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Katzenschnupfen – Wie Frau Huber damit fertig wurde
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Katzenschnupfen – Wie Frau Huber damit fertig wurde

Anfang November 2002 bekamen wir von einem Freund ein junges Kätzchen im Alter von etwa sechs Wochen. Schwarz mit grünen Augen, ein kleiner Puma. Als wir es abholten, tränte das linke Auge etwas, was wir aber nicht so beachteten. Zu Hause angelangt machte es sich auch gleich über das bereitgestellte Futter her und spielte mit den Kindern.

Nun tauchte zwangsläufig die Frage über den Namen auf, den das Kätzchen bekommen sollte. Weil wir so über die Namensgebung nicht schlüssig wurden, stellte ich auch eine Anfrage bei TO. Viele Vorschläge wie Scheherezade, Hanna, Bimba, La Noire, Bijou, Billy, Bimbo und viele, viele andere, wohlklingende Namen für unsere Kleine wurden hier abgegeben. Aber keiner entsprach unseren Vorstellungen.
Da fiel mir ein, dass in Dingolfing ein Hund den Namen „Herr Müller“ erhalten hatte gg. Folglich machte ich den Vorschlag, die kleine Katze „Frau Huber“ zu nennen, was anfänglich mit großem Schmunzeln beantwortet wurde. Was ursprünglich von mir als Gageinlage gelten sollte, wurde aber dennoch mit großer Begeisterung von den Kindern aufgenommen. So heisst sie jetzt „Frau Huber“.
Nun, als sich das tränende Auge bei Frau Huber nach zwei Tagen verschlechtert hatte, sie ständig nieste, Fieber hatte, wenig Appetit zeigte und auch nicht mehr so aktiv war, vereinbarte ich einen Termin bei meiner Tierärztin. Diese diagnostizierte sofort Katzenschnupfen im Anfangsstadium. Verpasste Frau Huber gleich drei Injektionen (Antibiotika, usw. ) und verabreichte eine Augensalbe.
Ab dem nächsten Tag stellte sie die Futteraufnahme total ein. An dem darauf folgenden Tag ebenfalls und das Fell war stumpf. Was uns wieder zu einem Tierarztbesuch veranlasste. Wenn Frau Huber sich schon in unserer Obhut befindet, dann hat sie auch das Recht auf freie Heilfürsorge! Sie war ja schließlich nur noch aus Haut und Knochen und wog gerade mal 550 Gramm (Für meine österreichischen Leser: 55 Dekagramm). Und wieder bekam sie drei Injektionen: Antibiotika, Kreislauf und zum Aufbau des Immunsystems. Weiter gab uns die Tierärztin den Rat, Frau Huber zwangsernähren. Sie gab uns auch gleich ein paar Tüten Katzenmilch (teiladaptiert) mit. Eine Tüte entspricht einer Tagesration und wird mit ca. 125 ml Wasser angerührt. Verabreicht mittels einer Ampulle. So alle zwei Stunden gut 10 ml.
Bei einem dritten Tierarztbesuch wurden ihr noch mal 2 Injektionen verpasst (Antiserum, Aufbau).
Und jetzt waren ein paar Tage Zwangsernährung angesagt: Von morgens 08.00 Uhr bis Abends um 22.00 Uhr alle zwei Stunden eine Ampulle mit gute 10 ml von dieser angerührten Katzennahrung. Die Verabreichung erfolgte vorsichtig direkt in den Mund, was manchmal auch mit Abwehrreaktionen der Kleinen erwidert wurde. Kratzspuren an meinen Händen sind heute noch zu erkennen. Nachdem wir zur Verabreichung einer Ampulle anfangs etwa eine halbe Stunde benötigten, dauerte es am fünften Tag der Zwangsernährung nur noch gute fünf Minuten bis sie leer war. Das brachte mich auf die Idee, sie mal vor den Futternapf zu setzen. Und siehe da, nach ein paar Minuten Schnüffeln begann sie zu fressen. Unsere Freude war riesengroß.
Jetzt nachdem die Krankheit überstanden ist hat sie schon über 200 g zugenommen und erfreut uns mit ihrer Lebhaftigkeit. Durch die Zwangsernährung hatte sie viel Kontakt zu uns und jetzt, auf dem Weg der Genesung zeigt sie ihre Bindung zu uns immer wieder. Sie läuft uns nach wie ein kleiner Hund und weicht uns nicht mehr von der Seite. Sobald jemand sitzt, ist Frau Huber auch da.
Der Katzenschnupfen ist mit dem menschlichen Schnupfen nicht zu vergleichen. Da verschiedene Erreger (Viren und Bakterien) für diese Krankheit verantwortlich sind, wird diese Krankheit auch besser als Katzenschnupfenkomplex bezeichnet.
Die Übertragung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion (Nasensekret, Speichel) , der Schnupfen beginnt 4-6 Tage nach der Infektion mit tränenden Augen, Speichelfluss, zuerst wässrigem dann eitrigem Nasenausfluss und Fieber. Die Katzen fressen nichts mehr, zum einen aufgrund der offenen Mundschleimhaut, zum anderen weil ihr Geruchssinn stark beeinträchtigt ist. Die Krankheitsdauer beträgt durchschnittlich 10 Tage, sie kann jedoch vor allem bei immunschwachen und bei Jungtieren in eine chronische Erkrankung übergehen. Vor allem wenn Herpesviren am Schnupfenkomplex beteiligt sind, entwickelt sich oft ein chronisches Leiden, da Herpesviren sehr schlecht vom Abwehrsystem in Schach gehalten werden können (ähnlich wie mit den Fieberblasen beim Mensch).
Genauso komplex wie die Erkrankung gestaltet sich auch die Behandlung. Im akuten Stadium müssen Antibiotika gegen die Bakterien eingesetzt werden. Gegen Viren gibt es kein vergleichbares Medikament hier muß die körpereigene Abwehr aktiv werden, welche mit verschiedenen Homöopathika stimuliert werden kann. Bei starkem Augenausfluß sind Augensalben notwendig, da es sonst zu schmerzhaften Hornhautveränderungen kommen kann. Inhalieren ist ebenfalls nützlich, jedoch nicht mit ätherischen Ölen, da diese von Katzen nicht vertragen werden. Wenn die Katzen weder Nahrung noch Flüssigkeit zu sich nehmen, müssen sie künstlich über Infusionen, Ampullen bzw. Sonden ernährt werden. Ein akuter Flüssigkeitsmangel könnte die Katze in einen lebensbedrohlichen Zustand (Nierenversagen!) bringen. Chronisch erkrankte Katzen können ihr Leben lang immer wieder an einem akuten Schub erkranken. Solche Katzen brauchen deshalb regelmäßige tierärztliche Behandlung.
Wenngleich die Impfung keinen hundertprozentiger Schutz vor einer Infektion darstellt, ist sie die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen diese Infektion. Geimpfte Katzen erkranken weit seltener und weniger heftig als nicht geimpfte Tiere. Begleitend ist es wichtig, die Tiere möglichst wenig Stress und möglichst wenig Kontakt mit fremden Katzen auszusetzen.
Frau Huber hat also den Katzenschnupfen überstanden und ist jetzt vitaler als an jenem Tag, an dem wir sie holten. Ich hoffe, dass sie eine solche Prozedur nicht noch mal durchstehen muss. Sie ist stark und hat diese Krankheit überstanden. Schwächere Tiere hätten da wohl nicht überlebt.
Vielen Dank fürs Lesen

Euer Sepp
mit Frau Huber

Miauuuuuuuu



Geschrieben am: 30. Mar 2003, 06:59   von: wuschel111



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