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Übersicht > Computer > Eingabegeräte > "Tabletts" > LT 9310 von Lifetec (Aldi)

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



nettes Spielzeug
Bericht wurde 1295 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Es gibt Zeiten da stehe ich mit meiner – eigentlich recht guten aber alten – kabellosen Logitech-Maus so richtig auf Kriegsfuß. Ich will dahin, der Mauszeiger dorthin.. ich reinige die Mausrädchen, das interessiert sie nicht, ich schraube sie auf und beneble sie mit Kontaktspray, sie verbleibt wenig beeindruckt, ich werfe sie durch die Luft, irgendwann klappt es dann wieder.

Übelster Laune habe ich mich vor etwa einem Jahr nach einem alternativen Eingabegerät umgesehen und wurde mit der Nase auf einen Aldi-Prospekt gestoßen, wo ein Grafiktablett für 80 Märker angeboten wurde. (Egal was man vorher sagen mag, es sieht halt lässig aus, wenn man dezent mit dem Stift über das Pad wedelt.) Ich wackelte dann mal eben in den nächsten Aldi und mit dem Pad nach Hause.

Ein Grafikpad ist übrigens eine Art Tablett, mit dem Mann im Zusammenhang mit einem Kunststoff-Stift einen PC bedienen kann, wobei das Pad ganz besonders für graphische Anwendungen / Bildbearbeitung geeignet sein soll. So wird zusammen mit dem Pad der Art Dabbler von Corel geliefert. Ein hübsches Programm mit dem man sich an seinem neugewonnen Grafikpad so richtig austoben kann. Viele Stifte, Pinsel und Formen erlauben es in einem Skizzenblock fröhliche Bilder zu malen und verschiedene Maltechniken zu erleben. Inclusive ist ein Zeichenkurs für Anfänger. Hier versteht sich, daß man mit dem Stift präziser arbeiten kann als mit einer Maus – wenn man sich erst einmal an den Stift gewöhnt hat. Was mich beim Art Dabbler stört ist, daß ich keine vernünftige Möglichkeit gefunden habe, hier produzierte „Werke“ in andere Programme zu übernehmen, zumal die Formatmöglichkeiten des Dabblers eher begrenzt sind: die vorhandene Malfläche ist einfach zu klein. Wo das arbeiten mit dem Stift angenehm war, waren in der Tat eher Bildbearbeitungen, weil man einfach sicherer mit dem Stift umgehen konnte.

Der Stift ist für den Anfang recht gewöhnungsbedürftig, darf man doch auch nicht all zu fest aufdrücken, da die Spitze sozusagen als Maustaste ausgelegt ist. Die „rechte“ Maustaste befindet sich dagegen am Schaft des Stiftes – immer genau da, wo man gerade wieder nicht so recht hinkommt. Die Empfindlichkeit des Stiftes ist aber einstellbar – für die Lagerung des Stiftes liegt ein Halter bei. Als ich so richtig geübt war, habe ich fast zwei Wochen lang nur mit ihm herumgewerkelt (weil ich keine Lust hatte neue Batterien für die Maus zu kaufen). Hierbei stellte ich aber fest, daß die Fläche des Tabletts etwas knapp kalkuliert wurde. Häufig fuhrwerkt man doch ziemlich in der Ecke des Tabletts herum, wenn z. B. eine Datei geschlossen werden soll.

Zum Grafikpad gehört auch noch eine kabellose Maus – oder der Schatten einer solchen. Sie besitzt keine Kugeln, aber drei Tasten und funktioniert nur in direktem Kontakt mit dem Tablett. Dort ist sie nur sehr schwer zu bewegen – abgesehen davon, daß das Tablett nun definitiv zu klein ist. Auch die Maus selbst dürfte manchen zu klein sein. Ich legte sie einfach mal beiseite. Trotz der zweifelhaften Größe des Tabletts sollte man sich aber gut überlegen, wie es mit den Platzreserven des heimischen Schreibtisches aussieht, dort kann es sich nämlich sehr einnehmend breit machen. Mein Tablett lagert deshalb meist aufrecht stehend zwischen Bildschirm und Gummibärchenlampe.

Zumal das Grafikpad gleichzeitig mit Tastatur und (normaler) Maus an den Rechner angeschlossen werden kann. Das Pad kann irgendwie an die Tastatur geklemmt werden, notwendige Kabel und Adapter liegen bei. Die Funksignale meiner kabellosen Maus und die des Tabletts zum Stift scheinen sich gegenseitig nicht zu beeinträchtigen. Das Kabel des Tabletts könnte, wie immer gut und gerne etwas länger sein – aber irgendwo muß ja wohl gespart werden. Das Tablett ist übrigens zusätzlich mit den 12 Funktionstasten ausgestattet, die man auch üblicherweise auf der Tastatur findet. Wozu ist mir allerdings schleierhaft.

An die Installation erinnere ich mich kaum, ein Zeichen für Problemlosigkeit. Über die mitgelieferten Treiber können Stift und Maus vom Benutzer angepaßt werden (Systemsteuerung). Überraschenderweise waren im Lieferumfang des Pads sowohl für Maus als auch für den Stift Batterien enthalten.

Ich würde mal dem geneigten Möchtegernkäufer zum nochmaligen Nachdenken raten. Der Stift ist für normale Büroanwendungen zwar zu gebrauchen, aber recht gewöhnungsbedürftig. Ich habe mal versucht, das Aufbauspiel Pharao mit dem Stift zu spielen, ich war entnervt. Richtig geeignet, ist der Stift wirklich für alles, was mit Bildbearbeitung zu tun hat – wer hier also recht umtriebig ist: kaufen! Mir macht es hin und wieder einfach Spaß mit dem Stift herumzufuchteln – außerdem ist es entspannend für den geplagten Mausarm, wenn man ihn mal auf andere Art und Weise belastet.

Das Kind muß halt was zum Spielen haben!


Geschrieben am: 17. Feb 2002, 19:49   von: Vampire-Lady



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