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Eine Zukunft für Belay ! - www.Kindernothilfe.de -
Bericht wurde 3690 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung:  nicht bewertet

Eine Zukunft für Belay !

Heute möchte ich Euch von Belay Menberu berichten, den Ihr nicht auf der Sonnenseite des Lebens finden werdet.
Belay ist jetzt ganze 10 Jahre alt und lebt in Äthiopien, genauer in Addis Abeba.
Er wohnt zusammen mit einer Tante, einer Witwe ohne Einkommen, in den Slums der äthiopischen Hauptstadt.
Seine Eltern sind im Krieg zwischen Äthiopien und Eritrea ums Leben gekommen.
Belay hat zwei Schwestern , eine davon seine Zwillingsschwester, und drei Brüder. Sie alle sind verschollen und sämtliche Bemühungen etwas über sie in Erfahrung zu bringen sind im Sande verlaufen.
So landete Belay in den Strassen Addis Abebas, wo er für sich und seine Tante Nahrung erbettelte und wohl auch stahl.
Seine elende Zukunft schien vorprogrammiert.
Im Juli 1999, also vor zwei Jahren, wurde er von einem Mitarbeiter der Mekane Yesus Child Church auf einer Müllkippe aufgegriffen und ins Black Lion Hospital, Addis Abeba eingeliefert.
Dort wurde er „hochgepäppelt“ und sodann in die Kindertagesstätte Mekanissa im Westen von Addis Abeba eingegliedert.

Die Tagesstätte Mekanissa ist ein Gemeinschaftsprojekt der äthiopischen Mekane Yesus Kirche und der Organisation Kindernothilfe mit Sitz in Duisburg, über die ich hier berichten möchte.

Die Kindernothilfe, kurz KNH genannt, ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, der dem Diakonischen Werk der ev. Kirche angeschlossen ist.
Rund 100 000 Spender finanzieren 90% der KNH, der Spendeneingang im Jahre 2000 belief sich auf 87,6 Millionen D-Mark.

Die KNH wurde 1959 in Duisburg mit dem Ziel gegründet, notleidenden indischen Kindern ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Im Laufe der Zeit ist sie zu einem der größten Kinderhilfswerke Europas geworden.

Heute unterstützt die KNH rund 125 000 Kinder und Jugendliche in 25 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas.
Die einzelnen Projekte in den verschiedenen Ländern beinhalten neben Schule und Ausbildung auch Gesundheit und Ernährung der Kinder sowie deren Familien.
Die Förderung der Kinder beiderlei Geschlechts ist immer unabhängig von einer Religions-oder Kirchenzugehörigkeit.
Im Mai 1999 wurde die Kindernothilfe-Stiftung gegründet, Vorsitzender des Stiftungsrates ist Dr. Norbert Blüm.
Anders als beim KNH-Verein wird das Kapital nicht angetastet. Lediglich die Zinsen und Erträge werden zur Notlinderung eingesetzt.
Im Jahre 2000 wurden aus Stiftungserträgen erstmalig zwei Projekte unterstützt, in Sambia und Sri Lanka.

In Äthiopien begann die Arbeit der Kindernothilfe 1975 in Zusammenarbeit mit der äthiopischen Mekane-Church.
In der Tagesstätte Mekanissa werden über 130 Kinder, je zur Hälfte Mädchen und Jungen im Alter zwischen 4 und 20 Jahren betreut. Die jüngeren Kinder besuchen die Vorschule, die älteren absolvieren je nach Eignung die Klassen 1-12 der staatlichen Schulen oder befinden sich in einer Lehre.
In der Einrichtung erhalten die Kinder täglich zwei komplette Mahlzeiten, Frühstück und Mittagessen, wobei einige der Mütter bei der Zubereitung helfen. Für das Abendessen erhalten die Kinder und deren Familien Naturalien oder einen entsprechenden Geldbetrag.
Es werden auch Freizeitbeschäftigungen angeboten wie Fußballspielen, Handball und Leichtathletik. Theater und Musikgruppen sind fester Bestandteil der Einrichtung.
Darüber hinaus machen die Betreuer regelmäßige Hausbesuche bei den Familien der Kinder, stehen auch dort mit Rat und Tat zur Seite.
Es gibt Selbsthilfeprogramme, die den Eltern die Möglichkeit schaffen sollen, zu eigenem Einkommen zu gelangen.

Dort also landete Belay Menberu durch eine glückliche Fügung.

Ende 1999 wurde ich, aufgewühlt durch eine Fernsehsendung, Mitglied bei der Kindernothilfe und beantragte eine Patenschaft.

Für ganze DM 60,--monatlich würde ich ein notleidendes Kind ernähren und kleiden können, sowie ihm eine Ausbildung mitfinanzieren.
Dazu würde es möglich sein, einen persönlichen Kontakt mit dem Kind herzustellen und ihm auch ganz gezielt Förderung zukommen zu lassen.
Man gab mir die Wahlmöglichkeit, aus welchem Land ich ein Kind als Patenkind wünschte und auch das Geschlecht hätte ich mir aussuchen können.
Ich lies dies offen und überlies diese Entscheidung der KNH. Ich hatte in sofern Glück, dass die Kinder aus den äthiopischen Einrichtungen Briefe in englischer Sprache lesen und später auch schreiben können.
Im Falle einiger anderer Länder müssen Dolmetscher eingesetzt werde, was den persönlichen Kontakt etwas einschränkt.
Im Nachhinein betrachtet wäre es sinnvoll, gerade bei Kindern aus Äthiopien ein kleines Mädchen zu unterstützen, da diese dort noch sehr benachteiligt sind und überdies das entsetzliche Ritual der Beschneidung bei über 90% der Mädchen zwischen 8 und 12 Jahren durchgeführt wird.
Zwar wird massive Aufklärungsarbeit betrieben, die sich jedoch als sehr schwierig erweist, da sie von den Kirchen nicht hundertprozentig unterstützt wird und das größte Problem die Frauen selber sind, die noch immer auf Beschneidung ihrer Töchter bestehen um deren Heiratschancen zu erhöhen.
Hier muß Information weitergegeben werden und zwar an Frauen und Männer, die sich weigern könnten beschnittene Mädchen zu heiraten.
Dies jedoch nur nebenbei.

Im Januar 2000 bekam ich per Post ein Datenblatt mit dem s/w-Foto eines kleinen Jungen, das sämtliche Informationen enthielt, die man über das Kind hatte.
So wurde Belay Menberu zu meinem Patenkind.
Ein ganzer Pack nützlicher Informationen war angefügt, selbstverständlich über die Einrichtung in der er sich befand, seine schulischen Leistungen, seine Vorlieben, seine familiäre Situation, sein Gesundheitszustand.
Hilfreiche Vorschläge, wie man am besten den brieflichen Kontakt aufbaut und welche Reaktionen man erwarten kann, was man außer Briefen schicken kann und was man besser unterlassen sollte.
Einmal jährlich bekomme ich von der KNH eine Art Rechenschaftsbericht, was in eben dieser Einrichtung mit dem gezahlten Geld gemacht wurde, denn, man glaubt es kaum, von den 60,-- monatlich bleibt noch etwas übrig für die Gemeinschaftseinrichtungen. Auch Weihnachts-und Geburtstagsgeschenk sind inbegriffen, was mich jedoch nicht davon abgehalten hat, noch zusätzlich etwas zu schenken.
Etwas unsicher schrieb ich den ersten Brief nach Äthiopien. Was schreibt man einem Kind, das so gänzlich anders lebt als man selber. Man kann ihm doch nicht erzählen, was man alles hat und von der KNH wurde gebeten, nicht nach persönlichen Wünschen zufragen, da die Erfüllung derselben Neidgefühle innerhalb der Gruppe aufkommen lassen könnte und überdies die KNH vor Ort sich auch nicht in der Lage sehe, den Zoll für Päckchen und Pakete zu zahlen. Kleinigkeiten als Brief, ja. Größere Geschenke nur nach Absprache.
Ich stellte mich also brieflich vor, zählte die Familienmitglieder auf und legte Fotos bei.
So begann eine Beziehung, die nach und nach enger wurde. Heute schreibt Belay offen über seine Lebenssituation und äußert kleine bescheidene Wünsche, die ich postwendend gerne erfülle. Ein Kugelschreiber, Buntstifte, Briefpapier mit seinem Namen (Disney Druckstudio) und immer wieder Fotos von uns. Auf einem dieser Fotos sah er dann meinen Sohn im Fußballtrikot und ganz zögerlich, eher zwischen den Zeilen, kam der Wunsch, ein solches Trikot zu besitzen. Nicht irgendeines, eines von dieser Mannschaft. Fühlt er sich doch auch ein wenig als mein Sohn und redet mich auch brieflich entsprechend an. Also quetschte ich eines unserer F-Jugend Trikots in einen großen, extra schäbigen Umschlag, band diesen mit Schnur zu, kurz tat alles, damit das Päckchen nicht etwa so aussähe als enthielte es etwas Wertvolles. Der „natürliche Schwund“ bei der äthiopischen Post ist groß. Ich zahlte horrendes Porto, wenn schon, dann auch Luftpost und sandte das Trikot samt Stutzen mit guten Hoffnungen auf den Weg.
Es kam an und ein überglücklicher äthiopischer Junge dankte mir überschwänglich und beschwor den Segen des Himmels auf mich herab.
Merkwürdigerweise berührte mich das tief, ganz im Gegenteil zu den sonst pauschal per Handbewegung verteilten kirchlichen Segensbezeugungen, denen ich im Normalfall tunlichst aus dem Weg gehe.
Die letzte Nachricht von Belay erreichte mich vorige Woche aus dem Krankrenhaus, wo er mit einem Beinbruch liegt, passiert beim Fußballspielen !!
Zeitgleich bekam ich einen offiziellen Brief von der KNH mit dem Arztbericht und Erläuterungen zu seinem Gesundheitszustand, sowie ein Foto von Belay mit Gipsbein.

Ich möchte Euch bitten, zu überdenken, ob nicht auch Ihr einem Patenkind eine bessere Zukunft ermöglichen wollt. Wie schnell sind 60,--DM doch ausgegeben und am Ende weiß man gar nicht wofür, bleibendes hat man damit vielfach nicht erworben.
Es gibt nicht nur die Kindernothilfe, es existieren viele ähnliche Einrichtungen, ich jedoch habe dort allerbeste Erfahrungen gemacht.
Teile dieses Berichtes, insbesondere das Zahlenmaterial habe ich aus den Jahresberichten der KNH und anderen Unterlagen entnommen, die sich in meinem Besitz befinden.
Da ich unter Euch noch nicht gar so viele Leser habe, möchte ich den Bericht gern von Zeit zu Zeit weiterführen, um neue Menschen zu informieren und auch weiter von Belay zu berichten. Ich hoffe, dass das möglich ist, denn das Thema liegt mir sehr am Herzen.
Harmonbaker empfiehlt Euch www.kindernothilfe.de

Vielen Dank für Euer Interesse.




Geschrieben am: 28. Nov 2001, 10:46   von: harmonbaker



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