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Übersicht > Medien > Bücher > Fantasy > Tom Arden: Orokon-Zyklus > Das Geheimnis im Spiegel (Band 3)

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
unterhaltsam, schön erzählt, einigermaßen spannend, sehr romantisch

Nachteile:
Preispolitik des dt. Verlags




Fantasy-Zeitreise ins 18. Jahrhundert
Bericht wurde 1803 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Dies ist der erste Band des zweiten Romans um den "Kreis des Orokon". Der zweite Teil hat den Titel "Der goldene Baum".

Handlung

Der junge Jemany hat die Bestimmung seines Lebens erkannt: Er ist ausgezogen, um die fünf Kristalle des Orokon zu finden und wieder zu vereinen. Durch diese Tat soll seine Heimat, das Königreich Ejland, vom Chaos des Bürgerkriegs befreit werden. Auf der Flucht vor seinen Feinden - allen voran der grausame Polty - nehmen ihn die zigeunerähnlichen, geheimnisvollen Vagas auf und bringen ihn unerkannt erst nach Varby, einen Badeort, dann flieht er nach Agondon, der Haupstadt der Königreiche von Ejland und Zenzau.

Hier erwartet ihn bereits sein neuer Beschützer, Lord Empster. Er soll den unerfahrenen Jem ausbilden und auf seine grosse Aufgabe vorbereiten. Doch dieser Lord treibt ein doppeltes Spiel: Er scheint ein Anhänger des üblen Zauberers Toth-Vexrah zu sein, der ebenfalls hinter den Kristallen her ist. Toth, eine Verkörperung der Schlange Sassoroch, die in Jems Träumen die Welt bedroht. Nun sollen ihre Anhänger, die weiße Bruderschaft, Jem als den Schlüssel zum Orokon dem Zauberer ausliefern, ebenso wie den Kristall, den der Junge um seinen Hals trägt. Der Anführer der Bruderschaft ist der Erste Minister des Königs höchstselbst.

Unterdessen in Varby, einer Provinzstadt unweit Agondons: Hier lebt Catayane, die frühere Geliebte Jemanys, als Dienerin im Haushalt ihrer sogenannten Kusine. Leider hat sie durch die Machenschaften ihrer Tante Umbecca Veeldrop und des Dorfarztes von Irion jede bewußte Erinnerung an Jemany verloren. Doch in ihren Träumen sieht sie sich mit Jemany durch die Wälder streifen und sich mit den wilden Tieren unterhalten.

Als Polty die begehrte Unschuld Catayane entführen will, kommt ihm per Zufall Jemany in die Quere, der ihm eine blutige Nase verpaßt. Weitere junge Damen geraten durch die wilden jungen Burschen in Varby in Not, und für Catas beste Freundin, Pelli, kommt jede Hilfe zu spät. Im Wald nahe Varby fällt sie offenbar den uralten Erdgeistern zum Opfer. Immerhin: Einer der Burschen wird wegen Mordes verhaftet. Cata reist mit Tante Umbecca zurück nach Irion, wo deren Gatte, der Gouverneur, im Sterben liegt.

Somit ist Cata aus der Gefahrenzone von Agondon gebracht, sicher vor dem Einfluß der Hexe Vlada Flay, die sich statt dessen an Catas Freundin Jeli schadlos hält. Durch die ahnungslose Jeli versucht Vlada wieder Einfluß am Hofe zu gewinnen, und beinahe wird Jeli auch beim Debütantinnenball vom König zum Tanz aufgefordert. beinahe, denn der Tanz endet mit einem Mord.

Fazit

Gesellschaft und Kultur dieser Fantasy entstammen direkt dem 18. Jahrhundert, jener literarischen Epoche also, für die sich der Autor schon immer begeistert hat, wenn man dem Klappentext des Verlags glauben darf.

Und dementsprechend finden sich in diesem sowohl sentimentalische Phänomene wie etwa zahlreiche Briefe mit "Herzensergießungen" als auch spannende Räuberpistolen und Amouren wie aus "Tom Jones", komplexe Zeitverläufe wie aus dem "Tristram Shandy" und aufgeteilte Erzählungen, die man häppchenweise verabreicht bekommt.

Und stets ist die Tugend und Jugend, ach!, in Gefahr. Die ganze "Composition" ist appetitlich abgestimmt, mit ironischem Witz abgeschmeckt und vermischt, so daß die Lektüre nie langweilig wirkt. Die "gute Gesellschaft" kommt jedenfalls meist nicht gut weg. Wer allerdings auf mehr Action und Heroen steht, der suche woanders.

Michael Matzer © 1999/2003ff

Info: Second Book of the Orokon. The king and queen of swords, part 1+2, 1998; Nr. 24747, 378 Seiten, EUR 10,00, aus dem Englischen übertragen von Wolfgang Thon, München, Blanvalet, 1999, ISBN 3-442-24747-0


Geschrieben am: 14. Jun 2003, 12:10   von: mima17



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