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Übersicht > City-Guide > Ausland > Indien

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



Millenium Peace Ride - mit dem Rad um die Welt TEIL 5
Bericht wurde 816 mal gelesen Produktbewertung:  k/a
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Dies ist der letzte Teil meines Reiseberichts vom Millenium Peace Ride. Vor diesem hab ich am meisten Angst. Das hat seine Gründe: Zum einen habe ich hier einen Freund verloren und zum anderen möchte ich aus mehreren Gründen einen Text von unserer gemeinsamen Homepage peaceride.org zitieren.

Dies ist am authentischsten. Und mir fällt es schwer selbst darüber zu schreiben. Wer die anderen Teile des MPR gelesen hat wird verstehen, das ein Bericht über den MPR nicht vollständig sein kann ohne diesen letzten Teil.

Falls dieser Teil gelöscht werden sollte, so habe ich dafür Verständnis. Weitere Maßnahmen halte ich aber für unverhältnismäßig. Ich bitte um Verständnis und hoffe, das Ihr verstehen könnt wiso ich das folgende veröffentlichen MUß -mit Einverständnis der anderen Teilnehmer des GMPR-

Ich zitiere zunächst in Gedenken an Walter in English von www.peaceride.org:

„WE LOST OUR FRIEND - WALTER RAMON

On 25 October all of us, eleven Peace Riders, took a train from New Jalpaiguri to Guwahati. It was around eight o'clock in the morning. Only three of us could get into the first train, and eight riders were obliged to take the next one. Both trains were overcrowded, and therefore it was difficult to get in and get a seat. Eventually everybody found some place, and Walter sat on the floor next to the open wagon door.

We were tired, as this was the third day we have been travelling in the crowded Indian trains without much sleep. Shortly afterwards everybody fell asleep. Suddenly, a voice woke us up and we understood that somebody had fallen out of the train.

The train stopped. It took us a moment to realize that Walter was not with us. Manuel and Pier jumped out and ran back to look at what happened, while the train slowly moved
backwards.
After running three kilometers back Manuel found Walter's documents scattered around and a hundred meters further he found our friend surrounded by the villagers.

From the first sight it was clear that his head was seriously injured. He was unconscious. After some minutes the train arrived and we placed Walter in the train, where we provided first aid.

We arrived to the nearest village - New Coochbihar - by the same train. In the village hospital they gave oxygen and advised us to find transportation to bring him to a more serious hospital in Siliguri, 180 km, as soon as possible. Because of the bad and crowded roads it took us a lot of time - 4 hours - to reach North Bengal Medical College-Hospital, but it was too late, and we lost Walter before we reached the hospital

He closed his eyes at the sunset. Beautiful sunset nearby the Himalayas. Five o'clock. He was not alone.

India was the worst place for the accident like this. Everything is slow here even in a such emergent case. However, due to the heavy injury nobody can say that, if this happened in any other country, our friend could have been saved.

Walter joined the Peace Ride in Lima, Peru, December 1998. First he wanted to go with us just through Peru, as he could not afford to go further, but later he got so involved and attracted by the idea of sharing peace of his heart with all the people that he decided to continue until Hiroshima. He explained to us not once that this trip for him was a gift of God. He also felt that this peace mission was what he really loved and wanted - the right place.

Walter was truly devoted to the people - having patience and love for anybody who wanted attention, sharing joy or just simple talking to somebody in the street. He showed much care for the group - always watching for the last or the lost ones - and always thinking more about others than himself.

He was the heart and the good spirit of the group - always smiling and enjoying the life even in the most difficult moments. Any time we used to split up for some time, for example going to Kosovo, we missed him a lot.

Now it is difficult to imagine riding without him, but we think it is our duty to accomplish the peace mission that he loved so much. We are sure he would encourage us to go on as he always did.

WE STILL CAN NOT BELIEVE IN WHAT HAS HAPPENED.
WE STILL CAN NOT BELIEVE WE WILL NEVER SEE HIM AGAIN.
WE CAN NOT BELIEVE WE WILL NEVER HEAR HIS VOICE SINGING A SONG.

WE LOVE YOU, WALTER.


Sigitas, Goda, Edvardas, Slawek, Manuel, Pier, Carlotta, Ancica, Waldek, Berti


27 October 1999
Siliguri, India


If you want to send condolences and help the family financially, please contact the address below :

Familia Ramon
calle Enrique Palacios #335
Miraflores, Lima 18
Peru

You can also contact the family by e-mail: janetramon@hotmail.com ,
bank account: # 108 - 000015530 - 3 INTERBANK, in the name of JANET RAMON, Walter's sister.”

Und hier die Übersetzung:

Am 25.10. fuhren alle 11 Friedensfahrer mit einem Zug von New Jalpaiguri nach Guwahati. Es war ca 8 Uhr Nur 3 von uns konnten mit dem ersten Zug fahren. 8 mussten den nächsten Zug nehmen. Beide Züge waren überfüllt. Daher war es schwer herein zu kommen und einen Sitzplatz zu ergattern. Die meisten fanden einen Platz. Walter saß in der Nähe der Tür auf dem Boden (wie ich im Zug nach Multan...) Wir waren müde, denn es war der 3. Tag, an dem wir in den überfüllten indischen Zügen ohne viel Schlaf reisten. Wenig später schlief jeder ein. Plötzlich weckte uns eine Stimme auf und wir verstanden, daß jemand aus dem Zug heraus gefallen war.

Der Zug stoppte. Es dauerte einen Moment, um zu realisieren, daß Walter nicht mit uns war. Manuel und Pier sprangen heraus und liefen zurück um anzusehen, was geschah, während der Zug langsam rückwärts fuhr. Nachdem sie 3 km zurückgelaufen waren fand Manuel, Walters Dokumente, die herum zerstreut waren und hundert Meter weiter fanden sie unseren Freund umgeben von den Dorfbewohnern.

Vom ersten Anblick war es klar, daß sein Kopf ernsthaft verletzt wurde. Er war nicht mehr bei Bewußtsein.. Nachdem der Zug ankam legten wir Walter in den Zug und leisteten Erste Hilfe.

Wir kamen zum nächsten Dorf - New Coochbihar -. Im Dorfkrankenhaus gaben sie Sauerstoff und rieten uns, einen Transport zu finden, um ihn zu einem besseren Krankenhaus in Siliguri, 180 Kilometer zu bringen, so schnell wie möglich. Wegen des Schlechten und der vollen Straßen brauchten wir viel Zeit - 4 Stunden – um das North Bengal Medical College-Hospital zu erreichen. Aber es war zu spät, und wir verloren Walter, bevor wir das Krankenhaus erreichten.

Er schloß seine Augen beim Sonnenuntergang. Ein schöner Sonnenuntergang in der Nähe der Himalaja. Fünf Uhr. Er war nicht allein.

Indien war der falschste Platz für den Unfall.
Jedoch wegen der schweren Verletzung kann niemand sagen, daß, wenn diese in irgendeinem anderen Land geschehen wären, unser Freund überlebt hätte.

Walter kam zur Friedensfahrt in Lima, Peru, Dezember 1998. Zuerst wollte er mit uns nur durch Peru fahren, da er es sich nicht leisten könnte, weiter zu fahren, aber später war er so involviert und angezogen von der Idee den Frieden seines Herzens mit allen zu teilen, daß er entschied, bis Hiroschima mitzufahren. Er erklärte uns nicht nur einmal, daß diese Reise für ihn ein Geschenk des Gottes war. Er fühlte auch, daß es diese Friedensmission war-, was er wirklich liebte und wünschte - der rechte Platz für ihn.

Er zeigte viel Obacht für die Gruppe – Er dachte mehr an die anderen als an sich selbst.

Er war das Herz und der gute Geist der Gruppe - immer lächelnd und das Leben sogar in den schwierigsten Momenten genießend. Immer wenn wir uns für einige Zeit aufspalteten, zum Beispiel im Kosov@, vermißten wir ihn sehr.

Jetzt ist es schwierig sich vorzustellen, ohne ihn weiterzufahren; aber wir denken, daß es unsere Aufgabe ist, die Friedensmission zu vollenden, die er so sehr liebte. Wir sind sicher, daß dies sein Wunsch wäre.

WIR KÖNNEN IMMER NOCH NICHT NOCH GLAUBEN, WAS GESCHEHEN IST.

WIR KÖNNEN NICHT IMMER NOCH NICHT GLAUBEN, DASS WIR IHN NIE WIEDER SEHEN.

WIR KÖNNEN NICHT GLAUBEN, Daß WIR NIE mehr SEINE STIMME Einen SONG SINGEND HÖREN werden.

WIR LIEBEN Dich, WALTER.


Sigitas, Goda, Edvardas, Slawek, Manuel, Pier, Carlotta, Ancica, Waldek, Berti


Oktober 27 1999 Siliguri, Indien


Wenn Sie Beileid senden und der Familie finanziell helfen möchten, treten Sie bitte mit der folgenden Adresse in Verbindung:

Familia Ramon
Calle Enrique Palacios #335 Miraflores, Lima 18 Peru

Sie können mit der Familie auch durch E-mail in Verbindung treten: janetramon@hotmail.com,

Bankkonto: # 108 - 000015530 - 3 INTERBANK, im Namen JANET RAMON, Schwester Walters.", .

Diese Nachricht erhielt ich eine Woche nachdem ich wider in Deutschland war. Wäre ich da geblieben wäre ich vielleicht Walter gewesen, aber das wäre besser gewesen, denn ich hänge nicht so am Leben. Deswegen habe ich heute ein schlechtes Gewissen diese Reise abgebrochen zu haben.


Geschrieben am: 24. Oct 2001, 00:57   von: Struffel



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