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Übersicht > Medien > Bücher

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Kästners unterhaltsame Schreibweise

Nachteile:
nix




Kästners Entscheidung Lehrer zu werden
Bericht wurde 2295 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Erich Kästner schreibt sehr schön Bücher. Ein jeder kennt zum Beispiel "Das doppelte Lottchen" oder "Emil und die Detektive". Auch für "Pünktchen und Anton" oder "Das fliegende Klassenzimmer" ist er sehr bekannt. Heute aber will ich einmal näher auf den berühmten Herr Lehmann, der in Erichs Traum Lehrer zu werden eine große Rolle spielte, eingehen. Ich bin mir nicht sicher, aber ein jeder, der Erich genauso mag wie ich, hat bestimmt schon sein Buch "Als ich ein kleiner Junge war..." gelesen.?
Wir haben es damals in der Schule durchgenommen und es hat mich von Anfang bis Ende total fasziniert. Ebenfalls haben wir damals viele Fragen beantworten müssen und sind auf viele Einzelheiten des berühmten Lehmann eingegangen. Dabei bezogen wir uns genau auf die Textstellen, die unten aus dem einem Manuskript (google / siehe Seite:
http://db.swr.de/upload/manuskriptdienst/wissen/wi0320031876.rtf) entnommen sind.
Die habe ich bewusst getan, um meinen Lesern mehr Klarheit zu verschaffen und da ich das Buch "Als ich ein kleiner Junge war" leider nicht mehr besitze, um die Textstellen darzulegen. Ich hoffe auch einigen Schülern mit meinen `Miniaufsätzen` helfen zu können. *g* So und nun viel Spaß beim Lesen.....

---AUSZÜGE AUS DER MANUSKRIPTARBEIT---
Zitator 1:
Warum sind Lehrer Originale? Die Frage wird aufgeworfen und beantwortet: Erstens sind sie gar keine, die Fantasie der Jungen macht sie dazu. Zweitens müssen sie Originale sein. Kein Mensch, kein Vorgesetzter ist so unerbittlich den Augen einer spottlustigen und unbarmherzigen Menge ausgesetzt wie der Magister vor der Klasse. In dem Bestreben, seine Würde zu wahren und sich keine Blöße zu geben, wird er verbogen und verschroben. Oder er stumpft ab und lässt sich gehen.

Erzählerin:
Diese Einschätzung bestätigt auch Erich Kästner 1957 in seinen Erinnerungen "Als ich ein kleiner Junge war"...

Zitator 2:
Lehrer Lehmann machte keine Späße und verstand keinen Spaß. Ihn übermannte der Zorn angesichts fauler Schüler, frecher Schüler, dummer Schüler, stummer Schüler, feiger Schüler, bockiger Schüler, wispernder Schüler, heulender Schüler und verzweifelter Schüler. Lehrer Lehmanns Zorn hatte die Wahl. Er schlug nicht, weil er unseren Schmerz genießen wollte. Er schlug aus Verzweiflung. Er verstand nicht, dass wir nicht verstanden, was er verstand. Er begriff nicht, dass wir ihn nicht begriffen. Der tüchtige, fleißige und gescheite Mann war kein guter, sondern er war überhaupt kein Lehrer. Denn ihm fehlte die wichtigste Tugend des Erziehers, die wahre Geduld, die sich aus Verständnis, Humor und Beharrlichkeit zusammensetzt. Er war kein Lehrer, sondern ein Dompteur.

Erzählerin:
Erich Kästner lernt aber dann bei einem Ausflug den "eigentlichen Herrn Lehmann" kennen. Der übersetzt ihm die Sprache der Steine und der Vögel, er bringt ihm Natur und Geschichte nahe, er zeigt sich besorgt und traurig über die "Selbstmordversuche Europas" und äußert sogar Mitgefühl. Und dann offenbart sich der Lehrer:

Zitator 2:
"Ich wäre ein ganz brauchbarer Hofmeister geworden", meinte er, "ein Hauslehrer und Reisemarschall für drei, vier Kinder. Das brächte ich zuwege. Doch dreißig Schüler, das sind für mich fünfundzwanzig zuviel." Damit ging er... Er ging allein. Er wohnte allein. Er lebte allein. Und er hatte fünfundzwanzig Schüler zuviel.

_VERGLEICH: UNTERRICHTS - ERZIEHUNGSMETHODEN (GESTERN & HEUTE)_

Damals als es noch die Prügelstrafe zur Erziehung gab, lernten die Kinder aus Angst. Die Lehrer waren strenger als heute und die Kinder hatten mehr Respekt vor ihnen.
Zitat: "Wir zitterten vor ihm, bevor wir ihn kannten, und wir zitterten noch mehr, als wir ihn kennen gelernt hatten und immer besser kennen lernten."
Die Pädagogen gaben mehr Hausaufgaben und die Kinder lernten mehr in einem Jahr als wir in der heutigen Zeit.
Zitat: "Man hatte uns berichtet, dass man bei ihm in einem Jahre mehr lernen müsse als anderswo in zwei Jahren..."
Zitat: "Er malträtierte uns mit Hausaufgaben bis wir umsanken. Er traktierte uns mit Lernstoff, Diktaten und anderen Prüfungen."
Wenn man nichts wusste auf die Fragen des Lehrers, keine Antwort gab oder an der Tafel nicht weiterwusste, wurde man geschlagen.
Zitat: "Wer an der Wandtafel nicht weiterwusste, dem schlug er auf die Waden und Kniekehlen."
Wenn man in der jetzigen zeit keine Antwort auf die Fragen des fragenden Lehrers weiß, hilft ein anderer Schüler aus oder der Lehrer gibt ihm einen Hinweis, sodass er alleine weiter kommt. Im Zorn schlugen die Lehrer auch auf ihre Schüler ein.
Zitat: "Er gab uns Ohrfeigen, dass die Backen schwollen. Er nahm den Rohrstock, lies uns die Hand ausstrecken und hieb uns fünf oder zehnmal über die geöffnete Handfläche, bis sie brandrot anlief, wie Hefeteig schwoll und niederträchtig schmerzte."
Heute ist die Prügelstrafe zum Glück abgeschafft, und wenn ein Lehrer wirklich mal Zorn auf einen Schüler hat, bekommt er einen Eintrag ins Klassenbuch oder die entsprechende Note für sein Verhalten. Sind die Schüler extrem laut werden entweder Tests geschrieben oder zusätzliche Hausaufgaben aufgegeben, die bis zur nächsten Stunde erledigt sein müssen. Früher wurde an Schulen fast gar nicht randaliert. Im Laufe der Zeit hat sich dieses Verhalten zum Negativen und Gegenteiligen bewehrt. Wer heute an den Bildungseinrichtungen, Eigentum mutwillig zerstört bekommt einen Verweis oder wird gleich auf eine andere Schule verwiesen. Einige Lehrer sind auch heut noch streng aber trotz allem haben sie ihre nette Seite, die sie ab und zu zeigen.

_IST HERR LEHMANN EIN GUTER LEHRER? BELEGE DEINE MEINUNG MIT BEISPIELEN AUS DEM TEXT_

Meiner Meinung nach ist Herr Lehmann mit 30 Kindern sehr überfordert, deshalb weiß er in manchen Situationen keinen Ausweg mehr und greift zum Rohrstock.
Zitat: "Er schlug nicht, weil er unseren Schmerz genießen wollte. Er schlug aus Verzweiflung."
Herr Lehmann kann nicht verstehen warum Schüler den Stoff den er ihnen lehrt nicht begreifen.
Zitat: "Er verstand nicht, dass wir nicht verstanden, was er verstand. Er begriff nicht, dass wir ihn nicht begriffen."
Ich finde Herr Lehmann sollte nicht immer bei der kleinsten Dummheit der Kinder zuschlagen oder den Rohstock benutzen. Ich denke auch, das die Kinder hörig gewesen sind, nach all den Schlägen die sie in Kästners Augen bekommen haben. Andererseits mag sich auch ein heftiger innerlicher Hass zwischen Schüler und Lehrer entwickelt haben. Er hätte lieber einen Beruf als Hofmeister, Hauslehrer oder Reisemarschall ergreifen sollen, was er ja auch selbst sagt.
Zitat: ">>Ich wäre ein ganz brauchbarer Hofmeister geworden<<, meinte er,>> ein Hauslehrer und Reisemarschall für drei, vier Kinder. Das brächte ich zuwege. Doch dreißig Schüler, das sind für mich fünfundzwanzig zu viel.<<"

_WIE SOLLTE DER UNTERRICHT NACH DEINER MEINUNG AUSSEHEN? BEGRÜNDE DEINE MEINUNG! BSP.: WIE WÜRDEST DU DICH ALS LEHRER IN EINER GEDACHTEN SITUATION VERHALTEN?"_

Wenn ein Schüler an der Tafel nicht weiterwüsste, würde ich ihm einen Hinweis zu der Frage geben oder einen anderen Schüler, der denk die Antwort zu wissen, drannehmen. Gäbe es die Prügelstrafe heut zu Tage noch, würde ich einen Schüler nur dann schlagen, wenn er mir gegenüber frech wäre oder sich mir wiedersetzen würde, und selbst dann würde ich ihm nur eine Ohrfeige geben oder einen Eintrag ins Klassenbuch; niemals mit einem Rohrstock oder Zeigestock auf ihn einschlagen. Die folgenden körperlichen Schäden wären zu groß. Wobei man bedenken muss, dass ich die Einträge bevorzugen würde. Ich wüsste womöglich nicht einmal damit umzugehen. Ich hätte ein sehr schlechtes Gewissen und außerdem glaube ich, dass ich dazu nicht fähig wäre. Hat ein Schüler eine Frage, kann er sie stellen und ich beantworte sie oder gebe sie an die Klasse weiter. Wären die Kinder laut oder würden reden, würde ich sie auffordern leise zu sein. Wenn sie nach der dritten Aufforderung immer noch nicht leise wären, würde ich einen Test schreiben oder eine Zusatzhausaufgabe geben, die bis zur nächsten Stunde erledigt sein müsste.

So, das wars mal wieder von mir.....ich hoffe ich konnte einigen Schülern ein wenig damit weiterhelfen....

Nun noch ein paar Extrainfos zum Bücherkauf/CD-Kauf:

Preis: CD -> 16,00 Euro
Buch -> 10,90 Euro - 25,00 Euro

Unterhaltung: Ist wirklich für jede Leseratte zu empfehlen!

PS: Um nun endlich des Rätzels Lösung zu bieten. Kästner ist leztendlich kein Lehrer geworden. Er hat früh genug rausgefunden, das er kein Mann für Lehren sondern ein Mann fürs Lernen war und so hat er sich kurz vorher umentschieden.
Letztendlich denkt wohl jeder das er ein guter Lehrer geworden wäre....*g*






Geschrieben am: 23. Oct 2006, 15:37   von: Barbu



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