| KONTAKT | | HILFE | | HOMEPAGE |
 MyReise   MyTickets   MyShopping 
 
    STARTSEITE
Suche in
  Auswahl

Kategorie:

Aktuelles
Was ist Q-Test.de
Geld verdienen
Mitglied werden
Kontakt

  User Login
Username

Passwort



Passwort vergessen ?
 

Übersicht > Reisen > Urlaubsziele > Afrika

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
jede Menge Landschaft

Nachteile:
Im Sommer zu heiss




Namibia, immer eine Reise wert
Bericht wurde 2911 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Meine Frau und ich bereisten Namibia im September /Oktober letzten Jahres.

Nach 9,5 Stunden Flug mit der LTU landeten wir um 7.30 auf dem internationalen Flughafen von Windhoek. Bereits zu Hause hatten wir geplant, an diesem ersten Tag schon ein kleines Stück in Richtung Süden zu fahren (der Tag ist ja noch frisch).

Unsere erste gebuchte Übernachtung war in der Anib Lodge Nähe Mariental, ca. 280 km vom Flughafen entfernt. Fahrtzeit hatten wir uns mit 3 - 3,5 Stunden ausgerechnet. Während des Fluges hatten wir noch im Reiseführer gestöbert und den Tip entdeckt, nicht über die B1 sondern über einige landschaftlich reizvolle Nebenstraßen zur Lodge zu fahren.

Nach Übernahme des Mietwagens also los. Bereits nach wenigen Kilometern liefen die ersten Perlhühner über die Fahrbahn, kurz darauf ein Warzenschwein und einige Paviane. Toll, so hatten wir uns Afrika vorgestellt.

Nach ca. 40 km stellte sich dann ein kleiner Mangel im Reiseführer heraus, der Asphalt war zu Ende! Der gute Herr Ivanowski hatte nicht erwähnt, daß 190 km von den 280 km Schotterpiste war!!

Pads waren wir noch nie gefahren, aber was soll's, wir haben Urlaub. Die ersten 50 km waren auch noch relativ moderat, nach anfänglichem Herantasten an die Geschwindigkeit ging es doch relativ zügig mit 60-70 km/h durch die wirklich sehenswerte Landschaft. Dann kamen aber Wegstrecken, die man nur mit 40-50 km/h befahren konnte, stellenweise noch weniger. Richtungsschilder kamen ab und an, aber nie mit Angaben, wie weit es denn zum ausgeschilderten Ort ist.

------------- A C H T U N G --------------
Alljährlich verzeichnen die Autovermieter in Namibia zahlreiche tödliche Unfälle, vielfach mit deutschen Touristen (Mitte Oktober diesen Jahres kamen wieder 6 Urlauber ums Leben). Ursache ist meistens ein Roll-Over. Ungeübte Fahrer geraten auf den leicht gewölbten Schotterstrassen zu weit an den Rand und reissen dann das Steuer abrupt herum. Oder die Geschwindigkeit ist viel zu hoch. Man KANN zwar über 100 km/h auf Schotter fahren, es KANN auch gutgehen. Bei der kleinsten Reifenpanne oder einer Schildkröte auf der Fahrbahn ist bei dieser zu hohen Geschwindigkeit jedoch Feierabend!!
Vor allem leichte Geländefahrzeuge mit einem hoch liegendem Schwerpunkt reagieren auf solche Fahrfehler mit einem Rollen um die Längsachse. Der Wagen überschlägt sich.

Im allgemeinen wird kein Geländewagen für die Namibia Reise benötigt. Lediglich im Sossusvlei, im Kaudom National Park, im Kaokoveld und bei Fahrten durch Dünensand am Strand oder in Flussbetten geht es nicht ohne 4WD. Wer durch weichen Sand fährt, sollte den Reifendruck auf allen Rädern stark reduzieren. Die Reifen müssen weich wie Luftballons sein, dann sinkt man nicht so tief ein und kommt am besten durch. Luftpumpe mitnehmen, um nachher wieder aufzufüllen!

Außer einem LKW und einem Eselskarren haben wir auf den ersten 250 km niemanden auf der Straße getroffen. Die Landschaft wechselt allmählich, zu den gelben, vertrockneten Grasbüscheln gesellen sich langsam die ersten Anzeichen der Kalahari, nämlich rote Sandhügel, ein toller Kontrast. Nach 4,5 Stunden war es dann soweit, wir endlich hatten die Lodge erreicht, aber doch ganz schön geschlaucht, wir hätten besser doch die B1 fahren sollen.

In der Lodge wurden wir von Victoria und Ernst Dukes (ein Wiener Ehepaar - keine Österreicher !-) äußerst freundlich begrüßt und sofort mit kühlen Getränken und einem köstlichen Salat mit Springbockwurst in den Schatten gesetzt. Diese Lodge war früher einmal Teil einer Farm, ist jedoch seit einigen Jahren nur noch auf den Tourismus ausgerichtet.

Nachdem wir uns ausgeruht und unser Zimmer bezogen hatten machten wir einen kurzen Gang in die nähere Umgebung. Hunderte von mehr oder weniger bunten Vögeln nisten in den Bäumen und Sträuchern, Erdmännchen flitzen durch das gelbe Gras.

Man bietet uns an, an der täglichen Sundowner-Fahrt teilzunehmen, was wir natürlich auch machen. In einem großen, offenen Landrover geht es ins Gelände zur Tierbeobachtung. Wir werden ganz schön durchgeschüttelt, den Ernst fährt nach unserer Ansicht nach ziemlich planlos und wild durch die Gegend. Tiere sehen wir dann aber doch genug, Springböcke, Oryxantilopen, Strauße, Geier und Löffelhunde. Als es langsam dunkel wird, parken wir auf einem Hügel und genießen bei gekühlten Drinks den Sonnenuntergang. Glücklicherweise sind Wolken vorhanden und es bietet sich uns ein sagenhaftes Farbenschauspiel. Nachdem die Sonne hinter den Horizont "geplumpst" ist - geht ruckzuck - fahren wir OHNE Licht zurück zur Lodge (wenn man den Katzenaugen hat !). Nach Einbruch der Dunkelheit wird es auch sofort um 15 Grad kühler, eine Jacke für die Nieren ist schon praktisch.

Kurz frisch machen, dann zum gemeinschaftlichen Abendessen. Victoria erklärt was es alles zu essen gibt, eine einheimische Küchenhilfe übersetzt dann in Nama (mit Klicks und Klacks in der Sprache, die man als Europäer nur bewundern aber nicht nachmachen kann). Bei einer guten Flasche Rotwein sitzt man nach dem Essen noch zusammen und hört sich die Erfahrungen der anderen Gäste an, die z.T. bereits seit einigen Wochen im Land sind. Note : "sehr empfehlenswert", diese Gespräche ersetzen einen kompletten Reiseführer.

Um 22 Uhr sind wir dann doch zu müde und gehen zu Bett. Den nächsten Tag vertrödeln wir auf der Lodge und genießen den ersten "richtigen" Urlaubstag.

Am nächsten Morgen geht es weiter Richtung Namaqualand (RSA) zu den Wildblumen. Wir fahren auf der B1, die wir uns irgendwie als Autobahn vorgestellt hatten (Hauptverbindungsstraße von Windhoek nach Südafrika). In Deutschland währe das eine normale Landstraße! Landschaftlich reizvoll ist die Strecke, die Bodenbeschaffenheit rechts und links der Straße wechselt von grauen Kieseln über rote Felsen zu schwarzen Felsen und wieder zurück. Namibia ist in diesem Teil ziemlich hügelig, es geht immer wieder auf und ab. Die Vegetation ist ziemlich einheitlich strohgelbes Gras durchsetzt mit Büschen und Akazien.

Nach der Überquerung des Oranje (Grenzfluß zu Südafrika) ändert sich schlagartig das Bild. Es wird bunt durch Millionen von blühenden Pflanzen.

Nach gut 2 Wochen Südafrika kehren wir über Upington zurück nach Namibia.

Die Temperaturen haben sich gut entwickelt, es ist tagsüber immer über 30°C. Unsere erste Station wieder in Nambia zurückgekehrt ist Keetmannshoop. Wir übernachten im Canyon Hotel - sauber aber nichtssagend, bis auf den Kartoffelsalat ! für einen deutschen Bus -. Den Köchebaumwald haben wir uns gespart (zu müde nach 600 km Fahrt), diese Pflanzen hatten wir schon in Südafrika zur Genüge gesehen.

Am nächsten Morgen dann weiter zum Sossusvlei, wie gehabt erste Strecke Asphalt, dann Schotter. Das letzte Stück zieht sich dann gewaltig (sind wir hier denn überhaupt richtig ?), aber dann sind wir dann doch da. Aus einem Prospekt hatten wir uns die Mövenpick Lodge herausgesucht, die wir dann in Sesriem auch gesucht haben (1 Tankstelle + 7 Häuser). Diese war mittlerweile nicht mehr Mövenpick, aber was solls. Es war nun gut warm (über 40°C) und nachts kühlte es sich nicht mehr richtig ab.

Das Sossusvlei ist ein Muss für jeden Namibiabesucher (siehe separaten Bericht).

Nach 3 Tagen ging es dann weiter nach Windhoek (Zivilisation mit Klimanalage zu mir!). Jetzt waren wir den Schotter ja schon gewöhnt und fuhren bewußt Nebenstraßen um nochmal die grandiose Landschaft in uns aufzunehmen.

Hinweis : wenn ein Einheimischer sagt, es wäre eine gute Straße, ist das relativ!! Gute Straße kann meinen : bei gutem Wetter und angepasster Geschwindigkeit braucht man nicht an allen Stellen 4WD !!!

Gewohnt haben wir dort im Windhoek Country Club Resort (4 Sterne). Die beiden letzten Tage wollten wir noch genießen. Im Gegensatz zum Sossusvlei haben wir uns abends auf "kühlem Leinen" gebettet und mußten nicht suchen, wer denn die Wärmeflasche ins Bett gepackt hatte. Mit DM 300 für das Zimmer war es ganz schön teuer, aber das war es uns wert.

Windhoek selber war für uns nicht so unbedingt die ultimative kulturelle Herausforderung. Für ein abschließendes Shopping und den Kauf von Souvenirs aber ok. Wenn man bei 40°C lederbehoste deutsche Touristen trifft und die Weihnachtsdekoration angebracht wird, kann man ein Lachen manchmal nicht unterdrücken.

FAZIT :

Für den Naturfreund ist Namibia immer eine Reise wert.


Geschrieben am: 15. Apr 2002, 10:49   von: amrum



Bewertungen   Übersicht


Weitere Infos? Versuchen Sie doch mal folgende Suchen bei Google:

Alle evtl. aufgeführten Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern und unterliegen den jeweiligen Bestimmungen.


Was ist Q-Test.de | Impressum | Werbung | Geld verdienen | Banner | Counter | Preisvergleich | Download