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Übersicht > Games > PC > Simulationen > Die Sims

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
enorme Spieltiefe

Nachteile:
es fehlen einige Kleinigkeiten ... aber das ist nicht wirklich negativ




Die Welt der Sims
Bericht wurde 2347 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 4 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Es ist zum verzweifeln. Man kommt nach einem 12 Stunden Tag im Büro gut gelaunt nach Hause um der Angebeteten von der Beförderung zu berichten, und anstatt eines warmen Essens bekommt man nur den Anblick seiner Geliebten in den Armen des neuen Nachbarn serviert. Was ist da bloß falsch gelaufen? Hat man ihr nicht ein gut ausgestattetes Haus geboten, ihr ständig Geschenke mitgebracht und auch nicht mit Komplimenten gegeizt? Vielleicht hätte man die Warnzeichen der letzten Zeit doch nicht als Laune abtun dürfen. Die Nächte, in denen sie auf der Couch vor dem Fernseher eingeschlafen ist, oder das heimliche Schluchzen in der Küche, das man als PMS abgetan hat. Auch die vielen beruflichen Fortbildungen in der Freizeit haben wahrscheinlich nicht gerade dazu beigetragen, die häusliche Atmosphäre zu verbessern. Nun bleibt einem nur noch die Wahl: den Seitensprung zu verzeihen und sich mehr um die Ehefrau zu kümmern, oder die treulose Tomate samt hinterhältigem Nachbarn vor die Tür zu setzen, und ein Leben als Single weiterzuführen.
Wo ist man nur gelandet?

Ganz klar, irgendwo mitten in einem Beziehungsdrama der Sims! Als ob das wirkliche Leben nicht schon anstrengend genug ist, hat Maxis, Hersteller von Strategiespielen wie SimCity, vor gut zwei Jahren eine neue Simulation auf den Markt gebracht. Wo dem Spieler bei SimCity Grenzen gesetzt waren, geht es jetzt weiter. Man erstellt eine virtuelle Familie, lässt sie in ein Haus einziehen und managt ihr Leben, mit all seinen Hochs und Tiefs. Zugegeben, es klingt im ersten Moment nicht sonderlich aufregend, kleinen Figürchen beim schlafen oder essen zuzusehen. Aber wie im richtigen Leben sorgen unvorhersehbare Komplikationen dafür, dass nicht alles in seinen vorbestimmten Bahnen läuft und Dinge wie ein Jobverlust oder die fremdgehende Ehefrau für Turbulenzen sorgt. Dabei hält der Spieler die Fäden in der Hand und sorgt für ein problemloses Leben oder den finanziellen Ruin seines Sims.
Man erstellt sich zu Anfang des Spieles einen Sim seiner Wahl. Ob männlich, weiblich, weiß oder schwarz, dick oder dünn, bleibt einem dabei selbst überlassen. Aber nicht nur das Aussehen der zukünftigen Hauseigentümer lässt sich bestimmen. Durch das Erstellen eines eigenen Charakters wird Dein Sim entweder ein ordnungsliebender Arbeitsfanatiker, oder ein stinkfauler Couchpotato, der sich ungeniert am Hintern kratzt und ständig rülpst.

Hat man seinem Sim einem Namen und vielleicht eine kleine Biographie verpasst, geht es auf Häusersuche. In der Simlane stehen etliche Grundstücke zum Verkauf frei. Auf einigen stehen sogar schon Häuser, die teilweise möbliert sind und so einen guten Einstieg für Anfänger bedeuten. Leider stehen jeder Sim-Familie nur 20 000 Simoleans als Startguthaben zur Verfügung, egal wie viele Personen sie umfasst. Schon allein die Grundstücke verschlingen teilweise bis zur Hälfte des Budgets, so dass nur wenig für den Bau eines Hauses übrig bleibt. Dann macht es aber auch Spaß, den ersten Spatenstich für ein gemütliches Zuhause zu machen. Dem Spieler sind bei dem Häuserbau keine kreativen Grenzen gesetzt. Ein verwinkeltes, zweistöckiges Häuschen mit Erkern und vielen kleinen Zimmern kann ebenso seinen Reiz haben wie ein großer, gerader Flachdachbau. Im Baumodus findet der Spieler verschiedenes Zubehör für die Fertigstellung des neuen Heims vor. Man hat die Qual der Wahl zwischen etlichen Fenstern und Türen, Tapeten und Teppichen in verschiedenen Stile. Anschließend macht man sich an die Gestaltung des Gartens, für den man allerlei Pflanzen und Zäune zur Verfügung stehen hat. All dies lässt sich einfach mit einem Klick an der richtigen Stelle platzieren.
Richtig interessant wird es bei der Möblierung des Hauses. Am Anfang sollte man sich auf die nötigsten Dinge wie Kühlschrank, Mikrowelle, voll ausgestattetes Bad und ein kleines Schlafzimmer beschränken. Für viel mehr wird der Spieler auch keine Kohle haben. Verdient Dein Sim aber erst eigenes Geld, stehen einem Tür und Tor für sinnvolle Dinge und Verschönerungen des Hauses offen. Je nach Charakter des Sim wirst Du für die Anschaffung eines teuren Gemäldes Applaus oder Buh-Rufe ernten. Insgesamt kann man sich zwischen über 150 verschiedenen Gegenständen entscheiden.


Damit der Rubel erst einmal rollt, muß der Sim aber erst mal ran. Hat man ein Pärchen erschaffen, ist es vielleicht sinnvoll, in der ersten Zeit beide einen Job ergreifen zu lassen. Als Doppelverdiener kommt man so schneller an all die Dinge heran, die das Leben erleichtern und versüßen. Einen Job findet man entweder in der Zeitung, die jeden Morgen vor der Haustür liegt, oder man sucht ein wenig im Internet, wo die Auswahlmöglichkeiten weitaus größer sind. Leider hatte ich zum Anfang nicht genug Geld um meinem Sim einen Computer zu kaufen, so dass ich mich auf die Zeitung verlassen musste. Passt der ausgesuchte Job gar nicht mit den Charaktereigenschaften des Sim zusammen, kann man sich zur Not rausschmeißen lassen und etwas neues suchen.
Der Rausschmiß erfolgt übrigens schon nach zwei fehlenden Arbeitstagen. Ziemlich unfair, wenn man bedenkt, dass ein Sim eine 7Tage-Woche hat und sich keinen freien Tag gönnen darf. Um die Karriereleiter emporzusteigen, muß sich Dein Sim in seiner Freizeit immer wieder fortbilden. Um beispielsweise vom kleinen Taschendieb zum gefürchteten Gangsterboß zu mutieren, werden Eigenschaften wie ein hohes Maß an Logik verlangt. Durch Interaktion mit verschiedenen Gegenständen ( ein Spiegel päppelt das Charisma auf, eine Staffelei fördert Kreativität ) lernt der Sim und wird immer schlauer. Einflussreiche Berufe wie beispielsweise Politiker erfordern außerdem viele Freunde, die man in der Nachbarschaft findet. Diese Freundschaften wollen gepflegt werden, sonst hagelt es Anrufe von beleidigten Sims die fragen, wo Du steckst.

Sims legen im Allgemeinen großen Wert auf Gemeinschaft. Ein Single der allein lebt und ständig arbeitet, wird schnell vereinsamen. Durch Besuche der Nachbarn lässt sich das aber ändern. Vielleicht lädt man die rassige Blondine von gegenüber zum Essen ein, schaut sich hinterher mit ihr einen Film an und führt gute Gespräche in knuddligem Sim-Kauderwelsch. Eventuell wird aus entstandener Sympathie sogar die ganz große Liebe, die dann ins Haus einzieht. Dabei spielt das Geschlecht keine Rolle, love comes quickly ... Verlieben sich zwei Männer ineinander, gibt es allerdings keine Hochzeit. Das ist nur heterosexuellen Paaren vorbehalten. Dafür darf dann wieder jeder Kinder bekommen. Entweder steht der Klapperstorch in Form einer Adoption ins Haus, oder ein Sim fragt den anderen, ob man nicht ein Kind zusammen haben möchte. So was nennt man wohl unbefleckte Empfängnis!? Hat man den Kinderwunsch leichtsinnigerweise akzeptiert, setzt man sich hochgradigem Streß aus.(© logge) Das Baby will ständig gefüttert werden, möchte spielen oder ein Schlaflied hören. Bei mir ist schon so manche Mutter unter der Last zusammengebrochen. Als alleinstehender Sim muß man übrigens seinen Job aufgeben, um sich seinem Kind widmen zu können. Verpennt man die tägliche Raubtierfütterung, wird einem das Baby sonst vom Sozialamt abgenommen. Hat man alles richtig gemacht, wird nach drei Tagen aus dem Nachwuchs ein vollwertiges Mitglied der Familie, das sich um die Schule kümmern muß. Ist das Kind ein Faulenzer, fallen die Schulnoten solange, bis es in die Militärschule berufen wird. Neben Tod durch Ertrinken meine Lieblingsmethode, um den störenden Nachwuchs zu beseitigen :-)

Wo wir bei dem Thema „Tod“ sind: das Leben eines Sim birgt auch seine Gefahren. Ungeschickte Sims fackeln beim Essen kochen gerne mal den Herd ab und geraten dabei selbst in die Flammen. Ebenso gefährlich ist ein kaputter Fernseher, an dem ein technisch unbegabter Sim herumfummelt. Ein Stromschlag, und alles was von ihm übrig bleibt ist eine Urne und sein Geist, der nachts durchs Haus schleicht und die übrigen Mitbewohner erschreckt. Für solche Dinge sollte man deshalb lieber einen Techniker per Telefon rufen. Übrigens sind auch andere, besonders für berufstätige Sims wichtige Dienstleistungen wie ein Gärtner, der Pizzadienst oder ein Hausmädchen einfach per Anruf zu haben. Ebenso schnell werden Sims Opfer von Einbrechern, die sich bevorzugt die teuersten Wertgegenstände einsacken und verschwunden sind, bevor die Polizei eintreffen kann.

Auch sonst ist man den ganzen Tag damit beschäftigt, die Bedürfnisse seiner Sims zu befriedigen. Im unteren Bereich des Bildschirms sieht man eine Vielzahl von Balken mit verschiedenen Bedürfnissen, die möglichst im grünen Bereich sein sollten. Rutscht der Balken für die Hygiene in den roten Bereich, muß Dein Sim duschen. Fehlt im der Spaß, setzt man ihn vor die Glotze. Meist sorgen Deine Bewohner schon selbst für die Erfüllung ihrer Bedürfnisse. Je nach Charakter kann es aber auch sein, dass der Sim seinen eigenen Willen durchsetzt und eventuell vergisst, auf Klo zu gehen. Das Ergebnis ist ein Sim der heult, weil er sich die Hosen naß gemacht hat. Den eigenen Willen seiner Sims darf man nicht unterschätzen. Obwohl man letztendlich die Kontrolle über seine Figuren hat, machen sie manchmal nicht das, was sie sollen. Einem schlampigen Sim muß man zweimal sagen, dass er den stinkenden Pizzakarton vom letzten Wochenende wegräumen muß. Und der faule Sim dreht sich lieber noch einmal im Bett herum, während draußen der Arbeitskollege hupend am Steuer seines Wagens sitzt.

So etwas wie ein Ziel des Spiels gibt es bei den Sims nicht. Es gibt immer wieder etwas am Haus zu verschönern oder einen neuen Nachbarn, den man noch nicht kennen gelernt hat. Und kann man die Gesichter seiner Sims irgendwann nicht mehr sehen, sucht man sich eben eine neue Familie aus. Es gibt immer irgendwo einen obdachlosen Sim, dem man ein neues Zuhause bauen kann. Neue Möbel und anderes Zubehör gibt es auf vielen Fanseiten im Netz, so dass für jeden Sim die richtige Ausstattung gefunden werden kann. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, eine eigene Seite im Netz für jede Familie zu erstellen, und sie auf der offiziellen Seite von Electronic Arts zum download für das eigene Spiel bereitzustellen. Auf diesem Weg werden täglich viele Familien aus aller Welt getauscht. Mittlerweile gibt es zwei Add Ons, die sich wirkliche Fans nicht entgehen lassen sollten. Der Erfolg des Spiels ist so groß, dass ein drittes Add On im November erscheinen wird und die Sims im Frühjahr 2002 sogar online gehen sollen. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Ich hoffe nur, dass aus dem Spiel dann nicht nur ein riesiger Chatroom wird.

Um die Sims spielen zu können, benötigt ihr einen Rechner mit mindestens 233 MHz, 23 MB Hauptspeicher, 300 MB Platz auf der Festplatte, und entweder Win 95, Win 98 oder Win 2000. Nach dem Einlegen der CD wird sofort der Auto Installer gestartet und ein paar Klicks weiter befindet man sich schon in der Welt der Sims. Die Grafik haut einem nicht grad vom Hocker, aber passt zum Spiel. Dem Paket liegt übrigens ein dickes Handbuch mit knapp 100 Seiten bei. Spielt man das einfache und kurze Tutorial durch, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.
Für mittlerweile knapp 80 DM bekommt man mit den Sims eine Simulation geboten, die auch nach Monaten nicht langweilig wird. Es ist dem Spieler selbst überlasse, ob er eine wohlhabende Familie voller Aristokraten heranzieht oder den abgebrannten Sim, der seine Miete nicht bezahlen kann. Durch die schon fast regelmäßigen Erweiterungen wird immer wieder Schwung in das Spiel gebracht. Auch wenn ich immer noch kleinere Dinge wie „richtige“ Haustiere oder freie Tage für die arbeitenden Sims vermisse, hat Maxis mit dem Spiel den Haupttreffer gelandet.


Geschrieben am: 16. Oct 2001, 10:28   von: Logge



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