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Übersicht > City-Guide > Deutschland > Münster

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
so viele Studis - da läuft man nicht Gefahr sich zwei mal zu sehen.
Man bleibt fit auf dem Fahrrad.

Nachteile:
Viel zu große Strecken, völlige überbelegung der Seminare - studieren ist definitiv etwas anderes.
Westfalen eben.




Münster als Unistadt - mangelhaft!
Bericht wurde 3024 mal gelesen Produktbewertung:  mangelhaft
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Wer sich mit dem Gedanken eines Studiums in Münster beschäftigt, spart Euch die Mühe!
So ungerne ich etwas schlechtes über die Uni schreibe (an der ich wohl schon viel zu lange bin), hier geht es nicht anders.

Die Lage der Uni:

Münster hat keine Uni, oder besser keinen Campus. Abhängig von den Fächern die man studiert ist man schon mal gepflegte 5 bis 8 Kilometer am Tag unterwegs - kein Witz! Und wenn sich dann die Fachbereiche wieder einmal nicht abgesprochen haben, dann muß man schon mal durch die halbe Stadt und das in ca. 20 Minuten, da das nächste Seminar schon wieder beginnt- kein entspanntes studieren möglich!
Die Wege zwischen den einzelnen Instituten sind teilweise sehr lang, da wundert es mich wieder einmal, warum "spezielle" Studiengänge quasi in der Fußgängerzone angesiedelt sind (Wirtschaftswissenschaft und Jura) und man für andere ewig weit radeln muß, aber das hat wohl einen tieferen Plan.
Wenn man jetzt in Münster unterwegs ist, dann hat man es als Fußgänger wegen den schon erwähnten hohen Entfernungen nicht leicht, als Radfahrer hingegen leb man gefährlich. Wer schon einmal gesehen hat, mit welcher Todesverachtung sich die Radler in den Kreisverkehr werfen müssen, der weiß wovon ich rede. Am sehr guten Fahrradkonzept des kurzzeitig regierenden Rot/Grünen Stadtrates hat die jetzt an der Macht befindliche CDU Alleinherrschaft erfolgreich geshraubt - und das Konzept quasi vernichtet: Verwirrende Straßenführung, Ampeln an völlig falschen Stellen und eine neue Geschäftigkeit beim Fahrradabschleppen (das Schloß wird dabei aufgebrochen!) lassen einen schon förmlich unabsichtlich auf ein Auto sparen, diese werden nämlich sehr gut behandelt im reichen Münster.



Die Qualtität der Uni:

Jetzt werden viele Leute sagen: "Enttäuschter ewiger Student rechnet mit der Uni ab, die Ihm die Zukunft nicht mundgerecht vor die Füße gelgt hat" - bitteschön. Dann befinde ich mich auf jeden Fall in guter Gesellschaft, denn anscheinend ziehe ich die Versager dann alle an, denn in meinem Bekanntenkreis geht es einigen so.
Hofft man in Münster auf eine qualtitativ hochwertige Ausbildung an der Uni, dann liegt man falsch. Es ist einfach unmöglich, an einer Uni mit mehr als 50000 Studenten geregelte Lehre stattfinden zu lassen - mit dieser dünnen Personaldecke. Da hat man dann schonmal ein Seminar mit 240 Leuten und Referatsgruppen von 25 Mann. Wenn dann dieser Dozent auch noch wegen irgendwelcher uninternen Querelen zwei Monate eines Semesters seine Lehre nicht fortsetzen darf und dann aber diese Leute wiederrum in diesem Seminar prüfen muß - dann läuft hier irgendetwas falsch.
Die Verwaltung selber ist ein ähnlicher Witz, 10 Sachbearbeiterinnen die für Studiengangwechsel, Semesterbescheinigungen und ähnliches zur Verfügung stehen (WENN diese denn einmal alle da sind) finde ich etwas zuwenig. Aber diese netten Damen haben immerhin Humor, denn man darf sich dann schon mal eine netten Spruch anhören wie z.B."Aha, von WiWi ins Magister wechseln? Naja, so etwas schweres ist ja nicht für jeden etwas - dann machen sie es richtig und sich doch ein bißchen leichter" Charming diese netten Damen "vom Amt".
Aber zum Ausgleich gibt es dann lecker Essen in völlig neugebauten Mensen (die gab es bestimmt nicht umsonst), die man auch auf der Expo hätte ausstellen können und in denen ich mich jetzt nach Jahren immer noch nicht zurecht finden kann. Aber gut, vieleicht ist mein Orientierungssinn nicht der beste.
Das Essen ist gut, wenn auch verfehlt vor dem Hintergrund dieser Hightec- Freßtempel.
Was allerdings gar nicht gut ist sind die Bibos. Hier wäre das Geld besser angelegt als in neuen Mensen. Wenn man für ein Pflichtseminar ein bestimmtes Buch braucht (wie 70 andere Mitleidende ebenfalls) und dieses dann auf Wochen ausgeliehen ist, wobei es nur ein Exemplar gab und die Liste der benötigten Literatur von Seiten des Dozenten schon zwei Semester vorher an die Bibo weitergeleitet worden war, dann ist hier dringend nachschulen angesagt in Sachen effektiver Bücherausleihe und deren Verweigerung.
Studieren selber tut man in einem schönen, sagen wir historischen Ambiente. Lehrsääle und Seminarräume mit Baujahr 1950, auf deren Bänken noch ein hoffnungsvolles "Deutscher Meister 1958 : Arminia Bielefeld" (historisch inkorrekt!) prangt und man sich herzhaft mal eine fetten Splitter in den Hintern reißt wegen der Vollholzsitze - da fühlt man sich geborgen. Aber das ändert sich jetzt ja - die BWL/VWL/Juristen bekommen eine schnuckeligen neuen Hörsaal, nachdem sie den für die Philospohischen Fakultät neu gebauten Hörsaal am Aasee seit Jahren belegen.


Die Beratung für die Studenten:

Hier ist jetzt mal ein großes Lob fällig!
Auch wenn die Informationen wegen ständig wechselnder Studienordnungen teilweise völlig falsch sind, man ist bemüht.
Wenn man die richtigen Personen fragt (z.B. Herr Pfromm oder Frau Abbenhaus), dann wird man auch sehr gut geholfen und bekommt es auf Wunsch auch schriftlich.


So, ich hoffe Euch Münster nicht völlig vermiest zu haben, aber das ist nun mal die Uni: viel zu groß, veraltet, unfreundlich, falsch ausgerichtet, aber mit Lichtblicken der Hoffnung und wenn DU zu uns kommst und nicht nach zwei Semestern nicht verzweifelt bist - dann hast Du das Zeug zu einem echten Westfalen. (Aber willst Du das wirklich?)


Geschrieben am: 04. Nov 2001, 22:08   von: magicgott



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