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Übersicht > Medien > Bücher > Autoren > Hohlbein Wolfgang

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Handlung abstrakt, aber gut nachvollziehbar, spannend

Nachteile:
Teilweise schwierige Personenkonstellationen und -entwicklungen




"Flut": Hohlbein wie eh und je
Bericht wurde 1643 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Wolfgang Hohlbein ist der deutsche Meister des SciFi- und Fantasy-Genres. Und er wird es auch immer bleiben. Während ich den Roman "Flut" las, bekam ich immer komische Blicke und so Sprüche wie "So was hab ich gelesen, als ich 14 war". Warum? Tolkien macht Fantasy, und
den liest jeder. Harry Potter ist ein Kinderbuch, aber den liest auch jeder. Und Hohlbein schreibt nun wahrlich nicht für Kinder oder Jugendliche. Wenn man das Buch "Flut" verfilmen würde, mit allen Details aus dem Original, dann käme dabei ein SciFi-Horror-Thriller-Schocker mit Überlänge heraus, der mindestens FSK 16 bekäme.

Das Buch ist, ganz im Stile Hohlbeins, ein ziemlicher Wälzer. Ich weigere mich an dieser Stelle immer, so viel über den Inhalt zu sagen, weil ich ja nicht eine Geschichte wiedergeben, sondern euch zum Lesen animieren will. Deshalb nur so viel:
Die 30-jährige Rachel wird von Leuten verfolgt, die glauben, sie sei die Rettung der Menschheit. Die Sintflut hat begonnen, und ein Meteor rast auf die Erde zu. Der Pabst verheimlicht eine uralte Prophezeiung und es kommt zu ziemlich unangenehmen Situationen für die Hauptperson. Zu ihr gesellt sich Benedikt, der versucht ihr alles zu erklären, aber von dem sie nicht weiß, ob sie ihm glauben und vertrauen kann. Mit ihm macht sie sich auf die Suche nach einer Freundin, von der Benedikt behauptet, dass auch sie in Gefahr ist. Diese Odyssee bringt sie durch halb Europa und endet schließlich beim Pabst.
Das mag jetzt alles sehr verwirrend klingen, aber wie gesagt, ich will ja nicht zu viel verraten. Und wer Hohlbein kennt, der weiß, dass er eigentlich immer solch abstrakte Geschichten schreibt; entweder man liebt es oder man findet es total daneben.

Es gibt in diesem Buch viele Elemente, die man auch in "Das Druidentor" findet: Infernalische Beschreibungen einer der Apokalypse nahen Welt, der Versuch, alles irgendwie wissenschaftlich zu erklären, religiöse Gruppen, die Weltuntergangsstimmung verbreiten und ähnliches. Dennoch ist dieses Buch noch mehr Thriller als das eben genannte: Es ist blutiger, die Situationen, in die die Helden geraten, scheinen auswegloser. Und kaum einer ist der, der er zu sein scheint. Vor allem am Ende offenbaren sich so viele Spiegelbilder von Figuren, von denen man glaubte sie während des Buches recht gut kennengelernt zu haben. Böse wird Gut, Gut wird Böse und dann wieder Gut, oder etwa doch nicht...
Wenn man das Ende nicht aufmerksam genug liest, kann es passieren, dass man was Wichtiges nicht mitbekommt und dann leicht durcheinanderkommt. Aber im Großen und Ganzen ist der Text ein typischer Hohlbein: Nicht kompliziert geschrieben, mit recht gut überschaubarer Handlung, die auch vorangetrieben wird und nicht ewig irgendwo festhängt, und sehr detailierte Beschreibungen, die die Schauplätze so real wie möglich vorstellen lassen.

Religiösität und Glaube spielt in allen Büchern von Hohlbein eine mehr oder weniger wichtige Rolle. In diesem Buch trat aber zum ersten Mal (für mich, habe ja nicht alles von ihm gelesen) die direkte Konfrontation mit der katholischen Kirche in den Mittelpunkt. Es ist erstaunlich, einerseits zu beobachten, wie einfach sich die Gläubigen die Geschehnisse erklären und verarbeiten, wie schnell sie am Boden sind, wenn ihr Kartenhaus plötzlich zerbricht, andererseits zu sehen, wie schwer sich Atheisten doch tun überhaupt zu verstehen, was da vor sich geht.
Allein schon deswegen ein Grund, dieses Buch zu lesen.

Okay, obwohl ich ein Fan von Hohlbein bin, gebe ich zu, dass die Story nicht einfach ist, nicht vom Text her, sondern von der Denkweise her. Deshalb empfehle ich Leuten, die noch nie mit Hohlbein zu tun hatten, vorher mit einem anderen Buch "einzusteigen", z.B. "Die Moorhexe" oder "Das Druidentor". Fans bzw. "Eingelesenen" ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen.


PS: Gilt für alle meine Berichte: ich würde mich freuen, wenn alle, die meinen Bericht nicht als sehr hilfreich empfinden, doch mal einen Kommentar schreiben, was ihnen nicht gefällt. Schließlich will ich mich ja weiterentwickeln.

Basti
www.dove-networks.de


Geschrieben am: 03. Apr 2003, 12:43   von: dove-networks



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