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Übersicht > Offene Kategorie > A-Z > Alles mit A...

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
in Maßen ausgeführt ist Weihnachtsschmuck sehr schön, vor allem für unsere Kinder;

Nachteile:
hoher Strom- u. Energieverbrauch




Advent, Advent, ein (?) Lichtlein brennt ...
Bericht wurde 2480 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung:  nicht bewertet


... erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür.

Schon als Kinder haben wir diesen Spruch zur Genüge gehört und auch heute noch schallt er in den mannigfaltigsten Tönen aus vielen diversen elektronischen Artikeln des vorweihnachtlichen Kommerzgeschehens.

Die Zeit des Schmückens ist gekommen. Hierbei konnte ich allerdings in den vergangenen Jahren beobachten, dass das Empfinden der Bürger aus allen Gesellschaftsschichten in Punkto Leuchtkraft ihrer Schmuckgegenstände leicht gestört scheint, ihre Aktivitäten immer größere Ausmaße annehmen und in ein nicht enden wollendenes Aufrüsten führt.

Zu diesem Thema möchte ich nachfolgend eine kleine Adventsgeschichte beisteuern, die den werten Lesern vor allem Anlass zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken geben sollte:


Eine Advents-„Reportage“, mitten aus dem bürgerlichen Leben einer Kleinstadt.

Sonntag, 1. Advent, 10.00 Uhr:

In der Reihenhaussiedlung Stutensee-Blankenloch-West bittet Rentnerin Louise Oberacker ihren Enkel Dirk um eine kleine Handreichung. Hilfsbereit installiert er auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers drei Elektrokerzen. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.

10 Uhr 14:

Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Alfons Kirschhagel die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des zehnarmigen dänischen Kerzensets „Julteiden“ zu je 15 Watt im Küchenfenster.

10 Uhr 22:

Die Nachbarinnen Erna Kottmann und Hilde Holzapfel unterbrechen am gemeinsamen Zaun ihren Workshop über Weihnachtsrezepte und suchen ihre jeweiligen Ehegatten auf. Kurz darauf schleppen Paul Kottmann und Hans-Peter Holzapfel jeweils 14 Meter Lampengirlanden ins Freie und beginnen in still verbissenem Wettbewerb, ihre jeweiligen Blautannen zu umwickeln.


11 Uhr 55:

Christina Fuchs, geschiedene Ginkelberger, bisweilen zu Depressionen neigend, rüstet mit dem soeben von ihrer Tochter aus Kalifornien als Weihnachtsgeschenk eingetroffenen Gartenplastikbäumchen „Prophet´s Voice 3000“ nach (Ausstattungsmerkmale: Vierfarbbeleuchtung mit 350 elektrischen Kerzen, Annäherungssensor, spielt 48 Alltime Christmas Favorits).

18 Uhr 30:

Bereits nach achteinhalb Stunden erstrahlt die ganze Siedlung Blankenloch-West im besinnlichen Glanz von 126 Fenster- und Gartendekorationen.

19 Uhr 03:

Im 30 km entfernten Kernkraftwerk Phillipsburg vermutet der wachhabende Ingenieur Ottfried Steinklauber irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Stutensee-Blankenloch, beschließt aber angesichts des vorweihnachtlichen Fernsehprogramms, noch keine Handlung seinerseits für notwendig.

20 Uhr 17:

Den Eheleuten Herrmann und Heidi Nagel gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten über alle elf Bäume ihres Obstgartens ans Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau und panikartiger Flucht.

20 Uhr 56:

Der Diskothekenbesitzer Karl ´Techno-Kalle´ Kovacic sieht sich genötigt, seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laser-Ensemble „Luzifer“, das zu den leistungsstärksten der Branche zählt. Die 40-m-Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Weihnachtsengel-Projektion zwanzig Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch zerbröselt.

21 Uhr 30:

Im Trubel einer Geburtstagsfeier des stellvertretenden Sicherheitschefs im Kernkraftwerk Phillipsburg verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 3.

21 Uhr 50:

Der 85-jährige Kriegsveteran August Steiner zaubert mit 26 restaurierten Flakscheinwerfern des Typs „Varta Volkssturm“ den Stern von Bethlehem an die tiefhängende Wolkendecke.

22 Uhr 12:

Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt irritiert durch die Siedlung Blankenloch-West, nachdem ihre Boeing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich in der mit 3.000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Krumm landete.

22 Uhr 37:

Das NASA-Weltraumteleskop Hubble funkt aus dem Orbit Bilder einer vermeintlichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel. Astrophysiker und Sensor-Elektroniker in Houston sind ratlos.

22 Uhr 50:

Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kernkraftwerkes Phillipsburg. Der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 585 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.

23 Uhr 06:

In der taghell erleuchteten Siedlung Blankenloch-West erwacht die Studentin Bettina Mayer und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen.

23 Uhr 12:

Bettina Mayer betätigt den Schalter ihrer Kaffeemaschine.

23 Uhr 12 und 14 Sekunden:

In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Stutensee - Weingarten - Karlsruhe-Nord bricht die Explosion des Kernkraftwerkes Phillipsburg wie Donnerhall.

Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verwirrte Menschen - Menschen wie Du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war ......

Ich wünsche Euch und Euren Familien eine besinnliche Advents- und Vorweihnachtszeit.

Euer: K.B.

30.11.2001


Geschrieben am: 30. Nov 2001, 12:22   von: gfbeck



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