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Übersicht > City-Guide > Deutschland > Soest

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
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"Nicht alle Wege führen nach Rom... und mehr über die fünfte Jahreszeit"
Bericht wurde 2657 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
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Bekanntlich sollen ja alle Wege nach Rom führen, aber wie jeder weiss, treffen Sprichwörter auch nicht immer ins Schwarze. Überregional dürfte der Name Soest durch die grösste Innenstadtkirmes Europas - die Allerheiligenkirmes (deren Pforten gerade geschlossen wurden), einigen bekannt sein und allein in diesen 5 Tagen finden über 1 Million Besucher den Weg in die "heimliche Hauptstadt Westfalens".

Doch Soest hat natürlich eine Menge mehr als nur die Allerheiligenkirmes zu bieten. Der Ort mit seinen etwa 45.000 Einwohnern liegt im Herzen Westfalens (50 km östlich von Dortmund) und ist von der sogenannten Soester Börde (der Name kommt von dem sehr fruchtbaren Boden der Umgebung) umgeben. Erreichbar ist Soest leicht über die Autobahn A1 im Norden und über die Autobahn A44 im Süden der Stadt oder über die Bundesstrasse B1.

Die ehemalige Hansestadt kann mittlerweile auf mehr als 1000 Jahre Geschichte zurückblicken und immer noch wird das Stadtbild von mächtigen Befestigungswerken und zahlreichen historischen Kirchtürmen geprägt. Von den ursprünglich 10 Stadttoren ist als einziges das Osthofentor erhalten geblieben und von der einstigen Wallanlage, die Soest früher vollständig umgeben hat, steht heute noch etwa 2/3 der Gesamtanlage. Diese beiden Einrichtungen der Stadtverteidigung hatten in der Vergangenheit eine grosse Bedeutung für die politische Geltung der Stadt und für das alltägliche Leben der Bevölkerung.

Ein weiteres wichtiges Merkmal des alten Stadtkerns sind die schon erwähnten zahlreichen Kirchen, die von vielen bedeutenden Baustilen und Epochen geprägt sind, z.B. der romanische Dom St. Patrokli, die spätgotische Hallenkirche St. Maria zur Wiese oder der schiefe Turm der Kirche Alt St. Thomä.

Im Herzen von Soest liegt der Grosse Teich (im Volksmund auch Ententeich genannt, der im Winter nie zufriert, da er von unzähligen Quellen gespeist wird. Hier ist heute noch ein mittelalterliches Strafinstrument, die Wippe, zu sehen. Zu besonderen Anlässen wird die Wippe übrigens heute noch benutzt. Und wer noch mehr über Soest und seine Geschichte wissen möchte, kann dem Burghofmuseum einen Besuch abstatten.

Zahlreiche bekannte Künstler hatten in Soest ihre Heimat. Erwähnen möchte ich hier nur Hugo Kükelhaus, der über dreißig Jahre in Soest verbracht hat. 1954 baute er eine alte Fachwerkscheune nach seinen Vorstellungen zu einem "unbezahlbaren" Haus um und machte es zum Zentrum seines Schaffens.Bis heute bewahren die ehemaligen Arbeitsräume von Kükelhaus ihre authentische Ausstrahlung und bieten, mit den Ausstellungsstücken in den übrigen Teilen des Hauses, eine lebendige Möglichkeit, sich der Denkens- und Schaffenswelt dieses vielseitigen Mannes zu nähern. Am Haus lassen sich die Grundprinzipien des sogenannten organlogischen Bauens, der Farbgestaltung und der Materialbedeutung nachvollziehen, die nach Kükelhaus von entscheidender Bedeutung für das Wohlgefühl eines Menschen sind.
Die Möglichkeit, Erfahrungen mit allen Sinnen zu machen, läßt eine Führung durch dieses Haus unvergesslich werden.

Soest bietet also jede Menge Sehenswürdigkeiten und lädt zu langen Spaziergängen und "Entdeckungstouren" gerade zu ein. Zudem werden von der Stadt Soest zahlreiche Stadtführungen (unter anderem auch Videovorführungen im Osthofentor) angeboten.

Für Unterkunft ist selbstverständlich auch gesorgt. In der Innenstadt und am Stadtrand finden sich viele Hotels, wobei ich hier aber die kleineren und gemütlichen Hotels in der Stadtmitte bevorzugen würde.

Und wer nach den Besichtigungstouren richtig Hunger hat, der darf sich in einem der zahllosen Restaurants kulinarisch verwöhnen lassen. Neben der klassischen deutschen Küche (Tip: Ein Besuch im Pilgrim-Haus lohnt sich für den Feinschmecker) findet der Geniesser zahlreiche italienische, griechische, asiatische, südamerikanische und andere Restaurants.

Der Durst lässt sich ebenfalls in zahllosen Kneipen und Gaststätten, je nach Laune gemütlich oder ausgelassen, stillen. Auch hier ist die Vielfalt enorm: vom stilvollen Café über mexikanische Bierkneipen bis hin zum irischen Pub, die Auswahl fällt da schwer. Und an die Tanzwütigen ist mit einigen Discos ebenfalls zur Genüge gedacht.

Das Bürgerzentrum Alter Schlachthof ist ebenfalls einen Besuch wert. Hier werden neben einem eigenen kleinen Kino und der Kneipe zahlreiche kulturelle Veranstaltungen (Live-Musik, Kabarett und vieles mehr geboten.

Neben der Allerheiligenkirmes bietet Soest aber auch noch mehr saisonale Attraktionen. Jedes Jahr zu Ostern findet in der Innenstadt die Osterkirmes statt, im Mai findet der Bördetag auf dem Marktplatz statt, im Dezember gibt es den gemütlichen Weihnachtsmarkt und vieles mehr.

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und Appetit auf ein bisschen mehr Soest hat, kann bei der wieter untenstehenden Adresse weitere Informationen einholen. Hier kann man zum Beispiel auch Hotelreservierungen und Führungsbuchungen vornehmen lassen.

Stadt Soest Tourist Information
Am Seel 5
59494 Soest

Telefon 02921/103323
Telefax 02921/33039

Im Internet findet man unter der Adresse http://www.soest.de weitere Informationen und Angebote rund um Soest. Ein umfangreiches Angebot an Veranstaltungen ist auch auf der Homepage http://www.hellweg.org einzusehen.

Ein herzliches Willkommen denjenigen, die sich nun nach Soest verirren und einen schönen Tag noch. Für weitere Fragen stehe ich ebenfalls gerne jederzeit zur Verfügung. Einfach eine Email an Crucial@ciao.com senden.

Un zum Abschluss das Kirmes-Special, da Anfang November wieder die Allerheiligenkirmes vor der Tür steht:

Die Allerheiligenkirmes in Soest

"Der Countdown zur fünften Jahreszeit läuft"

Die Überschrift könnte auch lauten: "Von Bier, Brezeln, Bullenaugen, Bayernzelten, Bullenschätzungen, Bierleichen, Bratwürstchen...", die Liste der B´s lässt sich endlos fortsetzen.

Jedes Jahr am ersten Mittwoch nach Allerheiligen beginnt in Soest die Allerheiligenkirmes (Zur Erklärung der Überschrift: Die Einwohner Soests nennen die Allerheiligenkirmes liebevoll die fünfte Jahreszeit.), ein Volksfest der Superlative. Nicht umsonst darf sich die Kirmes in Soest die "grösste Innenstadtkirmes Europas" nennen und sogar ein Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde zeugt von den Dimensionen dieses Volksfestes.

Zudem ist die Soester Allerheiligenkirmes auch die älteste Kirmes Westfalens, die nun schon zum 663. mal stattfindet, die erste Kirmes in Soest gab es laut historischen Dokumenten im Jahre 1338. 5 Tage lang befindet sich Soest im Ausnahmezustand und eine ganze Stadt steht Kopf.

Auf über 60.000 Quadratmetern und mehr als 3 Kilometer Frontlänge (die Kirmes erstreckt sich vom Bahnhof bis hinter die Hauptpost) drängeln sich über 450 Fahrgeschäfte (Karussels für grosse und kleine Leute, Losbuden, Getränkestände, Würstchenbuden, Stände mit allerlei Leckereien und vieles mehr) und verwandeln die Altstadt in eine riesige Party, zu der jedes Jahr mehr als 1 Million Besucher aus aller Welt strömen (Anmerkung: Soest ist eine Kleinstadt mit gerade mal 50.000 Einwohnern).

Offiziell eröffnet wird die Kirmes traditionell im Bayernzelt um 14 Uhr durch den Bürgermeister, die alljährlich neu gewählte Bördekönigin und dem "Jägerken von Soest" (Das Wahrzeichen der Soester) durch das sogenannte Anzapfen des Bierbrunnens, das heisst durch eine Bierfass anstechen. Moderiert wird die Eröffnung übrigens von dem bekannten Radio- und Fernsehmoderator Michael Gantenberg, der in Soest heimisch ist.

Ein Höhepunkt der Kirmes ist der sogenannte Pferdemarkt, der Donnerstag morgens um 8 Uhr zwischen Bahnhof und dem alten Osthofentor beginnt. Neben allerlei Ständen und Attraktionen gibt es hier den Marktschreierwettbewerb und die Bullenschätzung.

Freitgsabends findet um 20 Uhr das grosse Brillanthöhenfeuerwerk statt, das sich Besucher auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Hierzu ein Tip: Wer das Feuerwerk richtig geniessen möchte, sollte zu diesem Zeitpunkt eine Fahrt im Riesenrad riskieren und wenn man Glück hat, sitzt man gerade am höchsten Punkt. Aber auch ein Platz am sogenannten Ententeich garantiert einen grandiosen Ausblick.

Während der Kirmestage ist die übliche Sperrstunde (normalerweise 1 Uhr nachts) für Kneipen und Gaststätten aufgehoben. Wer also nach Schliessung der Kirmes (Mittwochs bis Samstags bis 1 Uhr, Sonntags bis 23 Uhr) noch weiterfeiern möchte, kann dies in einer der zahllosen Soester Gaststätten tun, muss aber mit notorischer Überfüllung und Enge rechnen. Die Highlights für Kneipenbesuche sind jedenfalls Jason´s Irisch Pub (Am Markt), das Pesel (Petristrasse), Anno 1880 (Thomästrasse), die Zwiebel (Ulricherstrasse, hier wird Bier noch selbst gebraut), das Altstadtcafé (Rosenstrasse, ich wohne genau darüber...!), die Bierkneipe Kater und die Mexican-Bar Cactus (beide Nöttenstrasse) oder das Café La Meng am Marktplatz. Die Liste liesse sich ebenfalls endlos fortsetzen, deshalb nur ein paar Tips und wer sucht, der wird sicherlich die geeignete Gaststätte finden.

Eine Spezialität der Soester Kirmes ist das Bullenauge (Rezept: Northofer Kaffeelikör mit einem Schuss Sahne), das mittlerweile sogar patentrechtlich geschützt ist und an jeder "Getränkebude" zu finden ist. Noch ein Tip: Zum Aufwärmen gibt es einen sehr leckeren Glühwein am Markt vor dem Eiscafé Venezia. Für das leibliche Wohlbehagen ist natürlich auch an zahlreichen Ständen gesorgt.

Besucher erhalten bei folgenden Kontakten ausführliche Informationen zur Anreise, Unterkunft und mehr:

Auf der Homepage http://www.allerheiligenkirmes-soest.de sind neben zahlreichen Informationen über die Kirmes ein detaillierter Plan (PDF-Format, es wird also der Acrobat Reader benötigt), Anfahrtsbeschreibungen (Bahn, Auto, Bus), ein Gästebuch und eine Webcam zu finden.

Weitere Information erhält man in der Touristeninformation der Stadt Soest, die unter der Telefonnummer 02921/103323 erreichbar ist. Anfragen per Fax können unter der Nummer 02921/33039 oder per Email an touristinfo@soest.de gestellt werden. Zu finden ist das Büro übrigens auf dem Marktplatz hinter dem Rathaus (Am Seel 5).

Fazit: Ein Volksfest, das für jeden, egal ob jung oder alt, etwas zu bieten hat und sicher einen Besuch wert ist. Nur für das nötige Kleingeld muss man selber sorgen.

Ach ja, bevor ich es vergesse, eine schalen Beigeschmack hat die Kirmes dann doch, nämlich die Bierleichen und alkoholisierten Streithähne, die aber wohl ein Problem jedes Volksfestes sind und in Soest glücklicherweise die Ausnahme sind.

Herzlich willkommen und viel Spass allen Besuchern der fünften Jahreszeit in Soest.

© Crucial/Webbie Oktober 2001


Geschrieben am: 06. Oct 2001, 15:09   von: crucial



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