall die Finger davon läßt und bloß keinen Dreck auf den roten Teppich hinterläßt; geht sowieso nicht, da man hier (wie üblich in der Tschechei), Filzpantoffel über seine Schuhe anziehen muß. Einen Versuch um ohne Pantoffel am Eingang vorbei zu schleichen, wird bestraft mit einer deftigen Schimpftirade der Babischka.

Dann ist man drinnen; alles ist in einem unheimlichen und düstrem Licht gehült, das durch die Bleiverglasung auf einem scheint. Still und leise geht man zum prachtvollen Altar und wird dort eine himmlische Madonnenfigur erblicken, die aus schwarzem Zedernholz geschnitzt wurde. Still und andachtig steht man da und bestaunt diese Handwerkskunst aus dem Jahre 1627.

Der barocke Kreuzgang der Kirche ist gänzlich mit Kapellchen umgeben und in jedem Kapellchen wird man stiller und stiller und man kann nur noch schlucken wenn man diese Kunstwerke sieht von Künstlern, dessen Hände schon längst zu Staub verfallen sind.

Für den Runggang durch die Kirche, braucht man schon 1 bis 2 Stunden, wenn man nicht an alles vorbeirennt ohne sich etwas anzusehen. Es ist übrigens strikt verboten, wie fast überall in der Tschechei, drinnen zu rauchen, zu filmen oder zu fotographieren. Meist wird man aber direkt an der Kasse gefragt ob man seine Sachen dort solange liegen läßt; für mich völlig in Ordnung, denn auch ich möchte das diese Schönheit bewahrt bleibt.

Hat man sich die Kirche nun angesehen, dann geht man hinauf in den ersten Stock und muß dort an einem alten Herrn in Wächteruniform vorbei; der fragt meist nochmal nach, ob man wirklich keine Kameras dabei hat und auch er folgt einem genauso "unauffälig", wie die Babischka aus der Kirche.

Riesig groß ist es im ersten Stock nicht und man gelangt von einem Raum zum anderen durch zwischentüren. Überall liegt roter Teppich und auch die Wände sind mit rotem Damast bespannt (bloß nicht mit den Fingern drangehen, der Wächter rastet aus!). In kleinen 1x1x1 große Nischen (mit Panzergrlas versehen), stehen die Kirchenschätze Prags. Hier drücke ich mir, bis heute, jedesmal die Nase platt an dem Panzerglas und entdecke immer wieder etwas Neues an den Monstranzen und Kelche die dort liebevoll ausgestellt sind.

Jedes Ausstellungstück ist optimal beleuchtet, mehrsprachig beschriftet und gut sichtbar hinter dem dicken Panzerglas. Eine adlige Familie aus dem 16. Jahrhundert hat diese Sammlung angelegt und danach an Prag vererbt. Das jüngste Objekt der Sammlung stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Alle Ausstellungstücke, möchte ich hier nicht auflisten, aber eins (das Schönste) möchte ich doch erwähnen. Es ist die sog. Prager Sonne; eine Monstranz die aus Gold und Silber gefertigt wurde und die mit 6222 Diamanten besetzt ist.

Gebaut wurde die Kirche Loreto ab 1625 und zwar, wie bereits erwähnt, eine Adelsfamilie/Frau namens Benigna Katharina von Lobkowitz. In 1620 hat es einen fürchterlichen Krieg gegeben in Prag zwischen Katholiken und Protestanten und die Katholiken führten ihren Sieg auf die Mutter Maria zurück. Um Maria zu ehren und zu danklen, wurde dann diese Wahlfahrtstätte errichtet. Die im Inneren angelegt Kapelle beim Altar, mit der schwarzen Madonna, ist eine Kopie der Casa Santa (das heilige Haus) aus dem italinieschen Wahlfahrtsort Loreto.

Aber es gibt hier nicht nur viel zu sehen, sonder auch zu hören; dafür müssen wir allerdings wieder nach draußen gehen und uns auf einer der Bänke setzen auf dem Loretoplatz, denn das Glockenspiel im Turm ist einmalig. Zu jeder vollen Stunde hört man hier 27 Glöckchen, die "Gegrüsst seist du tausendmal, oh Maria", eine Lobeshymne an Maria, spielen. Allerdings hört man dieses Glockenspiel nur von 8 bis 18 Uhr. Nachts wird es abgeschaltet.

Wenn man nun den Tag in der Kirche verbracht hat (meist ganz alleine ohne andere Touristen in der Nähe zu haben), und sich auch mal das Glockenspiel angehört hat, dann hat man Hunger bekommen und möchte nicht durch ganz Prag latschen um einen Bissen zu bekommen; direkt neben der Kirche, ein bisschen versteckt unter Bäumen, liegt der ehemalige Klostertrakt der Kirche. Heute ist darin ein 5 Sterne Restaurant vom Feinsten zu finden. Das Rehgulasch mit Knödeln und Rotkraut für etwa 4 € je Person ist alleine schon einen Bericht wert. Als Desert, würde ich hier die flambierte Crepes mit Eis empfehlen und das Ganze abschliessen mit einem Glas Rotwein.

Nachdem man nun den ganzen Tag so unterwegs war und sich so richtig von Touristenstress erholt hat und sich vergustiert hat im Restaurant, ist es mittlerweile dunkel geworden. Wieder draußen erstrahlt jetzt die Kirche in der wunderschönen Beleuchtung und wir steigen, über den Gartenweg, langsam wieder runter zur prager Burg, wo wir uns wieder in den Touristenrummel stürzen, aber diesen Tag noch lange in Erinnerung behalten werden.

** Adresse: Loretánske Námestí 7, Prag 1
** Telefon: 02/536228
** Haltestelle: Metro Mariánske Hradby oder Prasneho Mostu. Linie A.
** Öffnungszeiten: Di bis So 9-12 Uhr und 13-16.30 Uhr
** Preis: Eintritt 40 Kc

Live Panaoramabild: http://www.panorama-welt.de/tschechien/prag/loretoplatz/loretoplatz.htm


Geschrieben am: 12. Sep 2002, 06:04   von: 15081965



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