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Übersicht > City-Guide > Ausland > Iran
Vorteile: Nordiranische Berge: TRAUMHAFTES ABENTEUER + Gastfreundschaft
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| Millenium Peace Ride - mit dem Rad um die Welt (hier IRAN) TEIL 3 |
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Produktbewertung:
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gut
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Berichtbewertung:
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Es handelt sich hier um eine Tour für Frieden und Völkerverständigung. Mehr zum Hintergrund, Geschichte der Tour und wie ich dazu kam findet Ihr in Teil 1 dieses 5 teiligen Berichts. Dieser steht unter Syrien
Teil 2 findet Ihr unter Türkei. Teil 4 wird unter Pakistan veröffentlicht und der letzte Teil unter Indien!
Zunächst was allgemeines zu Iran und Pakistan:
Bei Moscheen gibt es immer öffentliche Toilettenanlagen. Da diese anders wie bei uns nur ein Loch im Boden haben und einen Wasserhahn (man reinigt sein Loch mit der Hand und Wasser, was ich jetzt überall wo es geht mache, da es Toilettenpapier spart) kann dort (mit kaltem Wasser, aber es ist ja warm) auch duschen. Ein Krug steht immer bereit!
An der Grenze zum Iran solltet Ihr unbedingt eine lange Hose drüberziehen, wenn Ihr nicht auf´s Spiel setzen wollt evt nicht reingelassen zu werden. Ihr braucht ein Visa, das bei jedem iranischen Konsulat beantragt werden kann und glaub ich ca 50.-DM kostet (oder waren es 100) Ich werde das noch recherchieren. Mein Pc ist leider gerade ausgelastet..
Mein Rad stellte ich an den Grenzzaun. Dann geht es durch verschiedenen Räume. In einem ist man sogar ne Zeit eingesperrt. Viele Abenteurer, die auf dem Landweg nach Indien wollen kann man treffen. Ich glaub eine Frau war nicht dabei. Aber im Iran traf ich auch eine reisende Frau. Als ich meinen ersehnten Stempel hatte musste ich umständlich klar machen, das mein Rad noch auf türkischer Seite steht ich aber schon durch die Prozedur bin. Es stand zwar nur um die Ecke aber aus diplomatischen Gründen durfte ich es nicht holen. Keine Hand darf die Grenze auf diesem Wege verletzten. Nur Auto mit Person. Oder die Person durch die Räume ohne Auto. Also fasste das Rad jemand auf der türkischen Seite an schob es durch und ich empfing es auf iranischer Seite..
Meine erste Handlung war nun Öffentlichkeitsarbeit für den GMPR (siehe Teil 1!) zu machen und einen Brief an meine Heimatzeitung zu senden. Für diese war es sehr ungewöhnlich einen Brief aus Bazergan (ich weiß grad nicht auswendig wie der Grenzort geschrieben wird, trag das nach, wenn ich den Artikel wieder finde..) mit einer iranischen Briefmarke zu erhalten.. Die Post ist gleich an der Grenze.
In einem Ort zwischen der Grenze und Tabriz gefiel es der Polizei nicht das ich auf dem Gelände der Post schlief, da ich am nächsten Morgen versuchen musste den GMPR per Telefon zu erreichen. (Mittlerweile weiß ich das dies nicht funktioniert per Mobilfon) Ich wurde zu einem Kontrollpunkt an einem anderen Ende der Stadt gebracht und dann frei gelassen. Den ganzen Weg konnte ich des Nachts dann wieder zurücklaufen... Das waren bis Yazd meine einzigen negativen Erfahrungen mit der ansonsten freundlichen Polizei.
Der GMPR fuhr eine kürzere Strecke weswegen ich vermutete, das wir noch vor Tabriz zusammentreffen müssten. Doch das sollte noch bis Pakistan dauern..
In der Gegend von Tabriz (wie auch nach Teheran) befährt man per Rad die Autobahn, da es keine anderen Straßen gibt.
Kurz nach Tabriz wollte ein Mann mich unbedingt in seinem Auto mitnehmen. Wiso stellte sich bald heraus. Er wollte Sex mit mir!
Da der GMPR immer noch eine Woche hinter mir war entschloss ich mich alle möglichen Straßen durch das Kaspische Gebirge zu fahren. Zunächst ging es nach Ardebil und an der Küste entlang nach Rasht. Auf dem weg zur Küste hielten 2 mal Fahrzeuge und boten mir einen Snack an. Nur hier am Kaspischen Meer gibt es Wolken und Regen. Darin machen viele Iraner Picknick.
Auf diesem Küstenabschnitt wurde ich innert Stunden 2 mal eingeladen. Einmal zum Duschen im Garten mit nachfolgendem Essen und kaum war ich wieder auf der Hauptstr. zum Ansehen meiner mitgeführten Aufkleber und Postkarten, von denen ich dort sogar welche verkaufte.. Ein Stück wurde ich auf einem LKW mitgenommen. Unterwegs gingen wir auf die Ladefläche, da sich die beiden Männer mit mir sexuell Vergnügen wollten. Der Sohn des Fahrers war schwul und der Vater wollte einmal einen 3er probieren.. Obwohl die Ladefläche nicht einsehbar war sollte ich mein T-Shirt anlassen, denn Homosexualität wird im Iran mit Todesstrafe verfolgt.
Da ich wenig Fleisch esse ging ich manchmal in ein Restaurant, fragte ob ich mal in die Küche darf und ob es eine Zwiebeln, Ei, Tomatenmark und Reis gab. Wenn sich noch ein Messer und eine Pfanne auftreiben ließ begann ich zu kochen und zahlte dafür umgerechnet 8.-DM.. Das probiert mal hier..
Von Rasht wieder zurück in´s Landesinnere und über atemberaubende Straßen an Felsnasen und Senkrechten Steilwänden vorbei wieder zur Küste zurück. Übernachtet hatte ich eine Nacht in einem Stollen an einer Zufahrt zu einem Skigebiet. Auf dem Weg nach Tehran wurde ich von einem Pickcup mitgenommen. Vorbei am mit über 3000m höchsten Berg Irans. Dieser ist auch auf einem Geldschein abgebildet.
Mittlerweile weiß ich das wir in Tehran zur gleichen Zeit waren, und das die Gruppe dort das Indien-Visa dank der UNESCO-Unterstützung des GMPR kostenlos bekam. Aber ausgerechnet in Tehran sandte die Gruppe mir keine E-Mail mit dem Treffpunkt.. Ich schlief in einem schönen großen Park, nachdem ich mich mit dem Parkwächter verständigt hatte, da dies normal verboten ist.
Also ging es wieder alleine weiter durch die beindruckende Wüste (die größte Vegetationsfreie Fläche außerhalb der Sahara) über Quom nach Yazd. Dort gibt es ein Internet-Caffee mit 2 Computern. Vorher war Internet nur in Tehran und an einer Universität vor Quom möglich. Die große Moschee von Yazd ist ebenfalls auf einem Geldschein zu finden. Es gibt 2 schöne Altstädte: eine bewohnt und verwinkelt und eine unbewohnt und verfallen. Ich schätz das es bisher 1.700 km in Iran per Bike waren. In Ausübung des Sports darf man auch als Frau eine Radlerhose anhaben. Yazd ist die religiöste Stadt des Iran, so dass man auch als Mann Probleme mit der Polizei bekommt, wenn man in Radlerhose sich mal vom Rad entfernt. Auch im Iran gibt es viele Frauen die etwas gegen Islam und Verschleierung haben.
Von Yazd aus nahm ich einen Bus über Kerman nach Zahedan. Per Rad und Anhalter dann nach Mirjaveh, Man wollte mich nicht ausreisen lassen, da mein Visa seit 2 Tagen abgelaufen war. So genau kann man eine Radtour nicht planen. Aber mehr wie 30 Tage wollte man mir nicht geben. Normal gibt es gar nur 7 für den Transit. Aber das Land ist riesig!
So versuchte einfach so weiterzufahren wurde aber gestoppt. Von der pakistanischen Grenze musste ich also nach Zahedan zurück, da ging kein weg dran vorbei. Hier war die Behörde für „Aliens“. Ja so heißen Ausländer in der Amtssprache!
Ich war verzweifelt und bekam einen Wutanfall als man für die nachträgliche Visaverlängerung (ich wollt ja nur AUSreisen!) viel Geld haben wollte. Dieser bewahrte mich dann vor der Bezahlung.. Wie liebe ich es eine Strecke umsonst 4 mal zurücklegen zu müssen, zumal das Hitchhiken Geld kostet hier..
Mirjaveh liegt genau im Dreiländereck Iran/Pakistan/Afghanistan.
An der Grenze machten Aufschriften unmissverständlich klar das der Islam die Weltherrschaft wolle. Auch im Landesinnern gab es vereinzelt Schilder „Down with the USA!“
--- Am 11. Oct 2001 um 14:36 fügte der Autor folgende Informationen hinzu ---
<) Ich wurde zu einem Kontrollpunkt an einem anderen Ende der Stadt gebracht und dann frei gelassen. Den ganzen Weg konnte ich des Nachts dann wieder zurücklaufen... Das waren bis Yazd meine einzigen negativen Erfahrungen mit der ansonsten freundlichen Polizei.
Der GMPR fuhr eine kürzere Strecke weswegen ich vermutete, das wir noch vor Tabriz zusammentreffen müssten. Doch das sollte noch bis Pakistan dauern..
In der Gegend von Tabriz (wie auch nach Teheran) befährt man per Rad die Autobahn, da es keine anderen Straßen gibt.
Kurz nach Tabriz wollte ein Mann mich unbedingt in seinem Auto mitnehmen. Wiso stellte sich bald heraus. Er wollte Sex mit mir!
Da der GMPR immer noch eine Woche hinter mir war entschloss ich mich alle möglichen Straßen durch das Kaspische Gebirge zu fahren. Zunächst ging es nach Ardebil und an der Küste entlang nach Rasht. Auf dem weg zur Küste hielten 2 mal Fahrzeuge und boten mir einen Snack an. Nur hier am Kaspischen Meer gibt es Wolken und Regen. Darin machen viele Iraner Picknick.
Auf diesem Küstenabschnitt wurde ich innert Stunden 2 mal eingeladen. Einmal zum Duschen im Garten mit nachfolgendem Essen und kaum war ich wieder auf der Hauptstr. zum Ansehen meiner mitgeführten Aufkleber und Postkarten, von denen ich dort sogar welche verkaufte.. Ein Stück wurde ich auf einem LKW mitgenommen. Unterwegs gingen wir auf die Ladefläche, da sich die beiden Männer mit mir sexuell Vergnügen wollten. Der Sohn des Fahrers war schwul und der Vater wollte einmal einen 3er probieren.. Obwohl die Ladefläche nicht einsehbar war sollte ich mein T-Shirt anlassen, denn Homosexualität wird im Iran mit Todesstrafe verfolgt.
Da ich wenig Fleisch esse ging ich manchmal in ein Restaurant, fragte ob ich mal in die Küche darf und ob es eine Zwiebeln, Ei, Tomatenmark und Reis gab. Wenn sich noch ein Messer und eine Pfanne auftreiben ließ begann ich zu kochen und zahlte dafür umgerechnet 8.-DM.. Das probiert mal hier..
Von Rasht wieder zurück in´s Landesinnere und über atemberaubende Straßen an Felsnasen und Senkrechten Steilwänden vorbei wieder zur Küste zurück. Übernachtet hatte ich eine Nacht in einem Stollen an einer Zufahrt zu einem Skigebiet. Auf dem Weg nach Tehran wurde ich von einem Pickcup mitgenommen. Vorbei am mit über 3000m höchsten Berg Irans. Dieser ist auch auf einem Geldschein abgebildet.
Mittlerweile weiß ich das wir in Tehran zur gleichen Zeit waren, und das die Gruppe dort das Indien-Visa dank der UNESCO-Unterstützung des GMPR kostenlos bekam. Aber ausgerechnet in Tehran sandte die Gruppe mir keine E-Mail mit dem Treffpunkt.. Ich schlief in einem schönen großen Park, nachdem ich mich mit dem Parkwächter verständigt hatte, da dies normal verboten ist.
Also ging es wieder alleine weiter durch die beindruckende Wüste (die größte Vegetationsfreie Fläche außerhalb der Sahara) über Quom nach Yazd. Dort gibt es ein Internet-Caffee mit 2 Computern. Vorher war Internet nur in Tehran und an einer Universität vor Quom möglich. Die große Moschee von Yazd ist ebenfalls auf einem Geldschein zu finden. Es gibt 2 schöne Altstädte: eine bewohnt und verwinkelt und eine unbewohnt und verfallen. Ich schätz das es bisher 1.700 km in Iran per Bike waren. In Ausübung des Sports darf man auch als Frau eine Radlerhose anhaben. Yazd ist die religiöste Stadt des Iran, so dass man auch als Mann Probleme mit der Polizei bekommt, wenn man in Radlerhose sich mal vom Rad entfernt. Auch im Iran gibt es viele Frauen die etwas gegen Islam und Verschleierung haben.
Von Yazd aus nahm ich einen Bus über Kerman nach Zahedan. Per Rad und Anhalter dann nach Mirjaveh, Man wollte mich nicht ausreisen lassen, da mein Visa seit 2 Tagen abgelaufen war. So genau kann man eine Radtour nicht planen. Aber mehr wie 30 Tage wollte man mir nicht geben. Normal gibt es gar nur 7 für den Transit. Aber das Land ist riesig!
So versuchte einfach so weiterzufahren wurde aber gestoppt. Von der pakistanischen Grenze musste ich also nach Zahedan zurück, da ging kein weg dran vorbei. Hier war die Behörde für ?Aliens?. Ja so heißen Ausländer in der Amtssprache!
Ich war verzweifelt und bekam einen Wutanfall als man für die nachträgliche Visaverlängerung (ich wollt ja nur AUSreisen!) viel Geld haben wollte. Dieser bewahrte mich dann vor der Bezahlung.. Wie liebe ich es eine Strecke umsonst 4 mal zurücklegen zu müssen, zumal das Hitchhiken Geld kostet hier..
Mirjaveh liegt genau im Dreiländereck Iran/Pakistan/Afghanistan.
An der Grenze machten Aufschriften unmissverständlich klar das der Islam die Weltherrschaft wolle. Auch im Landesinnern gab es vereinzelt Schilder "Down with the USA!"
Geschrieben am: 11. Oct 2001, 14:01 von: Struffel
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