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Übersicht > Familie > Haustiere > Fische > Malawibuntbarsche allgemein

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Ein interessanter Fisch für Aquarianer, die ihm optimale Bedingungen bieten können.

Nachteile:
Innerartliche Rivalitäten unter Männchen. Kein Anfängerfisch!!




Ich finde ihn faszinierend
Bericht wurde 3172 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Wer so meine ganzen Berichte verfolgt, wird sehr leicht fest gestellt haben, dass ich ein eingefleischter Aquarianer bin. Mein Spezialgebiet sind die maulbrütenden Buntbarsche aus den ostafrikanischen Grabenbruchseen.
Hauptsächlich aus dem Malawisee. Viele dieser hier heimischen Barsche könnte man auf Grund ihrer Farbenpracht leicht als Kopien aus den tropischen Ozeanen betrachten.

Einen sehr interessanten Bewohner dieses Sees möchte ich hier einmal vorstellen:
Das ist der Pfauenmaulbrüter (Nimbochromis venustus). Seine Heimat ist der Malawisee. Er kommt nur hier vor, ist somit endemisch.


Diese Art wurde erstmal 1970 in Deutschland eingeführt und ist seitdem ein sehr beliebter Aquarienfisch für den fortgeschrittenen Aquarianer.

Ausgewachsen erreicht ein Venustus-Männchen eine Länge bis 25 cm, wobei die Weibchen nur etwa 20 cm gross werden. Diese Art zeigt einen deutlichen Sexualdichromatismus. Die geschlechtsreifen Männchen sind gelb-grün und haben einen matallicblauen Kopf bis in die Kiemenregion. Vom Maul aus zieht sich über die Stirn ein gelber, bei manchen Exemplaren auch weisser breiter Streifen bis in die Rückenflosse. Die Weibchen bleiben unscheinbar grau-braun mit weissen Linien, die an ein Rauten- oder Giraffenmuster erinnern. Die Jungfischfärbung ist mit der Färbung der Weibchen identisch.

Geschlechtsreife Männchen sind revierbildend und laichen immer mit mehreren Weibchen.
Gegenüber Artgenossen sind die Tiere aggressiv und unverträglich. Die Art wühlt zwar etwas, lässt aber vorhandene Pflanzen weitgehend in Ruhe.

Die Art Nimbochromis venustus sollte nicht in einem Becken gepflegt werden, das kleiner als 200 Liter ist. Sie bevorzugt im Hintergrund Steinaufbauten bis unter die Wasseroberfläche mit vielen Verstecken, damit unterlegene Männchen und Weibchen hier Unterschlupf finden können, wenn das dominierende Männchen seine Artgenossen jagt. Im Vordergrund ist eine Sandzone mit Randbepflanzung, soweit es andere Mitbewohner zulassen, von Vorteil.

Die Zucht erfolgt bei einer Wassertemperatur von 26° bis 29° C. Der Venustus gehört, wie sämtliche Malawibuntbarsche, zu den Maulbrütern im weiblichen Geschlecht. Das bedeutet, dass nur das Weibchen die Eier und Larven im Maul brütet. Die Eizahl kann bis zu 120 Stück betragen. Das Weibchen betreibt eine intensivere Pflege, als alle anderen Nimbochromis-Arten. Es pflegt die Jungfische noch bis etwa 10 Tage nach dem Entlassen und nimmt sie nachts wieder ins Maul auf.

In seiner Heimat ist N. venustus ein arger Räuber, zeigt aber im Aquarium bei ausreichender Fütterung dieses Verhalten selten.
Diese Art nimmt Lebendfutter jeglicher Sorte, benötigt aber auch pflanzliche Beikost (Salat, Spinat usw.) und frisst auch gerne Flockenfutter.

Zur Gattung Nimbochromis gehören weitere Arten, wie N. fuscotaeniatus, N. polystigma, N. linni und N. livingstonii, die alle eine Größe bis 25 cm erreichen können.
Alle diese Arten sind große Räuber, wobei letztere Art eine besondere Fangtechnik entwickelte. N. livingstonii legt sich auf den Bodengrund und stellt sich tot. Nähert sich ihm ein unerfahrener Jungfisch, wird er einfach geschluckt.

Ich züchte diese Art bereits seit 1998 mit Erfolg.

Für Aquarianer, die das Besondere lieben ist der Pfauenmaulbrüter ein willkommener Pflegling, dessen Haltung recht einfach ist und die Zucht ohne größere Probleme erfolgt.
Will man die Jungfische aufziehen, sollte das maulbrütende Weibchen in ein separates Becken gesetzt werden. Das Herausfangen muss aber sehr vorsichtig erfolgen, weil gestresste Weibchen dazu neigen, ihre gesamte Brut aus zu spucken und dann nicht mehr aufnehmen. Das ist mir schon selbst ein paar Mal passiert und fange sie nur noch nachts, wenn sie schlafen.

Bein Hantieren im Aquarium kann es durchaus möglich sein, das man gebissen wird. Der Biss ist aber nicht schmerzhaft. Eher ein kräftigeres Zwicken.

Im Handel kann man Jungfische ab ca. € 10,-- erhalten.

Ich denke, dass alles Wesentliche hier in diesem Bericht von mir erfasst wurde. Sollten dennoch Fragen offen bleiben, so stellt sie mir bitte auf dem kommentariellen Weg. Auf meiner HP kann man diese Art betrachten.

Vielen Dank für’s Lesen

Mir aquarianischen Grüßen

Euer Sepp


Geschrieben am: 19. Mar 2003, 15:24   von: wuschel111



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