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Übersicht > Haus > Pflanzen > Fleißiges Lieschen

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



Blume steigert das Bruttosozialprodukt
Bericht wurde 4137 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

In vier Wochen ist Mai – da ist Muttertag und meine Mom bekommt dann immer die Blumenkästen für den Balkon von mir. Außerdem buddeln wir noch ein paar Begrünien auf dem Friedhof ein. Meine Mom meint immer im Mai wäre da die rechte Zeit, von wegen da sind die Eisheiligen vorbei und so...

Auf jeden Fall latsch ich Anfang Mai immer mit leeren Blumenkästen zum Gärtner und lasse die dort mit Blumen füllen. Kann man natürlich auch selber machen, aber in der Wohnung dürfen mein Pops und ich nicht, auch nicht auf dem Balkon, weil wir da angeblich immer so rumsauen – und im Keller will keine Blumen einpotten, weil ich keinen Bock habe, die Kästen die Treppen nach oben zu schleppen. Meine Mom hat eigentlich einen Geranientick, aber zur Abwechslung finden sich dazwischen immer wieder die guten alten fleißigen Lieschen, welche sich glänzend mit den Geranien vertragen. Für eine Pflanze habe ich letztes Jahr so um die € 2,- bezahlt.

Fleißige Lieschen haben den entscheidenden Vorteil, daß sie ihren Namen wirklich zu recht tragen. Von April bis in den späten Herbst blühen sie einfach nur wie blöde – und sind dabei eher anspruchslos in Sachen Pflege. Ein Pluspunkt, wenn man Besitzer des schwarzen Daumens ist.

Die Blüten sehen so aus, wie man als Kind immer Blumen malt. In der Mitte ein Punkt und außen rum ein paar Blütenblätter. Trotz dieser Schlichtheit, oder vielleicht auch gerade deswegen, finde ich die Pflanze sehr schön. Je nach Art haben die Blüten verschieden Größen. Außerdem hat man die Wahl zwischen vielen verschiedenen Farben. Von weiß, über kühlere oder wärmere Rosétöne, bis violett, knall- oder kirschrot. Die normalen Lieschen kauft man meist in einem Blumentopf zu einem Zeitpunkt, an dem sie eine Größe haben, die ich mal als eine Handvoll bezeichnen möchte. Die Blätter haben ein warmes grün, sind leicht länglich und oval. Die Pflanze hat viele verwachsene Zweige, die zahlreiche Blüten tragen. Die Pflanze wächst nicht in die Höhe, sie breitet sich eher in Bodennähe aus, wenn sie genug Platz hat.

Dies gilt auch für die andere Art Lieschen, die ich kenne, die sogenannten Edellieschen. Diese sind größer und noch robuster als die normale Form. Auch die Blüten der veredelten Variante werden größer und wirken weniger fein. Diese Sorte ist noch unempfindlicher. Die Blätter sind etwas spitzer, fleischiger, dunkelgrün und haben einen leichten Glanz.

Fleißige Lieschen wollen weder ständige direkte Sonneneinstrahlung, noch sind sie begeistert, wenn sie direkten starken Regen abbekommen. Bei heftigen Gewitterregen, stellt meine Mom beispielsweise die Blumenkästen in den geschützten Bereich des Balkons. Die Pflanzen mögen geschützte halbschattige Plätze. Auf unserem Balkon – Ostseite mit zwei Stunden Sonne am Morgen – fühlen sie sich sehr wohl, genauso wie auf dem Friedhof, wo sie den ganzen Tag Halbschatten haben. Sie blühen aber auch emsig weiter, wenn der Sommer beschließt, Winterschlaf zu halten.

Wichtig ist, daß die Pflanzen genügend Platz bekommen, eben weil sie sich ausdehnen wollen, statt nach oben zu wachsen. In unsere Blumenkästen kommen daher nur bis zu vier Pflanzen und auch auf dem Friedhof gönnen wir ihnen Platz. Vergleicht man die Pflanzen im Laufe der Monate, stellt man tatsächlich fest, daß die Freilandpflanzen sich mehr ausdehnen, als die in den Kästen – während die Kastenpflanzen, mangels Platz und Alternative doch ein wenig höher werden.

Zum Einpflanzen sollte man die mitgelieferten Plastiktöpfchen vom Wurzelballen entfernen, eine Kuhle in die Erde buddeln und die Pflanze einsetzen, leicht andrücken und ggf. fehlende Erde wieder ersetzen. Danach ein wenig angießen, ich finde die feuchte Erde gibt der neueingesetzten Pflanze Stabilität. Es bedarf keines besonderen Bodens – lediglich handelsüblicher Muttererde. Mein Vater hat früher zunächst eine Sandschicht in die Blumenkästen gefühlt und dann erst die Mutterbodenschicht, aber das darf er heute auch nicht mehr, weil der Sand beim Giessen immer ausgespült wurde. Es geht aber wie gesagt auch ohne Sandschicht. Für die Kastenpflanzen hat meine Mutter so ein Zeug, daß man in das Wasser geben kann – als Dünger und gegen Schädlinge. Viel mehr Pflege ist nicht notwendig. Haben einzelne Blüten ausgeblüht, fallen sie von selbst ab. Diese Reste kann man natürlich der Optik wegen herausklauben. Die Pflanzen sollten nicht im Wasser stehen, aber regelmäßig gegossen werden. Dies sollte man aber nicht tun, wenn sie gerade voll in der Sonne stehen. Am besten man gießt morgens oder abends. Ist es sehr heiß, muß meiner Einer sich gießtechnisch spätestens jeden zweiten Tag zum Friedhof bewegen. Stehen die Lieschen zu trocken, ziehen sie sich zunächst in sich zusammen und lassen die Blüten hängen. Bekommen sie dann Wasser kann man förmlich zusehen, wie sie munter werden und sich förmlich in alle Richtungen ausstrecken.

Angeblich kann man Fleißige Lieschen auch überwintern, aus alten Trieben ziehen oder selbst aussähen, dazu kann ich aber nichts sagen. Ich habe nicht den Platz, um das selbst auszuprobieren.

Abschließend noch eine Anmerkung zum Duft: die Lieschen duften nicht. Sie sind eine geruchsneutrale Pflanze. Dies finde ich auch ganz in Ordnung, da ich eigentlich nicht über ein halbes Jahr hin weg vom Balkon aus massiv beduftet werden möchte.


Geschrieben am: 14. Apr 2003, 21:26   von: vampire-lady



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