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Übersicht > Familie > Haustiere > Hunde > Rassen > Pudel

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Sehr lieb, super Kinderlieb, sehr gelehrig, braucht wenig Futter, kann auch in der Wohnung gehalten werden.

Nachteile:
Pudels sind meist überzüchtig.




So was von zickig und dickköpfig - und doch lieb!
Bericht wurde 3698 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Nein, ich rede nicht von mir, oder von meinem Sohn (dabei sind wir auch lieb ;o)), nein. Ich rede von einem Tier, was zwar nicht meines war, aber meinen Eltern gehörte und ich 10 lange Jahre erlebt hatte.

Ja, ich rede von einer Pudeldame, die leider nicht mehr lebt, worüber ich teils traurig und teils froh bin.

Ich möchte einfach mal ein wenig von ihr Erzählen, daher, erwartet keine Fachbegriffe oder Züchteradressen, die werde ich nicht aufschreiben, ich schreibe heute über Sally, und gedenke sie hiermit auch ein wenig.

Sally haben wir bekommen, da war sie süße 6 Monate alt. Sie war so ein richtiger kleiner Wollknäuel, der überall hinlief. Ich, mein Bruder, mein Vater und meine Mutter saßen im Kreis auf dem Boden und sie lief immer hin und her und konnte sich gar nicht entscheiden, wo sie zuerst hin sollte.
Ja, ich kann mich noch Erinnern, als sei es gestern gewesen. Meine Mutter hatte sie nach zwei Wochen von Bonny´s Tod in der Avis entdeckt.

Sie sollte 400,-- kosten und sie hatte das Herz von Meiner Mutter mit ihren treuen braunen Augen in nu erobert. Also wurde es beschlossene Sache, Sally wurde gekauft und wurde unser neuer Hund.

Sally sollte eigentlich eine kleine Kleinpudel Dame werden, nun, aus der kleinen Kleinpudeldame, wurde mit der Zeit eine Mittelgroße Pudeldame, die alle sehr schnell in ihr Herz schlossen. Da war es egal, ob es Hund oder Mensch war. Jeder mochte sie. Dieses schöne gekräuselte weiße Fell, ihre dunkelbraunen Knopfaugen und ihr schlanke Figur, dass viel einfach auf.

Im Grunde war sie sehr pflegeleicht, einmal am Tag bürsten, da Pudel nicht Haaren, flogen somit auch keine unnötigen Haare in der Wohnung rum. Aber sie musste mind. alle 8-12 Wochen zum Friseur um geschoren zu werden. In der Regel wird so was entweder in einem Hundesalon gemacht, oder es kommt jemand zu einem nach Hause. Wir hatten die ersten 10 Jahre Sally hingebracht und haben im Schnitt um die 50,-- bezahlt. Nachdem die alte Dame dann leider verstorben war, kam jemand zu uns nach Hause und haben um die 55,-- bezahlt. Also, auch nicht viel teurer. Aber das muss jeder für sich selber entscheiden. Ich denke, für ältere Tiere ist es besser, wenn jemand nach Hause kommt. Der Stress ist dann weniger für das Tier, aber man kann es sicherlich dann absprechen.
Wir hatten auch keine „Modeerscheinung“ beim Hund gemacht, sprich, vorne langes Fell, hinten nackt oben Krone. Wir hatten alles gleichmäßig schoren lassen und nur eine leichte Krone auf dem Kopf belassen. Ich finde es erstens viel schöner, und zweitens finde ich es super hässlich, wenn es beim Pudel (oder bei irgendeinem anderen Hund) gemacht wird. Immerhin ist ein Hund keine Hecke, wo man Figuren reinschneiden kann. Hund sollte schon Hund bleiben, auch ein Pudel.

Des weiteren ist es wichtig, mind. einmal in der Woche in die Ohren zu schauen. Leider sammeln sich dort immer sehr viele Haare und müssen dann rausgeschnitten werden. Ich empfehle jeden, es sich mind. zwei Mal zeigen zu lassen, bevor man selber mit der Schere in Hund´s Ohr rum schnippelt. Erstens kann es sonst passieren, das man irgendwas trifft, was man unter Garantie nicht treffen wollte (z.b. eine Ader), oder man schneidet zu wenig raus, so das sich das Ohr entzünden kann. In der Regel wird es aber beim Friseur gemacht, so das man nur schauen braucht, ob es wirklich wieder Zeit ist.
Auch die Krallen werden vom Friseur geschnitten, so spart man sich den gang zum Tierarzt und es steht immer unter Kontrolle. Ich oder meine Mutter würden uns nie trauen, die Krallen von einem Hund zu schneiden, auch nicht beim Eigenen, da sie nie stillhalten und doch Angst haben muss, das man zu weit reinschneidet und somit ne Ader trifft.

Leider sind Pudels auch überzüchtet und das haben wir bei Sally auch gemerkt. Leider hatte sie ein zu großes Herz. Von klein auf an war sie sehr viel am Röcheln, besonders dann, wenn sie sich über anstrengt hat. Meistens war es nach dem Toben, dann hing sie dort wie ein Häufchen elend und war am würgen und am Zittern. Am Anfang hatte es uns tierischen Angst gemacht und sind dann sofort zum Tierarzt mit ihr. Da hatte man dann fest gestellt, dass das Herz zu groß ist und alles viel zu schnell verarbeitet wird. Ab da musste sie mind. einmal im Jahr hin, um es Kontrollieren zu lassen.
Da wir es ab da wussten, haben wir ihr immer eine kleine Pause gegönnt. Sie kam dann schon von sich aus wieder an, ob es weiter gehen kann oder nicht.

Pudels sind in der Regel sehr zickig, jedenfalls war Sally so ein Exemplar. Hatte sie ihre Tage (zweimal im Jahr), dann durfte sie kein Mann und kein Rüde anfassen, geschweige anschauen. Sie fing dann sofort an zu knurren an. Daher mussten sich mein Vater und mein Bruder immer sehr stark zurück halten, wenn die Zeit angebrochen war. Aber sie war dann auch besonders schmusig und lies sich dann am liebsten von morgens bis abends streicheln und beschmusen, aber nur von uns Frauen! :o)

Pudels lernen in der Regel sehr schnell, so hatte Sally im nu ein Kunstück drauf wenn es Leckerlis gab. Leider wurde sie von meiner Mutter auch sehr verzogen. Sie ging nie bei Fuß, hat bei jedem bisschen gebellt ohne ende und war ein Schiesshase hoch drei.

Ich und mein Bruder hatten versucht, ihr wenigstens das Bellen abzugewöhnen, sobald es raus ging, aber da meine Mutter es immer wieder zuließ, war diese Bemühungen zunichte. Ich habe dieses Bellen gehasst!

Sie ging auch nie in Gegenden, die sie nicht kannte. Da wurde der Schwanz eingekniffen und hat uns nie aus den Augen gelassen und blieb manchmal auch einfach sitzen. Sie wollte einfach nach Hause. Sie kannte es leider nicht anders von meiner Mutter, sie ist mit ihr einfach nur um den Block gegangen oder auf die große Wiese gegenüber, mehr war nicht drinnen. Ich persönlich fand es immer sehr schade, da ich sehr gerne mit Hunden Spazieren gehe, nur mit ihr war es nie möglich oder eben nur unter Stress für beide.

Genauso anderen Hunden gegenüber, sobald einer kam war sie weg. Sie wollte nie mit anderen Hunden Spielen, sie hat immer einen seeeeeehr großen Bogen um sie gemacht, da konnte ein Schäferhund kommen oder gar ein Zwergpinscher, dass war egal. Die erste die weg war, war Sally.

Tja, wie man sehen kann, die Erziehung wurde leider außer acht gelassen von meiner Mutter, sie war ein reines „Schoßhündchen“ und das fand ich immer sehr, sehr schade. Auch kleine Hunde muss man Erziehen, nicht nur die großen. Die Sozialisierung muss auch bei einem Pudel gewährleistet werden, wird dies verpasst, ist der ganze Hund „versaut“!

Ansonsten war sie eine sehr liebe Pudeldame, sie hat weder mich oder meinen Bruder gebissen, sie hat mit 14 Jahre meinen Sohn kennen gelernt und sofort Akzeptiert, jedes Kind konnte mit ihr Spielen. Doch, sie war super dolle kinderlieb und für unsere Familie super geeignet.

Leider konnte ich nicht soviel mit ihr Anfange, eben wegen oben genannten Gründe und weil ich immer dachte, sie bricht sich irgendwas, sobald man sie schief anschaute. Es war schon merkwürdig, als sie bei uns eingezogen ist. Bonny war ja nun ein Collie/Schäferhund-Mix und war recht groß, Sally dagegen wirkte halt so klein, so zierlich, eben so gebrechlich. Dabei konnte sie wirklich eine Menge einstecken.

Ansonsten muss ich schon sagen, das Pudels eine Menge wegstecken. Sie war kaum krank – bis halt auf ihr Herz – sie hatte mit ihren 15 Jahren noch alle Zähne – trotz Nassfutter und war bis zu letzt sehr fidel. Sicher, groß Treppen steigen konnte sie nachher nicht mehr, auf die Couch oder auf den Schoß springen war nachher auch Tabu, da musste man sie hoch tragen. Aber sie hatte noch mit meinem Sohn gespielt soweit sie konnte und lies sich immer noch super gerne Streicheln. Doch, sie war eine kleine Persönlichkeit und irgendwo fehlt sie mir.

Leider wurde sie mit 15 Jahren eingeschläfert, da man Wasser in der Lunge gefunden hatte und keine Experimente mehr wagen wollte. Ich finde die Entscheidung von meiner Mutter gut, da ich meine, dass sie ein sehr schönes Alter erreicht hatte - trotz Herzfehler. Meine Mutter war bis zum Schluss geblieben und sie meinte, dass sie ihr mit ihren Augen „danke“ sagen wollte, sie war müde, und warum sollte man ein Leben verlängern, wenn es eh schon erfüllt war?! Doch, ich glaube, sie hatte ein sehr schönes Leben bei uns gehabt.

Sally, ich glaube ich Spreche für uns alle, aber trotz Deiner Fehler haben wir dich sehr lieb gehabt und hoffen, dass es dir dort, wo du jetzt bist, gut geht!

Ein Pudel ist ein sehr liebes Tier und bestens für kleine Wohnungen und/oder für Familien geeignet, aber auch so ein Tier braucht Auslauf, jedenfalls mehr als Sally und bitte, versäumt die Erziehung und Sozialisierung nicht, euer Hund wird es euch danken und ihr habt viel mehr Freude dran.


Tja, dass war meine Sally. Ich wünsche euch und euren Vierbeinern noch sehr viel Freude, und wie gesagt...Hund muss Hund bleiben, egal welche Rasse es ist!


Eure Manu :o)


© by steven.manu am 02.12.01

P.s. Ich selber würde mir keinen Pudel anschaffen, dass hat aber nichts mit der Rasse zu tun, sondern eher mit der Größe. Ich kann mit kleinen Hunden einfach nicht umgehen und brauche was, wo ich "reingreifen" kann! :o)

Ps. ich habe unten jetzt nix angegeben, da ich nicht sagen kann ob Pudels "sehr gut" Riechen, oder ob der Unterhaltungswert "sehr gut" ist. Jeder Hund hat mal seine Tage...daher habe ich nix angegeben! Passt einfach nicht zum Hund.


Geschrieben am: 02. Dec 2001, 20:04   von: steven.manu



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