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Übersicht > Medien > Bücher > Fantasy > Jennifer Roberson: Cheysuli-Zyklus > Das Vermächtnis des Schwerts (Band 3)

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
unterhaltsam, führt Story fort

Nachteile:
verwirrend viel Personal, etwas unappetitliche dynastische Vererbungsmethoden (u.a. Vergewaltigung)




Opfer der Prophezeiung: dynastische Fantasy
Bericht wurde 1560 mal gelesen Produktbewertung:  befriedigend
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Im dritten Band ihres Cheysuli-Zyklus läßt Jennifer Roberson die alte Generation, die in den ersten Romanen die Hauptrollen spielte, ablösen durch die Generation Donals, der voller Zweifel das Vermächtnis der Prophezeiung von Homana annehmen und umsetzen soll.

Handlung

König Carillon, der in Band 2 den Thron von Homana eroberte, altert offenkundig weit vor seiner Zeit - nachdem ihn der Fluch des Ihlini-Zauberers Tynstar 20 jahre seines Lebens beraubte. Carillon und sein Vertrauter Rowan bereiten Prinz Donal, den Sohn Duncans, auf die baldige Thronfolge vor. In Donal mischt sich das Blut eines Cheysuli mit dem eines Menschen.

Um für einen Erben vorzusorgen, holt er seine Braut Aislinn von der Insel, auf die ihre Mutter Electra, die Frau König Carillons verbannt wurde, zurück in die Hauptstadt Homanas. Doch Electra, so muß er entdecken, hat ihre von Tynstar erworbenen Zauberkünste dazu verwendet, ihrer Tochter Aislinn einen posthypnotischen Befehl einzupflanzen, der dieser den Beischlaf mit einem Cheysuli - sprich: Donal - verwehrt. Dies hat für Aislinn, die Donal wirklich liebt, furchtbare Folgen: Um einen Erben zu zeugen, muß er sie geistig vergewaltigen.

Donal selbst befindet sich in einer Zwangslage: Er hat mit seiner Cheysuli-Gespielin Sorcha bereits zwei Kinder. Während Donal im Krieg ist, vertreibt Aislinn, die um ihre Stellung als künftige Königin bangt, Sorcha aus der Cheysuli-Siedlung. Sorcha nimmt sich schließlich das Leben. Die Wirkung auf Donal kann man sich vorstellen. Er dringt in Aislinn, die nach Monaten seiner Abwesenheit im Krieg gegen die Ihlini inzwischen hochschwanger ist, geistig ein, um die Wahrheit zu erfahren. Unabsichtlich löst er jedoch die Wehen aus. Das Kind lebt, ein Sohn, dem der Name Niall gegeben wird.

König Carillon muß gegen die von Tynstar angestachelten Fürsten des unterworfenen Solinde Krieg führen. Da kommt die Nachricht, daß Prinz Osric aus Atvia ebenfalls mit einem Heer in Homana gelandet ist, so daß Carillon sein Heer teilen muß. Carillon tötet Tynstar und Electra, stirbt aber wenig später durch einen Pfeil Osrics. Carillons magisches Schwert gibt Osric an Tynstars Sohn weiter, Strahan. Dieser nimmt Donal sechs Monate lang gefangen, bis er von seinem Onkel befreit wird. Er bringt das magische Schwert mit und tötet damit Osric. Das Heer von Solinde wird ebenfalls besiegt. So lösen sich seine Probleme der Reihe nach, und er kann den Thron von Homana als unumschränkter Herrscher besteigen. Dies heißt nicht, daß Donal ein Tyrann wäre; im gegenteil: Er wollte die Königswürde eigentlich nicht, doch der Prophezeiung Homanas zuliebe nimmt er die Bürde auf sich.

Die Prophezeiung verlangt, daß eines Tages ein König herrscht, der das Blut von vier Ländern in sich vereinigt. Homana, Cheysuli und Solinde sind bereits in Neil vereinigt. Um auch die Blutlinie von Atvia zu erhalten, vermählt Donal seine Schwester Bronwyn gegen ihren Willen mit Osrics Sohn Alaric. Sollte Bronwyn eine Tochter haben, würde sie Niall heiraten können. Der geweissagte Herrscher könnte dann schon in greifbarer Nähe liegen.

Fazit

Wie man sieht, geht es in Robersons Cheysuli-Zyklus nicht nur um das Herrschen über Homana, mit oder ohne Cheysuli-Kräfte. Es geht auch um eine Politik der Gene, hier "Blutlinien" genannt.

Das macht die ganze Sache ein wenig unappetitlich - so als ob die Bene Gesserit aus "Der Wüstenplanet" ein großes Zuchtprogramm durchführen würden, um den Kwisatz Haderach, den Übermenschen, zu erzeugen. Die Frauen werden demzufolge oftmals als Zuchtmaterial verwendet, um nicht zu sagen, "missbraucht". Die Prophezeiung jedoch rechtfertigt jede entsprechend dienliche Maßnahme: der Zweck heiligt die Mittel, auch wenn diese bis zur Vergewaltigung reichen.

Die Autorin hatte in Band 2 noch einige lose Fäden übriggelassen. Diese Handlungsstränge werden kurzerhand zu Ende geführt: Duncan und Alix sterben ebenso unter traurigen Umständen, wie Electra und Tynstar unter dramatischen Umständen getötet werden.

Als auch Donals Onkel Finns von Tynstars Sohn Strahan getötet wird, ist die gesamte ältere Cheysuli-Generation dahingerafft. Kein Wunder, daß sich Donal ganz allein auf weiter Flur wähnt - ein Opfer.

Die zwielichtige Aislinn ist der einzige Mensch, der ihm nahesteht. Seine einzige Hoffnung dürfte sein Sohn Niall sein. Dessen Geschichte erzählt der nächste Band des Zyklus, "Die Fährte des weißen Wolfs".

Michael Matzer © 2003ff

Info: Legacy of the sword, 1986; Heyne 1997, 06/5673, München; aus dem US-Englischen übertragen von Karin König; ISBN 3-453-11982-7


Geschrieben am: 20. Mar 2003, 17:16   von: mima17



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