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Übersicht > Familie > Haustiere > Katzen > Katzenspielzeug > TRIXIE Spielmaus für Türrahmen

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
nix

Nachteile:
lockerer Bügel, die Katze kann sich mit der langen Schnur strangulieren, hält nicht lange




Gefährliches Spielzeug
Bericht wurde 2685 mal gelesen Produktbewertung:  ungenügend
Bericht wurde 5 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Bei der Wohnungsübergabe meiner neuen Bleibe kam der Hauswart vorbei, um die Heizung abzulesen. Ich schob das Sofa beiseite, und er kniete sich vor den Heizkörper. Statt jedoch wie geplant den Zähler abzulesen, sächselte der Hauswirt entgeistert los:“ Was ist denn das für ein Ding? Wir haben ja auch so einen, aber der ist bei weitem nicht so FETT!“ Die Rede war von Björn, der sich aus lauter Angst vor der fremden Stimme mal wieder unter der Heizung verkrochen hatte. Nun schaute er den Hauswirt allerdings eher säuerlich als furchtsam an. auch Katzen haben Gefühle und wollen nicht ständig auf die Tatsache hingewiesen werden, dass Kopf und Oberkörper derart ineinander übergehen, so dass man denken könnte, der massige Schädel würde direkt auf den Schultern sitzen. Und wenn ich ihn mir mal genauer anschaute, fand ich Björn auch gar nicht so dick. Okay, er hat schon eine gut ausgeprägte Wamme, die von der Kastration herrührt und durch sein faules Leben begünstigt wird. Aber es sieht witzig aus, wenn Björn durch das Zimmer stampft und der Bauchlappen lustig von einer Seite zur anderen schwingt.

Als einige Zeit später meine Eltern zu Besuch waren und sie Björn verschreckt von einer Seite des Zimmers in die andere huschen sahen, fragte meine Mutter erstaunt, seit wann wir unseren Kater gegen einen Pitbull ausgetauscht hätten. Ist Björn wirklich so dick, oder lag es nur daran, dass meine Mom nur ihre Lesebrille dabei hatte? Langsam fing ich an, Björn bei seinen ausgedehnten Siestas zu beobachten. Nun bekam es plötzlich alles einen Sinn: der Schreibtisch, der unter Björns eleganten Sprüngen erzitterte. Die Tatsache, dass ich ihn durch das Nebenzimmer laufen höre, obwohl eine Wand zwischen uns liegt. Ein altersschwacher Schreibtisch und dünne Wände sind nicht das Problem; Björn ist schlicht zu fett. Doch nun haben seine 3 Gänge Menüs und die täglichen 15 Stunden Schönheitsschlaf ein Ende, denn es wird abgespeckt!

Neben einem umgestellten Futterplan habe ich mir Möglichkeiten überlegt, meinen dicken Hauskater ein wenig aus der Reserve zu locken. Spielbälle und Mäuse werden ein paar Mal von ihm durch das Zimmer gekickt und landen unter dem nächsten Schrank, wo sie erst wieder auftauchen, wenn ich die Möbel für eine Umzug abrücke. Auf diese Art habe ich in meiner alten Wohnung drei Bälle gefunden, deren Existenz ich schon wieder völlig vergessen hatte.(© logge)Also musste eine andere Möglichkeit gefunden werden, Björns trägen Körper mal richtig zum Schwitzen zu bringen. Wie so oft entpuppte sich der Zooladen eine Straße weiter als vermeintlicher Retter in der Not. Dort entdeckte zwischen dem ganzen üblichen Spielzeug eine Maus, die mit einer Art Band am Türrahmen befestigt wird. Björn steht auf alles, was vor seiner Nase baumelt. Er reißt mit Vorliebe feuchte Kleidung vom Wäscheständer und zieht so lange an den Bändern von meinem Rollos, bis ihm die ganze Konstruktion entgegen kommt. Wenn sich diese zerstörerische Wut in produktiver Fettreduktion umwandeln ließe, wäre das klasse. Einen schlanken, sehnigen Kater vor meinem geistigen Auge, kam das Ding für knapp 8 DM mit nach Hause.

Zuhause packte ich das Teil in der durchsichtigen Plastikhülle aus. Das Spielzeug besteht aus einer relativ großen grauen Fellmaus mit langem Schwanz. Am Rücken der Maus ist ein 1,70 m langes elastisches Gummiband befestigt, das wiederum an einer Halterung für den Türrahmen endet. Die Klemme ist aus Metall, welches mit Kunststoff ummantelt wurde. An den Enden der Halterung sind Gumminoppen angebracht, damit der Rahmen nicht zerkratzt wird.
Bevor ich die Spielmaus an der Tür befestige, gibt’s erst mal Kloppe für das Tier. Die Augen und Nase sind kleine Plastikknöpfe, die in den Körper gedrückt wurden. Ich nehme Mäusen grundsätzlich diese Knöpfe raus, damit sie beim Spielen nicht verschluckt werden. Der Schwanz wird ebenfalls abgenommen, weil der genauso lose angebracht ist. Zwar hat das Ding hinterher überhaupt keine Ähnlichkeit mehr mit einer Maus, aber Björn ist es total Latte, ob die Maus nun blaue Kulleraugen hat, oder blind ist. Nun kann das Teil endlich an die Tür. Eigentlich hatte ich gedacht, dass man die Maus mit der Klemme fest an den Rahmen anbringen kann. Die Halterung ist aber nichts anderes als ein flexibler Bügel, den man einfach über den Türrahmen stülpt, wo er locker hin und her schwingt. Die Maus hängt dabei gut 30 cm über dem Boden.

Nun war ich schon ganz gespannt, wie das Teil nun auf Björn wirkt. Nachdem er die Maus kräftig beschnuppert hat, fing er an, in sie hinein zu beißen. Da sie an der Schnur hing, glitt sie ihm natürlich andauernd weg, was er sich nicht gefallen lassen wollte. Leider ist Björn so träge, dass ein richtiger Spieltrieb irgendwie nicht aufkommen wollte. Er legte sich auf den Boden und versuchte halbherzig, das Fellteil mit der Pfote zu schlagen. Selbst das wurde ihm nach einer Weile zuviel und er pennte direkt unter der baumelnden Maus ein. Da irgendwo in der Wohnung ein Fenster offen stand, geriet die Schnur in Bewegung und sein Spielzeug klatschte ihm andauernd ins Gesicht. Björn wurde wütend und benutzte die Maus als Punchingball. Als er seine Beute schließlich wegtragen wollte und sich das Gummiband immer mehr spannte, passierte das Unglück. Eigentlich sollte es wohl so sein, dass die Maus bei zu großer Spannung nach hinten flutscht. Bei unserem Modell kam mir leider gleich die ganze Aufhängung entgegen und klatschte mir direkt ins Gesicht, weil ich zu nah an der Tür saß. Mal ganz abgesehen davon, dass der Bügel aus Metall ist und es wirklich ins Auge hätte gehen können, war Björn natürlich erst mal total verschreckt und wollte von seiner Maus nichts mehr wissen. Ich hatte ein dickes Horn auf der Stirn und durfte mir am nächsten Tag im Büro Sprüche über die „Schlagfertigkeit“ meiner Freundin anhören.

Ich habe das Teil noch mal an der Tür befestigt und dabei versucht, die Klemme so zu verbiegen, dass sie enger sitzt. Aber sobald sich Björns Angst gelegt hatte und er die Maus wieder wegtragen wollte, bekam die Halterung durch die Spannung eine gefährliche Schräglage. Letztendlich habe ich sie wieder abgenommen und das Gummiband abgesäbelt. Danach hat sich Björn rachelustig auf das Ding gestürzt und es innerhalb einer halben Stunde bis zur Unkenntlichkeit zerlegt. Den hohlen Plastikkörper und die Fellreste konnten ebenso wie der Bügel und die Gummischnur in den Mülleimer.
Mal ganz abgesehen davon, dass die komische Konstruktion mit Metallbügel potthässlich aussieht, ist sie zudem noch total unpraktisch. Hängt man sie auf, kann die Tür nicht geschlossen werden und man verheddert sich beim Durchgehen andauernd in der Leine. Die Gummistöpsel mögen vielleicht dafür gesorgt haben, dass der obere Teil des Türrahmens nicht zerkratzt wird – vor Katzenkrallen im unteren Bereich der Tür schützt sie aber nicht. Außer rausgeschmissenem Geld und noch mehr produzierten Müll habe ich jetzt doch einen zerkratzten Türrahmen.

Bei Zooplus kann man übrigens die haarsträubendsten Bewertungen von Kunden durchlesen, die das Ding ebenfalls gekauft haben. Das Problem mit der viel zu losen Halterung ist da noch die geringste Gefahr. Viele Katzenbesitzer haben schon erlebt, wie sich ihr Tier mit der langen Gummischnur beinahe stranguliert hat. Ohne Aufsicht darf man seine Mieze also nicht mit dem Ding spielen lassen. Eine Katze hat sich total verheddert und ist vor lauter Panik ausgebüxt. Als sie nach einem Tag wiederkam, hatte sie das Band noch fester um eine der Pfoten gewickelt, die dann beinahe amputiert hätte werden müssen. Son Tüddelkram kommt mir jedenfalls nicht mehr ins Haus und Björn muß anders sein Fett weg bekommen.


Geschrieben am: 13. Oct 2001, 12:11   von: Logge



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