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    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
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Wer käme denn auf solche Ideen.... (Ungezieferbekämpfung)
Bericht wurde 3016 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Wer käme denn auf solche Ideen....



Wer immer mit einem Vierbeiner der Herkunft Caniden, oder gar mehreren, sein trautes Heim teilt, erhält irgendwann zwangsläufig ungebetene Gäste.
Überaus winzig und zunächst kaum sichtbar nutzen sie heimtückisch diesen Vorteil um sich unbemerkt explosionsartig zu vermehren.
Da sie überdies die bösartige Angewohnheit haben, ihren bepelzten unfreiwilligen Wirt zu beißen und sich auch noch von dessen Blut zu ernähren, ist dessen Geduld irgendwann erschöpft und er beginnt sich der Belagerung zu erwehren.
Dabei stehen seine Chancen schlecht, denn die Mitbewohner , auch nicht dumm, bevorzugen solche Örtlichkeiten, die für die verzweifelt kratzende Pfote schwer zu erreichen sind.
Spätestens jetzt ist der Moment gekommen, der das Eingreifen des menschlichen Rudelführers zwingend erforderlich macht.
Man geht die Sache systematisch an und versucht die Untermieter heimtückisch zu ersäufen. Der Eierkopf, (Pauschalbenennung im Hause harmonbaker) wird genötigt in die Badewanne zu steigen, Spezialshampoo wird auf ihm verteilt, einmassiert und wieder abgespült in der Hoffnung, das lästige Krabbelzeug mit im Ausguss verschwinden zu sehen. Das Erfolgserlebnis bleibt auch nicht aus. Etliche der kleinen schwarzen Springweltmeister verschwinden in den dunklen Windungen der Kanalisation.
Na, also, geschafft. Befriedigt atmen wir durch.
Dieses erweist sich wenig später als verfrüht und überdies als eine eklatante Fehleinschätzung der Lage.
Anscheinend hat sich der massenhaft hinterlassene Nachwuchs der Parasiten inzwischen vom Ei-Stadium in die Spring-und Beißliga hochentwickelt.
Das Prozedere beginnt von vorne, inklusive buchstäblicher Ausräucherung der gesamten Heimstatt.
Hat alles nichts genutzt. Nicht bei vier Hausgenossen, von denen drei auch noch über schönes langes Fell verfügen.
Verfügen ? --- verfügten !!!
Folgendes trug sich zu. Mit den Nerven am Ende und Schwimmhäuten zwischen den Fingern hockten wir resigniert inmitten unseres heißgeliebten Hunderudels, ratlos !
Die brütende Sonne schien unsere Gehirne ausgetrocknet zu haben, oder etwa doch nicht ? Bei der Affenhitze, da könnte man doch......
Ein Gedanke machte sich breit, einmal ausgesprochen, überdacht und als Lösung akzeptiert. Zähneknirschend zwar, aber unumgänglich.
Da war doch noch das im letzen Jahr erstandene Haarschneide-und Barttrimmer-Set von der Hit-Company. Eigentlich war der Zweck der Anschaffung ja ein ganz anderer gewesen, der menschlichen Kopf- und Bartbehaarung sollte hier zuleibe gerückt werden, was wir jedoch nie ausprobiert haben und worüber ich demzufolge auch nichts zu berichten habe.
Aber, ein Hoch auf die Zweckentfremdung und Erprobung völlig neuer Einsatzmöglichkeiten.
Das Gerät wurde hervorgekramt, noch originalverpackt und in Augenschein genommen unter Berücksichtigung des neuersonnenen Anwendungsgebietes. Haare sind schließlich gleich Haare, oder will etwa jemand was anderes behaupten.
Ansprechend im praktischen Kunststoffetui war da zu finden, das Schergerät an sich, das leichte Ähnlichkeit mit einem Rasierapparat aufweist, sowie vier stabile Wechselaufsätze für jede Haarlänge und jeden Zweck. (Der Unsrige war aber nicht erwähnt !) Ein stinknormaler Plastikkamm, eine Haarschneideschere (da gibt’s Bessere !), Klingenschutz, Reinigungspinsel und Pflegeöl für die malträtierte Haut.
Wir beschäftigen uns ausnahmsweise mit der Gebrauchsanweisung, man kann ja nie wissen.
Neben den üblichen nützlichen Hinweisen zur Inbetriebnahme wie Netzstecker in Steckdose stecken und das Gerät bitte nicht im Wasser verwenden , wird da auch genau beschrieben, wie man welche Haare auf welche Länge kürzt. Von 3 – 12 mm reicht da die Arbeitsspanne, je nach verwendetem Aufsatz.
Die verschiedenen zu erreichenden Frisurenarten sind aufgeführt und beschrieben, einschließlich des Schneidens und Trimmens von Bärten, welche bei uns nicht vertreten sind.
Aha, und wo steht das bitte mit der Glatze ??
Wir entscheiden, dass der Passus, betreffend die Nackenpartie unserem Vorhaben am nächsten kommt. Natürlich ist auch hier sehr ausführlich beschrieben, wie man den Hinterkopf, Seite und den Oberkopf bearbeitet und danach der Frisur den sogenannten letzten Schliff verpasst.
Nun, in unserem Fall, können wir den letzten Schliff guten Gewissens außer Acht lassen und uns auf das Wesentliche konzentrieren.
Den vier Kandidaten wird der Reihe nach zunächst mittels der Schere ein Grobschnitt verpasst , sodann kommt unser Schergerät zum Einsatz.
Der Aufsatz für 3mm erweist sich als geeignet, man kommt in jede noch so unzugängliche Ecke und das Gerät erweist sich als äußerst robust und zeigt wahres Durchhaltevermögen.
Nach insgesamt ca. 10 Stunden ist die Tat vollbracht. Haarberge, die mehrere Kissen füllen würden stapeln sich auf unserer Terrasse, das lassen wir aus nachvollziehbaren Gründen lieber bleiben, entsorgen die vergangene Pracht lieber gründlich.
Da stehen die vier Caniden wie die sprichwörtlichen begossen Pudel und beäugen sich einigermaßen misstrauisch. Nur einer benimmt sich wie immer, der ist nämlich blind und für die Nase hat sich ja nichts geändert.
Also, da hätten wir einen übergroßen rosa Windhund, der als blonder Hovawart zu Welt kam, ein graues Nacktschaf, ehemals bildschöner türkischer Schäferhund , einen Kampfhund, der eigentlich keiner ist sondern jetzt nur so aussieht und eigentlich als Rottweiler-Mischling zur Welt kam, sowie last but not least etwas kleines undefinierbares, Zwischending zwischen Hase und Ratte mit überdimensional großen nackten Ohren. Das war einmal ein üppig behaarter schwarz-weißer Spitz.
Aber, sofort ins Auge fallend, der Zweck ist erreicht, da kratzt sich keiner mehr und die unliebsamen Gäste sind erfolgreich vertrieben.
Ganz ehrlich, ein Hoch auf den Haar-und Barttrimmer, den ich nun wieder ordentlich reinige und zusammenpacke und dabei einen letzten Blick in die Anleitung werfe, wobei mir der folgende, vorher übersehene Satz geradezu in die Augen sticht:
Verwenden Sie das Gerät nicht zum Scheren von Hunden, Katzen oder anderen (Haus-)tieren.

Wer käme denn auf solche Ideen.....



Geschrieben am: 28. Jan 2002, 09:08   von: harmonbaker



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