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| Liebe, Mord, Tee und Träume im 19. Jh. |
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Produktbewertung:
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Berichtbewertung:
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The Tea Rose – Jennifer Donnelly
SPELLBOUND
LOVE; MURDER; TEA AND DREAMS IN THE 19. CENTURY
Liebe, Mord, Tee und Träume im 19. Jh.
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Einführung
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Selten hat mich ein Roman so gerührt wie dieses Buch. Fast 800 Seiten lang habe ich gelebt und gelitten, habe ich die Stimmung des zuende gehenden 19. und aufkommenden 20. Jh. in mich aufgenommen.
Ich will diesem Buch mit meinem nun folgenden Bericht gerecht werden – falls es geht.
The Tea Rose ist der Originaltitel. Im Deutschen heißt das Buch Die Teerose. Ich habe es im englischen Original gelesen.
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Story – 1. auf Englisch
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East London 1888 – a city apart
Fiona Finnegan, daughter of Paddy Finnegan, a docker who works for the rich tea merchant Burton, has a great aim: she wants to flee the poverty and the poor life she is living now. With her early love Joe she saves money for a tea shop. This ambition shines through in the dark and impoverished part of East London, Whitechapel, where it is the time of Jack the Ripper, of brutal gangs and omnipotent entrepreneurs. Fionas only hope is the future shop, her only love is Joe and her family, father and mother, brother Seamus and the little baby. And on free Saturday afternoons she sits beside the river Thames with its whispering waters which tell her of future success, wealth and happiness.
But until then it is a long way. Fiona works as a tea packer for Burton.
But she is happy with Joe, her lifelong love. And nothing can take him away from her. Or is it really so? Well a thorn in her flesh is Millie, the daughter of Tommy Pettersson, a fruit and vegetables businessman. Millie was born in Whitechapel, too, and was the friend of Joe and Fiona, until the day Petersson made more and more success and moved away from Whitechapel to Covent Garden and West London. After Petterssons wife died he pampered Millie very much. She got everything she wanted. But what she wanted the most was Joe...
Fionas father becomes the leader of the union, a secret organisation which is planning a strike to get more gages and more securities. But there are not only friends in the union. And soon Finnegan finds himself in the hospital dying.
This is the beginning of the end. After her dead nearly all family members die and Fiona has to flee London to save her own life. She sets out for New York, where she tries to make a new beginning. And she will. With her courage and her self-discipline she makes it to the top of New Yorks society. But her old ghosts won’t let her rest in peace so she makes a decision. She has to return to England to subdue her old ghosts and this very decision becomes the key to her future...
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Story – auf deutsch
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East London 1888 – eine Stadt für sich:
es ist die Zeit und der Ort, an dem sich Armut und Dunkelheit begegnen, an dem brutale Gangs ihr Unwesen treiben. Es ist die Zeit von Jack the Ripper und seinen grausamen Morden. Es ist die Zeit von allmächtigen Unternehmern, von unmenschlichem Leben, von Gesetzlosigkeit. Und diese dunkle Welt trifft auf goldene Zeiten und goldene Hoffnung.
Fiona Finnegan, 17, ist die Tochter des Dockarbeiters Paddy Finnegan. Beide arbeiten in der Firma Burton Tea. Sie arbeitet als Teepackerin. Und sie hat ein großes Ziel: einen eigenen Tee-Laden zu eröffnen, zusammen mit ihrer Jugendliebe Joe. Joe wohnt wie Fiona in Whitechapel, einem Stadtteil von East London, bei seinem Vater, einem Obstverkäufer.
Zusammen sparen sie Geld, um sich irgendwann ihren Traum erfüllen zu können.
Dies ist Fionas einziges Ziel. Ihre einzige Liebe ist Joe, und ihre geliebte Familie. Und ihre Lieblingsbeschäftigung ist es, an den flüsternden Wassern des Thames zu sitzen und seinen Versprechungen über Liebe, Ruhm, Reichtum und Erfolg und Glückseligkeit zu lauschen.
Doch dann kommt alles anders:
Fionas Vater stirbt an einem mysteriösen Unfall bei der Arbeit, ihr Freund schwängert ihre Erzfeindin Millie, und er ist gezwungen sie zu heiraten, ihre Mutter, ihr jüngerer Bruder und ihre Baby-Schwester sterben nacheinander, und nur der kleine Seamus bleibt ihr. Aus Angst vor ihrem und Seamus Tod ist sie gezwungen, London zu verlassen. Sie macht sich auf nach New York, um ein neues Leben zu beginnen – und schafft es: durch Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Selbst-Disziplin. Und sie erreicht damit die Spitze der New Yorker Society.
Doch die alten Geister der Vergangenheit wollen sie nicht in Ruhe lassen. Und so ist sie gezwungen, noch mal in das London ihrer Kindheit zurückzureisen um die alten Geister endgültig zum Schweigen zu bringen. Und um somit einen Schritt in ihre eigene Zukunft machen zu können.
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formale Details zu dieser Ausgabe
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• Taschenbuch: 768 Seiten
• Verlag: St. Martin's Press; Auflage: Reprint (März 2004)
• Sprache: Englisch
• ISBN-10: 0312993560
• ISBN-13: 978-0312993566
• Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 10,7 x 3,2 cm
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Die Autorin
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Jennifer Donnelly wuchs im Staat New York in den Bezirken Lewis und Westchester auf. Schon als Kind liebte sie das Schreiben und ließ wirklich schreckliche Gedichte und Geschichten auf ihre Freunde und Familie los. Mindestens genauso gerne las sie und die Bibliotheksbesuche an Samstagen waren absolute Höhepunkte für sie (und sind es immer noch).
Heute lebt die Autorin in Brooklyn mit ihrem Mann, ihrer Tochter und zwei Greyhounds.
http://www.literaturschock.de/biografien/000594
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Wo gekauft und wie viel bezahlt?
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5,95 € habe ich bei amazon.de für die englische Version bezahlt, die 7,95 $ in den USA kostet. Ist also wesentlich billiger als die deutsche Version für 8,95 € und auch wesentlich hübscher.
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andere Bücher der Autorin
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- The Winter-Rose
- Northern Light
- usw.
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Leseprobe
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Eine Leseprobe auf Englisch, da es ja um die Originalfassung geht, gibt es hier:
http://www.amazon.de/gp/reader/0312993560#reader-page
© bei Jennifer Donnelly – The Tea Rose
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meine Meinung
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Ein wunderschönes Buch. Noch nie habe ich so mitgelitten mit einer Buchfigur, noch nie habe ich beim Lesen so viele Tränen vergossen, so herzlich gelacht, so viel geschimpft, und noch nie wurde ich so von einem Buch in den Bann gezogen und von seiner einzigartigen, berauschenden Atmosphäre. Fängt man an zu lesen, befindet man sich sofort in der dunklen Seitengasse in Whitechapel, wo Jack the Ripper sein Unwesen treibt und eine Prostituierte ermordet. Man kann die Schritte verfolgen, man ist geradezu dabei, man will das Buch fast weglegen.
Und dann ist man im Haus der Finnegans, tritt durch die Diele, öffnet die Tür zusammen mit Fiona, man riecht den Duft des Abendessens, man hört das Lachen und die Fröhlichkeit.
Und in der Teefabrik kann man den Darjeeling, den Assam, die verschiedensten Tees förmlich riechen, man sieht die Teedosen direkt vor sich, die Säcke voll Teeblättern, die abgearbeiteten Hände.
Man sieht die smaragdgrünen Augen von Fiona, wenn sie vor Freude strahlen, man hört die Gewässer des Thames selbst flüstern, man ist dabei auf der Bootsüberfahrt nach New York, riecht den Kaviar, schmeckt den Champagner…
Alles scheint einem so nah, man denkt, man ist direkt im Geschehen dabei, und das alleine durch die Kraft der geschriebenen Worte! Unfassbar! Grandios! Meisterhaft!
Nie habe ich mich so in ein Buch hineinversetzen können. Ich konnte nachts nicht schlafen, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen, weil ich unbedingt weiterlesen wollte!
Und am Ende jeden Kapitels wird es wieder so spannend gemacht dass man einfach wissen will, wie es weiter geht!
Ich habe mit Fiona, der Hauptfigur so mitgelitten, ich war dabei bei der Öffnung des ersten Geschäfts, beim Besichtigen des Teesalons, ich konnte die Teerosen riechen, die sich ums Haus rankten…
Aber ach was erzähle ich so viel herum, lest es doch selbst. Bitte lest es. Es ist eine Erfahrung, die man nicht missen sollte. Es ist ein Buch das man gelesen haben muss! Danach sieht man das Leben mit ganz anderen Augen!
Außerdem ist es Geschichtsunterricht pur, und Kunstunterricht, und Literaturunterricht in einem! Man lernt etwas über die Lebensumstände der verschiedenen Stände im endenden 19. Jahrhundert, man erkennt wie hart das Leben für die Arbeiterklasse damals war, man spürt das Flair dieses Jahrhunderts förmlich in den Seiten rascheln…
Kunstunterricht deshalb, weil Nicholas Soames, der beste Freund Fionas Kunsthändler ist und über die Kunst dieser Zeit geredet und geredet wird, es werden Gemälde analysiert, es wird über die Impressionisten geredet, über die Präraffaeliten, über Michelangelo und Botticelli, also auch über Barock usw., man macht einen Ausflug in das Paris der Maler, sieht Vincent in einem Café sitzen.
Und man lernt viel über die New Yorker High Society dieser Zeit, über die Präsidenten, über das Gericht, über die Gesellschaft, über die aufstrebende Atmosphäre in den USA und den Teehandel, der revolutioniert wird.
Da ich Englisch als Leistungskurs hatte, ist es natürlich leicht für mich gewesen, dieses Buch zu lesen. Es war für mich ein Schmöler zum Verschlingen, ein Werk, das ich noch lange in Erinnnerung behalten werde.
Aber andere können es nach einigen Jahren Englisch auch lesen. Sofern man bereit ist auch die ein oder andere Vokabel nachzuschlagen. Musste ich nicht, denn für das Verständnis war alles ausreichend. Und nach Shakespeares Macbeth brauche ich sowieso nicht mehr so viele Vokabeln zu lernen. Das hat meinen Wortschatz um ein Vielfaches aufgestockt.
Und wenn ihr es nicht auf englisch lesen wollt, dann lest es auf deutsch.
Zu haben als „Die Teerose“ in deutscher Fassung.
Das Buch selbst ist die Gesamtkomposition. Und darin stecken so viele kleinere und größere Elemente, alles kleine Geschichten, kleine Szenerien, kleine Bücher im Buch die zusammen erst das Gesamtkunstwerk ergeben.
Die Autorin berichtet von so vielen Kleinigkeit, dass man denkt, man könnte das Obst anfassen, den Tee schmecken, das Blut riechen, egal was. Ein immenses Wissen sticht hier hervor. Eine ungemeine Allgemeinbildung.
Eine Selbst-Beherrschung und Selbst-Disziplin die Donnelly gehabt haben muss, als sie recherchiert und geschrieben hat. Alles ist genau aufeinander abgestimmt. Nichts erscheint als Störfaktor im Buch, alles hat seinen Platz. Alles passt hinein. Und alles ist miteinander verwoben durch die Erzähltechnik Donnellys. Ihr Stil ist ungemein ausschnückend, es werden Details genannt, die man vielleicht noch nicht mal im richtigen Leben selbst erkennen könnte, die funkelnden Augen einer verliebten Frau, der frische Geruch eines Teeblattes direkt von den Teeplantagen aus Indien, die Glückseligkeit einer sich umblickenden Frau auf einem Gemälde.
Alles Kleinigkeiten, die Donnelly einem aufzeigt, einem ans Herz legt. Sysiphusarbeit. Sie hat auch gesagt, sie HATTE eine Menge Arbeit, das sagt sie in einer Danksagung am Anfang des Buches.
Sie hat recherchiert in verschiedensten enligschen Bibliotheken, hat Treffen mit dem Geschäftsführer von Twinings-Tee vereinbart, einen Crashkurs in Sachen Teewissen belegt, hat sich über das 19. Jh. informiert, über Kriminalhistorie, hat sich Wissen über die Börse zugelegt, Wissen über den Teehandel im Allgemeinen und Besonderen sowie über den Obst- und Gemüsehandel, über Rosenarten (Tee-Rosen, Pfingsrosen, Baccara-Rosen, um nur einige zunennen) über die Goldgräberzeit, die Frontier, über Californien, über den amerikanischen Traum, und selbst wird man mit Zeile zu Zeile schlauer und intelligenter. Man legt sich hier wirklich viel Wissen an.
Krimi, Drama, Liebesgeschichte, Geschichtsbuch, Kunstbuch in einem. Grandios.
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Meinungen anderer…
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'This is a most seductive novel. You'll be charmed by the novels heroine-her intelligence, her courage, her great heart. Despite her suffering-a lost love, a tragic family-there are moments you will want to cheer. It's the kind of novel where the writing is so fluid you feel the author simply loves telling her story. This is a splendid, heart-warming novel of pain, struggle, decency, triumph- and just what we need in these times.' Frank McCourt
'I loved this vividly researched and wonderfully rumbustious yarn- brilliantly told, great fun to read.' Simon Winchester
'Bold, brisk and beguiling. The Tea Rose is a splendid brew of a book.' Sam Twining
Geschrieben am: 09. Jun 2007, 01:18 von: scarlettrose
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