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Übersicht > Games > PSX > PSX II > Resident Evil: Codename Veronica X

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
über 10 Stunden Spielzeit

Nachteile:
irgendwie nix neues




Sie sind wieder da-haa!
Bericht wurde 2470 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 4 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Pünktlich zum fünfjährigen Bestehen der Resident Evil Reihe kam Mitte September nun endlich der vierte reguläre Teil ( Gun Survivor zähle ich einfach mal nicht mit ) für die PS2 auf den Markt. Vorher musste ich alle Besitzer einer Dreamcast beneiden, die schon früher in den Genuss der Fortsetzung gekommen sind und durfte mich mit einigen Screenshots über das heiß erwartete Sequel begnügen. Kein anderes Metzel-Spiel hat mich bisher so in seinen Bann gezogen wie das Horror-Spektakel aus dem Hause Capcom. Die perfekte Mischung aus gruseliger Atmosphäre und Action hat aus mir schnell einen Resident Evil Fan gemacht, obwohl ich diesem Genre vorher nicht sehr viel abgewinnen konnte. Gerade die ersten beiden Teile der Serie machten aus mir ein schlotterndes Bündel, das nach dem Spielen immer brav nachgesehen hat, ob im Wandschrank ein Zombie wohnt.
Doch was 1996 schaurig begann, gipfelte mit „Resident Evil 3/Nemesis“ in pure Langeweile. Zwar sorgten die detailgespickte Kulisse und der Sound von stöhnenden Untoten in den Straßen von Racoon City für Gänsehaut, aber die Storyline war öde und die Kämpfe mit dem hässlichen Nemesis mehr nervig als angsteinflößend. Nach dem miesen Pausenfüller „Gun Survivor“ kam erst mal eine Zeitlang gar nichts, bis Capcom endlich Tante Veronica auf die Zockerwelt losließ – wenn auch erst mal nur auf die Spieler der Dreamcast. Der Teil sollte nicht nur durch seine Länge bestechen, sondern auch durch den Austausch von vorgerenderten Hintergrundbilder durch Grafiken in Echtzeit. Doch nun ist die lange Zeit des Schmollens zum Glück endlich vorbei und ich konnte mich selbst von der Qualität des Games überzeugen.

Ich werde nicht die gesamte Story rund um die Giftküche von Umbrella Inc. aufwärmen, sondern beziehe mich auf den aktuellen Teil „Code: Veronica X“, der zeitlich zwischen den ersten beiden Teilen angesiedelt ist. Trotzdem werde ich einige Dinge zum besseren Verständnis erklären. Die Heldin des Spiels ist Claire Redfield, die in „Resident Evil 2“ auf der Suche nach ihren Bruder Chris in Racoon City landete, wo sie sich zusammen mit dem Polizisten Leon S. Kennedy gegen einen Haufen Monster verteidigen musste. Chris’ Spur führt in die europäische Hauptzentrale von Umbrella, wo er die dunklen Machenschaften der Hersteller biologischer Kampfstoffe aufdecken und die Verantwortlichen für den Ausbruch des T-Virus in Racoon City zu Leibe rücken will. Beim Infiltrieren der Umbrella Anlagen wird Claire in Paris festgenommen und auf eine tropische Insel des Konzerns gebracht. Doch auch dort hat irgendein Virus dafür gesorgt, dass aus der gesamten Population hungrige Zombies geworden ist. Ein mitleidiger Wärter lässt sie gehen und fortan ist sie auf sich gestellt.

Ab hier übernimmt der Spieler die Steuerung, an der sich ebenso wie beim Inventar zum Glück nichts geändert hat. Bewaffnet mit einem Messer durchstreift man per Analog Stick oder Steuerkreuz die Insel und neben bekannten Gesichtern auf neue, mysteriöse Personen. Das erste, was einem Resident Evil Spieler auffällt, ist natürlich die Echtzeit-Grafik, die ganz neue Blickwinkel zulässt. Durch die rasanten Kamerafahrten gerät man schnell mal in eine Situation, in der man den Überblick verliert. Im Vergleich zu den Vorgängen fällt das lästige „Umschalten“ zwischen einzelnen Szenarien durch die Echtzeitbetrechnung flach, was für flüssigere Bilder sorgt.(© logge) Ein weiterer Unterschied zu den Teilen für die PS1 ist die große Fülle an FMVs, die auf das Medium DVD als Datenträger zurückzuführen sind. Ich hatte in einem Preview davon gelesen, dass die Zwischensequenzen wohl sehr verschwommen und wacklig sein sollten. Das konnte ich nicht feststellen. Im Gegenteil, die FMVs sind optisch noch perfekter als in den Vorgängern. Ich denke, mir fehlt der Vergleich zur Version für die Dreamcast um beurteilen zu können, ob die Grafik wirklich schlechter ist. Lediglich der PAL-Balken am oberen und unteren Bildschirmrand nervt. Außerdem habe ich festgestellt, dass das Inventar ein wenig flimmert, wenn man es aufruft. Aber sonst ist „Code: Veronica X“ ein optischer Leckerbissen. Die Figuren bewegen sich immer menschlicher durch die wunderbar detaillierte Kulisse. Es macht fast Spaß dabei zuzusehen, wie Claire ihren verwundeten Körper durch das Bild schleppt ;-) Bei den Zombies wurde auf individuelle Körpermerkmale leider fast komplett verzichtet, was ich bei dem Gedanken an weibliche Zombies im zweiten, oder dicke und dünne Untote im dritten Teil als Rückschritt empfinde.

Den Sound des Spiels fand ich hingegen nur mittelprächtig. Die Musik ist nicht ganz so bedrohlich wie in anderen Teilen und Hintergrundgeräusche wie prasselndes Feuer oder surrende Mücken an einer Lampe laufen im nervigen Loop ab. Kein Vergleich zum düsteren Soundtrack des Originals oder den Stadtgeräuschen aus Nemesis.

Neben Claire übernimmt man die Kontrolle über zwei andere Charaktere: den ehemaligen Gefangenen Steve Burnside und Chris Redfield, mit dem man fast den gesamten zweiten Part des Spiels bestreitet. Die Bewaffnung unterscheidet sich dabei nur geringfügig von anderen Teilen der Serie. Munition für Granatwerfer, Schrotflinte und Co. sind rar gesät, so dass man auf sinnloses Geballere verzichten sollte. Ebenso sparsam sollte man mit den First Aid Sprays und den obligatorischen Heilpflanzen umgehen. Die Gegner kennt man zum Teil auch schon aus den Vorgängern. Da hätten wir zum einen Zombies, die allerdings nur in Gruppen wirklich gefährlich sind, Hunde für die das Gleiche gilt, einen Riesenwurm á la Dune, Sweeper - eine giftige Version der Hunter, und Bandersnatches, deren langen Armen man lieber aus dem Weg gehen sollte. Der gute alte Tyrant kommt übrigens auch mal auf einen Sprung vorbei. Der Endgegner entpuppt sich bei „Code: Veronica X“ diesmal als Frau , was für Resident Evil recht ungewöhnlich ist. Na ja, „Frau“ ist bei diesem merkwürdigen Wesen vielleicht doch nicht unbedingt der richtige Begriff ...

Richtig spaßig ist die abgedrehte Geschichte, in der wir auf alte Bekannte wiedertreffen und neue Personen kennen lernen. Besonders hervorzuheben wäre da Alfred Ashford, der Umbrellas Niederlassung auf der Insel leitet, eine komische Vorliebe für Frauenkleidung hegt und eine wunderbar hysterische Lache hat. ;-) In diesem kleinen Norman Bates-Verschnitt habe ich meinen neuen Lieblingscharakter gefunden. Die im Nebel auftauchende Residenz der Ashfords erinnerte mich sowieso sofort an das Bates Haus. In anderen Szenen sind auch ganz klar Anleihen aus Filmen wie „Matrix“ wiederzuerkennen; zum Beispiel wenn Mutanten-Wesker mal eben die Wände für einen kleinen Spaziergang nutzt.
Ansonsten merkt man spätestens bei den einfachen Rätseln, dass es sich um ein Spiel der Resident Evil-Reihe handelt. Hier mal eben einen Schlüssel aufsammeln, dort einen Hebel umlegen – mehr wird dem Spieler nicht geboten. Capcom hält sich leider starr an die Vorgänger und drängt einem die Lösungen für verschlossene Türen geradezu auf, so dass es für Anfänger ein Leichtes sein wird, sich zurechtzufinden. Für einen Fan wird es mit der Zeit zu monoton, immer wieder dieselben Fragestellungen vorgesetzt zu bekommen. Ob sich jemals etwas an dem Schwierigkeitsgrad der Rätsel ändert wird, bezweifle ich. Wahrscheinlich muß man dieses Manko als „typisch Resident Evil“ hinnehmen.

Wie versprochen ist das Spiel wesentlich länger als seine Vorgänger. Selbst am zweiten Teil saß ich nicht so lange wie bei „Code: Veronica X“, obwohl der indizierte zweite Teil über zwei CDs verfügt. Beim ersten Durchspielen kam ich erst nach etlichen Neustarts und 12 Stunden Spielzeit durch. Mir ist es bisher bei keinem anderen Teil der Reihe passiert, dass mein Charakter so oft das Zeitliche gesegnet hat. Leider konnte ich nicht feststellen in welchem Schwierigkeitsgrad ich gespielt habe, da dieser nicht angezeigt wird. Allerdings habe ich auf einer Internetseite gelesen, dass es für die PS2 Version verschiedene Stufen geben soll. Einmaliges Durchspielen wird übrigens mit einem Mini-Game im Battle Modus belohnt. Da man darüber hinaus wie bei den anderen Teilen auch ein Ranking bekommt, gehe ich mal davon aus, dass wieder Zusatzwaffen, neue Kleidung und Ähnliches winken, wenn man das Spiel unter gewissen Bedingungen durchzockt. Ich für meinen Teil war froh, einigermaßen heil durch das Spiel gekommen zu sein und werde mich sicherlich nicht so schnell ein weiteres Mal ranwagen. Um ein gutes Ranking ohne speichern und Sprays hinzulegen, fehlt mir die Zeit.

Erwähnenswert finde ich, dass „Code: Veronica X“ uncut in Deutschland vertrieben wird. Für die Spieler sicherlich gut, schließlich wurde „Nemesis“ schon genug zerhackstückelt. Ich erinnere mich gut daran, wie enttäuscht ich war, als ich die deutsche Version spielte und die Zombies einfach nur „wegploppten“, nachdem man sie getötet hat. Andererseits verstehe ich die FSK immer weniger, wenn ich mir im Gegenzug dazu anschaue, dass Spiele wie „Extermination“ oder „Alone in the dark 4“ ab 12 Jahren freigegeben sind. Auch ist es mir ein Rätsel, weshalb Teil zwei der Resident Evil Reihe auf dem Index gelandet ist. Meiner Meinung nach ist der nicht wesentlich blutiger als der aktuelle Teil.
Gottlob wurde darauf verzichtet, den Titel zu übersetzen. Meist geht bei Synchronisationen viel verloren. So schaut man sich das Game in originaler Sprache an und liest sich gegebenenfalls die deutschen Untertitel durch.
Worin die Unterschiede zur Dreamcast Version bestehen, weiß ich leider nicht. Angeblich sind auf der PS2 einige FMVs hinzugefügt worden, Steve soll angeblich etwas anders aussehen und Weskers Rolle wurde vertieft, aber das sind alles Dinge, die ich nur von Besitzern der Dreamcast gehört habe und nicht selbst erleben konnte. Der DVD wurde übrigens eine spielbare Demo für „Devil may cry“ beigelegt, die wirklich klasse aussah. In der US Version gibt es noch eine zusätzliche Scheibe, die Infos über Weskers Machenschaften enthält.

Fazit: „Code: Veronica X“ ist ein typisches Resident Evil Sequel. Als Fan fühlt man sich trotz neuer Personen und anderer Umgebung wie zu hause, obwohl mir die beklemmende Atmosphäre des zweiten und die absolut fiesen Kameraeinstellungen des ersten Teils etwas gefehlt haben. Trotzdem wird das Nervenkostüm an einigen Stellen heftig angekratzt. Ich denke da beispielsweise an den Doc, der in seinem Leichensack raschelt. Mit Freude konnte ich feststellen, dass die Grafik keinesfalls so schlecht ist, wie einige Stimmen verlauten ließen. Vielleicht bin ich auch einfach nur anspruchslos, aber bis auf das flimmernde Inventar konnte ich keine Probleme feststellen. Das Spiel macht sicherlich auch noch beim zweiten und dritten Mal Spaß, weil versteckte Boni wie beispielsweise Waffen als Belohnung für extra-schnelles Durchspielen winken. Die 120 DM lohnen sich für Fans ebenso wie für Resident Evil-Neulinge. Nun bleibt mir nichts anderes übrig, als mich auf weitere Fortsetzungen zu freuen, die dann hoffentlich für die PS2 kompatibel sein werden und auf vom Spielablauf her hoffentlich nicht wieder in die Nemesis-Schiene rutschen. Capcom bastelt in der Tat schon wieder an einem neuen Spiel, in dem man die Kontrolle über Rebecca Chambers aus dem ersten Teil übernimmt. This is just the beginning ...


Geschrieben am: 09. Oct 2001, 21:25   von: Logge



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