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Übersicht > Essen > Pizza > Pizza Rezepte

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
gelingt einfach und leicht, keine exotischen Zutaten, guter Geschmack

Nachteile:
lange Zubereitungszeit (Frischteig), Teig etwas lasch




Lahm bi-Adschin (arabische Hackfleischpizza)
Bericht wurde 1791 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Philosophierte ich beizeiten über den Sinn und Unsinn von schwedischer Marmelade contra DSDS, bin ich auf arabische Pizza umgeschwenkt! Das habt ihr im wesentlichen den Umstand zu verdanken, dass ein Freund sturmfreie Bude hat (Eltern per TV Travelshop auf Malle...) und wir so nicht nur gemeinsam die Wälder durchstreifen, sondern auch die Küche, wobei es überraschenderweise nicht so viel Auslauf gibt.

Insofern muss man also entfernte Ziele durch exotische Kochkunst ansteuern ;-)

Nachdem wir uns an Falafeln und Kartffelkuchen versucht haben, sollte es eine Lahm bi-Adschin sein, eine arabische Hackfleischpizza.

Für ein Blech bzw. 4 Pizzen brauchen wir etwa (die Araber sind keine Mengenfetischisten, freies variieren nicht nur angesagt, sondern ausdrücklich erlaubt):

500g Weizenmehl
Salz
30g Hefe
1 Teelöffel Zucker (alternativ können sie auch den Löffel ihres Kaffees, ähh, schon gut ;-))
2+x Eßlöffel Olivenöl
3 mittelgroße Zwiebeln
1 Bund Petersilie (grobe frische gibt es beim Türken, ansonsten hat auch Lidl frische (allerdings feine) und zur Not tut es tiefgekühlte, etwa eine halbe Packung würd ich hier vorschlagen)
500g Lamm- oder Rinderhack (Zumindest letzteres gibt es immer wieder günstig im Supermarkt, ansonsten tut es auch Schweinemet oder halb und halb)
3-5 Eßlöffel Tomatenmark (etwa eine kleine Dose)
4 Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel (zur Not Kümmel)
2 Teelöffel gemahlener Koriander
2 Teelöffel Paprikapulver edelsüß
schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen?)
Fett für´s Blech

Die Gewürze kann man im übrigen nur empfehlen, sich zuzulegen, da sie natürlich den eigentlichen Geschmack ausmachen!!! Und spätestens wenn ihr Euch an anderen arabischen Rezepten versucht, stoßt ihr wieder auf diese Kombination.

Etwa die Hälfte des Mehls samt einem Teelöffel Salz in eine Schüssel geben, kurz untermischen, eine kleine Kuhle in die Mitte drücken (mit dem Eßlöffel z. B. – nicht mit der Hand *gll*, etwas Erfahrung hab ich dadurch auch gewonnen...). Dort die Hefe hineinbrökeln (hier empfiehlt sich die GEWASCHENE Hand:)))), den Zucker über die Hefe, 100ml lauwarmes Wasser drüber und ab mit der Hand zum durchkneten (alternativ mit den Knethacken des Elektrorührers, aber das würd ich gleich aufgeben, spätestens beim Teig). Diesen Vorteig abdecken (ihm die Fluchtmöglichkeiten nehmen) und 10 Minuten ruhen lassen. Eine Unterhaltung mit dem Kochpartner beginnen. Beispielsweise über den Nährwert von Bierhefe und was man damit noch so alles machen kann.

Nachdem sich der Vorteig nun an seine Gefangenschaft gewöhnt hat und sämtliche Fluchtversuche ad acta gelegt hat, geben wir zwei Eßlöffel Öl drüber und 200 ml lauwarmes Wasser NACH UND NACH dazu und nehmen wieder die Hände. Der Teig wird solange geknetet, bis er nicht mehr am Rand der Schüssel (ich hoffe, sie haben eine Schüssel genommen :))))) klebt bzw. an den Händen. Mit den Händen den Teig richtig schön durchprügeln (sollten sie öfters DSDS schauen, lassen sie HIER ihre Aggressionen aus und schalten nie wieder ein!) – es darf ruhig 5 bis 10 Minuten dauern – zu einer Kugel formen, zurück ins Töpfchen, abdecken und, tätä, eine Stunde ruhen lassen.

Währenddessen schnappen wir uns die Zwiebeln, schälen sie und würfeln sie klein, da hat ja jeder so seine eigenen Methoden. Knoblauch schälen und durch die Presse jagen, (Skandal! Knoblauch...) möglichst ohne der Bild am Sonntag eine neue Titelschlagzeile zu verleihen und die Petersilie aufbereiten, also entweder waschen, trockenschütteln und feinhacken oder aus dem Tiefschlaf der Dämmertruhe zerren und von zehren!

Etwas Öl, das Haus Greifenklaue empfiehlt hier eine beschichtete Pfanne, das Öl mit einem Pinsel verstreichen oder gar mit Mineralwasser brutzeln (das geht!), erhitzen, Zwiebeln anbraten, Hackfleisch und Knobi hinterher und im Gottvertrauen darauf, dass das klappt, nach 5 bis 8 Minuten die Gewürze (Paprika, Koriander, Kümmel) sowie Tomatenmark und rund 200 bis 250 ml Wasser hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer anwürzen – es darf ruhig feurig werden, der neutrale Teig nimmt später viel von der Schärfe – und vom Herd nehmen.

Ihnen bleibt rund eine halbe Stunde, also ideal um den nächsten Ciao-Bericht anzufangen oder sollten sie tatsächlich zu zweit kochen, läge es nun an ihnen, ein Gespräch zu beginnen. Andererseits mit der Glotze liegen sie auf der sicheren Seite, pikante Themen zu vermeiden und etwas über ihr Gegenüber zu erfahren.

**drrssssslll** - der Wecker verkündet eine neue Klopperei für unseren noch ruhenden Teig, der mal locker das Volumen verdoppelt hat, so es geklappt hat. Ach ja, den Ofen schonmalauf 200 Grad vorheizen! Ansonsten verfluchen sie mich, denn dann hab ich bestimmt eine Zutat oben vergessen... Nochmal schön durchkneten, quasi den Teig wie nen Klitschko zu Boden schicken – und entweder vierteln und zu vier runden Teigen (20 bis 25 cm) mittels Teigrolle ausrollen (und zwei eingefettete Backbleche nehmen) oder zu einem Rechteck in ungefährer Größe eines Backblechs, dann vor Ort etwas ausformen. Nun gilt es, den Rand etwas umzustülpen, damit von unseren Hackgebrät nicht alles runterläuft, einfach die Ränder umknicken und ein wenig hoch- und zurechtdrücken. Nicht arabisch, dafür aber lecker ist es allerdings, hier etwas Käse einzubauen (> Käserandpizza), aber das muss jeder selber wissen). Nun das Brät mittig drüber und verstreichen.

Das ganze nun in unseren auf 200 Grad vorgeheizten Ofen, die mittlere Schiene und nochmal etwa 15 Minuten Konversation betreiben, so es sich nicht vermeiden läßt. Sprechen sie auf keinesfalls über DSDS, das würde der Pizza nicht bekommen... Sollte ihr Gegenüber berichten, er habe für seine seit Monaten geplanten
projekte in Outlook einen Projektplaner eingerichtet, vermeiden sie es, sich auf den Boden zu werden und konkav zu krümmen... Schöne Grüße auch! PS.: Die 4 Pizzen in zwei Chargen backen!

Nun heraus damit, einen Moment kühlen lassen und die runden Fladen einrollen, dann läßt sich das Ergebnis hervorragend mit der Hand essen. Für die Blechler gilt es zu schneiden und sich ein möglichst großes Stück zuzuteilen, ohne das es das Gegenüber mitbekommt. Setzen sie dazu alle Talentwerte wie „Bluffen“, „Täuschen“ oder „Tricksen“ ein, auch ordentliche Werte bei „Verführen“, „Schwertkunst“ oder „Taschendiebstahl“ könnten sich bei diesem Unterfangen als hilfreich erweisen, aber ich sehe schon, ich gleite ins Rollenspiel ab. (Übrigens, dem LARPer verbleibt der pompfende Frontalangriff!)

*** Und wie hat es dem Herren geschmeckt??? ***

An sich war das ganze ja recht lecker, der Teig ein wenig unwürzig, aber lecker. Wir haben mit einer kleineren Hackfleischmenge gearbeitet (300g), weswegen ich sie doch etwas erhöht habe und die Gewürze entsprechend angepaßt. Gut, die dreimalige Ruhezeit ist nicht das geilste, aber hey, kochen braucht seine Zeit.

Gorion ist stolz auf alle Nachbacker!






Geschrieben am: 10. Mar 2003, 18:39   von: Greifenklaue



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