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| Kuchen vom Fliegenden Holländer |
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Produktbewertung:
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k/a
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Das holländische Systemutility DISK PIECHARTER von ZORN SOFTWARE stellt rasend schnell die Belegung der Festplatte oder jedes frei anwählbaren Wechsellaufwerks in einer Kuchengrafik dar. Die so dargestellten Kuchenstücke können mit einem "Vergrößerungsglas" weiter aufgesplittet und gegebenenfalls gelöscht werden. Was heißt das genau?
Der Einfachheit halber exerziere ich DISK PIECHARTER einfach mal anhand meiner derzeitigen Festplatte durch.
DISK PIECHARTER präsentiert sich an der Benutzeroberfläche in zwei Fenstern; da ist zum einen auf der linken Seite das Ordnerbaumverzeichnis (ähnlich dem des Explorers), zum andern ist das rechte große Fenster für die zu erstellende Kuchengrafik reserviert. Ich gebe DISK PIECHARTER nun den Befehl, Laufwerk C:/ zu durchsuchen. Nach etwa 30 Sekunden zeigt das Programm die Verzeichnisstruktur im linken Fenster an. Im rechten, großen Fenster erscheint gleichzeitig die erste Kuchengrafik. AUF EINEN BLICK sehe ich die Grob-Belegung meiner Festplatte und die sieht folgendermaßen aus: Ich sehe farblich unterschiedliche Kuchenstücke: Aaaaaha,.......67% = 2567 MB meiner Festplatte sind freier Speicherplatz (grün), Windows hält 17% = 705 MB Anteil (gelb) in Beschlag, die installierten Softwareprogramme verschlingen 10% = 440 MB (gelb), die Eigenen Dateien 3% = 141 MB (gelb), sowie die Auslagerungsdatei ist mit 3% = 159 MB ebenfalls vertreten (hellblau). Man kann das Programm so konfigurieren, dass entweder alle Belegungsdaten in Prozenten oder Megabytes angezeigt werden. Oder man schaltet zwischen den beiden Darstellungsformen mit einem Klick hin und her.
Ich finde es erstaunlich, dass das Betriebsystem Windows 98 mehr Speicherplatz für sich in Anspruch nimmt als alle meine installierten Programme (139 an der Zahl) und Eigenen Dateien zusammen. Windows ist gefräßig. Zu dieser Feststellung bin ich durch DISK PIECHARTER gelangt.
Sobald man mit dem Cursor über ein Kuchenstück geht, verwandelt dieser sich in eine Lupe. Mit einem einfachen Klick kann man nun nähere Einsicht in das darunter liegende Kuchenstück nehmen. Ich will jetzt beispielsweise wissen, wo sich die "disk hogs", die gefräßigsten Speicherplatzfresser, unter meinen installierten Softwareprogrammen befinden. Im Bruchteil einer Sekunde bekomme ich die nächste Kuchengrafik dargestellt. Sie zeigt mir alle installierten Programmkategorien entsprechend der belegten Größe in Prozent oder Megabyte an (Bildbearbeitungsprogramme, Soundtools, Player, Spiele, Utilities, Windows Plus Paket, Microsoft Office usw.). Mit diesem "Vergrößerungsglas" lässt sich bis in die hintersten, entlegensten Ecken vordringen.
Eine ähnliche Kuchengrafik-Darstellung nehme ich jetzt bei meinen Eigenen Dateien vor: Und siehe da, ich entdecke das mit 53% Belegung verhältnismäßig große und längst vergessene Kuchenstück "HAUSBAU". Darin habe ich alle Unterlagen, Behördenbriefe, Bauzeichnungen, Rechnungen und sonstigen Kasualien eines seit vielen Jahren abgeschlossenen Vorgangs abgelegt. Ich will den Ordner nicht länger auf meiner Festplatte mit mir herumschleppen, ist er doch fürwahr ein überflüssiger, großer Ballast. Ich könnte ihn jetzt mit einem Klick, direkt vom DISK PIECHARTER aus, löschen. Aber Vorsicht: die mit DISK PIECHARTER gelöschten Dateien landen nicht im Papierkorb, sondern werden tatsächlich und unwiederbringlich von der Festplatte entfernt. Natürlich lassen sich erinnerungswürdige Dateien zuvor auf einem Wechselmedium speichern. Man kann das Programm so konfigurieren, dass ein versehentliches Löschen ausgeschlossen ist (für Programmanfänger zu empfehlen).
Diesen Löschvorgang sollte man natürlich bei Programmen, die man loswerden will, nicht anwenden. Zwar würden die Programmordner und alle darin befindlichen Dateien gelöscht, doch hinterließe nahezu jedes Programm unzählige dll-Dateien im Windows/Systemordner (Dateileichen) und fortan nutzlose oder gar störende Einträge in der Registry. Programme sollten ausschließlich über ihre eigene Deinstallationsroutine oder über Systemsteuerung/Software/entfernen-hinzufügen eliminiert werden. Die DISK PIECHARTER Löschfunktion also bitte (wenn überhaupt) nur bei EIGENE DATEIEN anwenden, oder bei Dateien, von denen man genau weiß, dass ihr Entfernen keinen Schaden anrichtet. Es ist ratsam, die aus dem Programm heraus aufrufbare, sehr exakte Hilfedatei (auf Englisch) zu studieren, obgleich sich das Programm auch sehr leicht intuitiv erschließen läßt.
Eine in den Funktionen uneingeschränkte Sharewareversion von DISK PIECHARTER erscheint des öfteren in Computerzeitschriften (ich hab's in der PCgo entdeckt), oder kann unter
http://www.xs4all.nl/~hanszorn/diskpie95.html
heruntergeladen werden. Auf dieser Seite ist ein aussageträchtiger Screenshot abgebildet, der vielleicht mehr über das Programm auszusagen vermag, als jede sprachliche Beschreibung. Die Sharewareversion ist auf 30 Kalendertage begrenzt. Die Vollversion kann in Form eines Registrierschlüssels, der die Sharewareversion zum registrierten Vollprogramm freischaltet, unter
http://www.hanszorn@xs4all.nl
oder
http://hanszorn@csi.com
zum Preis von $ 15,- (derzeit über 30,00 DM) bestellt werden. DISK PIECHARTER belegt auf meiner Festplatte mal gerade 159 KB. Die Profiversion des deutschen Softwareprogramms TREESIZE ist nahezu identisch (bei TREESIZE ist die Kuchendarstellung neuerdings sogar in 3D).
Zusammenfassender Eindruck:
DISK PIECHARTER ist ein Systemutility, das eine überzeugend übersichtliche, GRAFISCHE Darstellung von der Festplatte oder jedem anderen Speichermedium erlaubt. Es läuft schnell und stabil. Die knappe aber nicht minder aussageträchtige Hilfedatei ist vorbildlich. Mit DISK PIECHARTER gelangt man in der Tat zu anderen, beziehungsweise neuen "Einsichten" als mit dem bloßen Windows Explorer. Mit seinem derzeitigen Preis halte ich das Progrämmchen allerdings für überteuert. Zwanzig Mark entsprächen nach meinem subjektiven Wertegefühl der Obergrenze (das Gleiche gilt für TREESIZE). Sein überteuerter Preis schmälert meinen ansonsten hochgeschäzten Eindruck vom DISK PIECHARTER.
VORTEILE:
schnell, stabil, nützlich.
NACHTEILE:
überteuert.
Geschrieben am: 31. Aug 2001, 23:21 von: RudiRe
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