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Übersicht > Unterhaltung > Videofilme

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Unterhaltsame und leicht verständliche Einführung in die klassische Musik.

Nachteile:
Nicht alles beruht auf Fakten und Tatsachen.




Mozart hat schuld daran,.....
Bericht wurde 4588 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

.....daß ich heute Antiquitäten verkaufe, denn durch diesen Film wurde mein Interesse an klassische Musik, Geschichte und Kultur geweckt.

In 1984 war ich gerade mal 19 Lenzen alt und klassische Musik interessierte mich in etwa soviel wie eine Altersvorsorge; gar nicht also. Und dann hörte ich auf einmal diese Musik im Fernsehen, als man den Trailer vorstellte; irgendwie hakten sich diese Noten in meinem Gehirn fest - ich MUßTE diesen Film einfach sehen. Magisch zogen mich die Klänge ins Kino und es fing eine Leidenschaft an, die bis heute dauert. Ganze 32x bin ich ins Kino gerannt, um mir Amadeus anzusehen und war traurig als die Schlußvorstellung lief. Abend an Abend saß ich im Kino; eingemummelt in meiner Strickjacke und ließ Musik und Schauplätze an meine Seele zupfen. Gänsehaut pur, sage ich da immer. TempoAW würde Nippelwetter dazu sagen, aber Tatsache ist wohl, daß mich bis jetzt nie ein Film mehr berühren konnte wie Amadeus es tat und bis heute tut; das Video habe ich mittlerweile auch bereits an die 70x gesehen.

°°° STORY °°°
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Wien im Winter 1823....wir hören einen alten Mann voller Verzweiflung flehen und betteln um Gnade für seine Untaten und nur wenig später sehen wir, wie dieser Mann versucht sich das Leben zu nehmen. Die Geschichte um Wolfgang Amadeuas Mozart nimmt einen Anfang am Ende des Lebens von Antonio Salieri; sein größter Neider und Widersacher. Salieri gibt sich, voller Schuldgefühle und Minderwertigkeitskomplexe, die Schuld an Mozarts frühem Tod. Nach dem Mißglückten Selbstmordversuch, wird Salieri in eine Irrenanstalt gebracht und beichtet dort seine Sünden.

Der Film ist ein Rückblick auf Salieris Leben und ist quasi die Verbildlichung von Salieris Beichte an Kaplan Vogler.

Salieri war einst ein begnadigter Musiker und wurde in Wien sehr berühmt und war sogar Hofkomponist von Kaiser Joseph II. Und dann....kam Mozart. Mit seine 26 Lenzen stellt er alles in den Schatten, was Salieri sich jemals erträumt hätte; Musik schreiben die so schön ist, das sogar Gott davon berührt werden würde und ihm ewigen Ruhm schenken würde.

Mozart macht Salieri da einen gründlichen Strich durch die Rechnung und Salieri gerät in den Würgegriff einer grünen Schlange namens Neid. Er erschleicht sich Mozarts Freundschaft um so hinter dem Geheimnis von dessen Erfolg zu kommen. Salieri kann es nicht verstehen, das Gott soviel Talent an einem pubertierenden und promiskuen Jungenmann verschwenden würde. Mozart ist als Gottes Instrument auserwählt worden - Salieri dagegen zu ewigem Mittelmaß verdammt, trotz seines inbrünstigen Vorsatzes, Gott zu loben. Wütend und fordernd schreit er zum Himmel: "Warum weckst du in mir den Wunsch zu dienen, um mir dann das Talent vorzuenthalten? Warum vergeudest du dein göttliches Genie an Mozart, der weder ein guter noch ein keuscher Mensch ist?" Doch im leuchtenden Feuer der Kunst spielt "das Gute" keine Rolle. Und aus diesem Grund gelobt Salieri, alles in seiner Macht stehende zu tun, um Gottes fleischgewordenes Genie - Mozart - zu ruinieren.

Die restliche Filmzeit zeigt uns wie Salieri verzweifelt versucht diesen Schwur in der Tat umzusetzen und Salieri gelingt dies tatsächlich auch durch seine fießen und hinterhältigen Intrigen; schnell ist Mozart arm wie eine Kirchenmaus, von Eltern und Ehefrau verlassen und von der Gesellschaft geächtet. Sogar der kaiserliche Hof will von Mozart nichts mehr wissen. Salieri sieht was er angerichtet hat und versucht dieses Talent, das dort vor sich hinstirbt zu retten, aber es ist zu spät....Mozart stirbt und Salieri wird den Rest seines Lebens voller Schuldkomplexe in seinem Mittelmaß leben und wissen was er angerichtet hat.

°°° REALITÄT °°°
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Der Film wollte so authentisch (zumindest wo es den Schauplätzen betrifft) wie möglich sein und wurde zum Großteil an original Schauplätze aus der Zeit gedreht. Das Volkstheater wurde sogar komplett neu gebaut, inklusive 700 Sitzplätze. Das für den Film nachgebaute Theater war Schauplatz für die Parodie-Aufführung und die Ausschnitte aus Mozarts Oper "Die Zauberflöte", die in Schikaneders Theater uraufgeführt wurde. 100 Handwerker benötigten sechs Wochen, um das Set zu errichten.

Das Tyl-Theater in Prag ist wohl der realste Schauplatz in diesem Film; hier hat Mozart wirklich, vor über 200 Jahren, die Uraufführung seines "Don Giovanni" dirigiert. Kann man Geschichte noch näher kommen? Kann man noch ursprünglichere Filmszenen drehen? Das Tyl-Theater, habe ich schon sehr oft besucht; es ist eine wahre Freude dieses Theater zu besuchen. Komplett aus Holz gebaut, ist es einer der wenigen Theatern aus dem 18. Jahrhundert, die heute noch existieren. Hier zu laufen und zu wissen das Mozart diesen Boden berührt hat, diese Luft geatmet hat.......faszinierend.

Damit alles so echt wie möglich wirkte, wurden die Sets mit Kronleuchter und Kerzen aus der Zeit von Mozart beleuchtet; ganze 27.000 Kerzen wurden so verbraucht.

°°° SCHAUPLÄTZE °°°
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Das Irrenhaus in Wien, wo Salieri sein Dasein gefristet hat, hat es nie gegeben. Salieri war nie in eine Irrenanstalt. Im Film sehen wir aber eins; hier handelt es sich um das Kloster Strahov in Prag, gelegen auf der Prager Burcht. Einen Besuch ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten nicht möglich (bis Mai 2003). °°° UPDATE 12.09.2003: Besuche des Klosters sind wieder möglich, da alle Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind.

Im Film wird über den Aufenthalt von Mozart in Prag geredet und seine Liäson mit einer Opernsängerin: Katerine Cavalieri. Im Film wird hierüber schnell hinweggegangen und dabei wäre gerade dieser Aspekt aus Mozarts Leben so interessant gewesen. Cavalieri und Mozart hatten ihr Liebesnest in Villa Bertramka, Prag. Diese Villa ist heute ein Museum und wurde so belassen, wie das Liebespaar damals alles zurückgelassen hat. Hier zu verweilen, macht einem ganz demütig und es wurde mir kalt und warm ums Herz, als ich hier zum ersten Mal war. Über den 400 Jahre alten Teppich bewog ich mich von Raum zu Raum, begleitet von Mozarts Musik im Hintergund, und entdeckte so meine heutige Liebe für Geschichte. Auch wenn ich jedes Jahr mehrmals in Prag bin; in Villa Bertramka kehre ich immmer wieder ein, um Mozarts Nähe zu spüren.

Die Villa Bertramka kann man mit dem Tram erreichen; bis zum jüdischem Ghetto fahren und dann noch zehn Minuten Fußweg. Hinter Villa Bertramka liegt eine Treppe aus Holzstämme. Der Aufstieg dauert etwa 20 Minuten; wer sich diese Mühe nimmt wird ein anderes Stück der jüngeren Musikgeschichte bewundern können - oben an dieser Treppe, stehen etwa 25 Häuser; in dem Haus mit der Nummer 10 wohnt Karel Gott.

°°° WAS SAGT UNS DER FILM? °°°
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Milos Forman vesuchte erst gar nicht eine korrekte Darstellung von Mozarts Leben zu zeigen; er fand es eher inspirierend uns zu zeigen, wie es hätte sein können. Schließlich ist das Ende von Mozarts Leben mit viele Geheimnisse umgeben und Forman wollte uns nur Denkanstöße dazu geben.

Wer sich ein bisschen mit Mozart befaßt hat, wird trotzdem sehr viel erkennen, das auf wahre Tatsachen beruht. Nur war Salieri nie sooo berühmt am Wiener Hof wie der Film es uns glauben läßt. Und Mozart wurde zwar von einem geheimnisvollen Mäzen bezahlt um dessen Totenmesse zu schreiben, die am Ende seine eigene sein würde, aber Salieri hat nie den sterbenskranken Mozart bei der Komposition und das Libretto geholfen.

°°° EMPFEHLUNG °°°
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Ja, ja und nochmal ja! Seht euch den Film an. Laßt euch mitschleppen durch die Klänge von Don Giovanni, Die Zauberflöte und Figaro´s Hochzeit. Laßt euch entzücken durch die grandios in Szene gesetzten Ballszenen und Kostüme. Laßt euch von der Geschichte in eurem Bann ziehen und werdet genauso süchtig nach Mozart und Geschichte, wie ich es geworden bin.

°°° FILMFAKTEN °°°
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Amadeus (Peter Shaffer's Amadeus)
Regie: Milos Forman, Drehbuch: Peter Shaffer, nach seinem gleichnamigen Bühnenstück, Nena Danevic, Michael Chandler, Kamera: Miroslav Ondricek, Musik-Koordination: John Strauss, Produktions-Design: Patricia von Brandenstein, Choreographie und Oper-Inszenierung: Twyla Tharp, Kostüme: Theodor Pistek, Bühnen-Design: Josef Svoboda, Produzent: Saul Zaentz, Ausführende Produzenten: Michael Hausman, Bertil Ohlsson; Darsteller: F. Murray Abraham (Antonio Salieri), Tom Hulce (Wolfgang Amadeus Mozart), Elisabeth Berridge (Constanze Mozart), Simon Callow (Emanuel Schikaneder), Roy Dotrice (Leopold Mozart), Christine Ebesole (Katerina Kavalieri), Jeffrey Jones (Joseph II.), Charles Kay (Graf Orsini-Rosenberg), Roderick Cook (Graf von Strack), Milan Demjanenko (Karl Mozart), Peter Digesu (Francesco Salieri), Patrick Hines (Kapellmeister Bonno), Nicholas Kepros (Erzbischof Coloredo), Herman Meckler (Priester), Philip Lenkowsky (Salieris Diener), Jonathan Moore (Baron van Swieten), Cynthia Nixon (Lori), John Strauss (Dirigent) u.a.; Orchester: Academy Of St. Martin In The Fields unter der Leitung von Sir Neville Marriner, Chöre: Academy Chorus Of St. Martin In The Fields unter der Leitung von Laszlo Heltay, Ambrosian Opera Chorus unter der Leitung von John McCarthy, The Choristers Of Westminster Abbey unter der Leitung von Simon Preston.

USA 1984/2001, Länge: 153/171 Min., FSK: ab 12 Jahren, Verleih: Warner Bros.
QUELLE FÜR DIE FILMDATEN: http://filmrezension.de/filme/amadeus.shtml

Der Film bekam 8 Oskars und hat mein Leben positiv beeinflußt.

Copyright by Ilonka Liska, für www.q-test.de, www,ciao.de(13.08.2002), www.yopi.de und www.dooyoo.de


Geschrieben am: 07. Oct 2003, 12:34   von: 15081965



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