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Irias zwischen Wölfen und Geiern …
Bericht wurde 2191 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
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Schon lange stand ein Besuch im Wildpark in Bad Mergentheim auf meiner Wunschliste und am letzten Dienstag war es nun endlich soweit. Morgens um 8 machten wir uns auf den Weg nach Bad Mergentheim. Zum Glück hatten wir nur während der Fahrt dorthin regnerisches Wetter und als wir Bad Mergentheim erreichten, war der Himmel zwar bedeckt, aber es war trocken.

Aus Richtung Stuttgart ist es mit dem PKW ca. 1 – 1/2 Stunden Fahrzeit, je nachdem wie die aktuelle Staulage ist. Über die A81 fährt man in Richtung Würzburg bis die Ausfahrt Bad Mergentheim zu sehen ist. Der Weg zum Wildpark ist in Bad Mergentheim sehr gut ausgeschildert und kaum zu verfehlen. Hat man den Wildpark erreicht, stehen sehr viele Parkplätze, für Busse und PKW getrennt, zur Verfügung. Die Parkplätze sind kostenfrei.

Für Erwachsene und Jugendliche bis 15 Jahre kostet es 7,50 € Eintritt, Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren müssen 3,50 € zahlen. Schwerbehinderte bekommen den Eintrittspreis um 1 € ermäßigt, ebenso wie Gruppen ab 20 Personen. Der Park ist im Sommer täglich von 9.00 – 18.00 Uhr geöffnet, im Winter nur an den Wochenenden. Für Hundehalter ist es sicher wichtig zu wissen, dass Hunde an der Leine mit in den Park dürfen.

An der Kasse kann man auch Futter für die Tiere kaufen und natürlich verschiedene Andenken. Neben einem großen Kinderspielplatz ist im Eingangsbereich eins der beiden Lokale zu finden, auf das ich später noch zu sprechen komme. Das für die Tiere kein Futter mitgebracht und verfüttert werden darf, sollte für jeden Besucher selbstverständlich sein. Ein Karton mit dem geeigneten Futter kostet 1 €.

Hat man den Wildtierpark betreten, kann man dem gut ausgeschilderten Rundgang folgen und sich die zahlreichen Tiere allein ansehen. Zweimal täglich kann man aber auch einen Rundgang mit den Tierpflegern machen, bei dem dann die Tiere gefüttert werden, kleine Vorführungen stattfinden und die Tierpfleger Auskünfte über die verschiedenen Tier geben.

Da wir uns den ganzen Tag im Wildtierpark aufgehalten haben, haben wir einmal den Rundgang mit den Tierpflegern mitgemacht und sind danach noch mal zu unseren tierischen Lieblingen gegangen.

Der ca. 2 km lange Rundgang geht zum größten Teil durch ein Waldgebiet, in dem man keine auffälligen oder störenden Zäune und Gitter sieht. Die Gehege der Wildtiere sind fast alle nur durch tiefe Gräben oder Holzgeländer geschützt. Eine ungehinderte Sicht auf die Tiere ist möglich und die Sicherheit ist trotzdem gewährleistet. Die Wege sind überwiegend aus grobem Sand, oder es sind Holzstege und Brücken über etwas unwegsames Gelände. Rollstuhlfahrer können diese Wege wohl alle bewältigen, da es keine Stufen gibt, aber ohne eine kräftige Begleitung, die den Rollstuhl über die Sandwege schieb, dürfte es kaum zu schaffen sein. Auf dem Rundweg stehen zahlreiche Holzbänke zur Verfügung, auf denen man sich zwischendurch ausruhen, oder die Tiere in Ruhe ansehen kann.

Wenn man sich den Tierpflegern auf ihrem Rundgang anschließt, bekommt auf dem über 2 Stunden dauernden Rundgang alle Wildtiere bei der Fütterung zu sehen. Den Tieren wird aber nicht einfach das Futter hingeworfen, sondern bei einigen Tieren wird eine kleine Vorstellung daraus gemacht. Bereits am ersten Gehege ist der Besucher doch recht erstaunt wenn plötzlich ein ausgewachsener Adler angeflogen kommt und auf einem Stein in direkter Nähe zu den Besuchern landet, während der Tierpfleger etwas über Adler allgemein erzählt. Angelockt wurde er natürlich durch Futterstücke, die von den Tierpflegern auf dem Felsen gelegt wurden. Hat der Adler das Fleischstück verspeist, wird ein weiteres auf einen anderen Felsen geworfen und natürlich fliegt der Adler sofort dorthin und die Besucher haben die Möglichkeit den Adler aus nächster Nähe zu sehen.

Der Rundgang geht dann weiter vorbei an den Gehegen mit den Rehen und Hirschen, verschiedenen Greifvögelarten und bevor wir uns dem Geiergehege nähern, dürfen wir noch eine Schneeeule aus unmittelbarer Nähe bewundern. Mutige dürfen bei den 8 verschiedenen Geiern sogar mit ins Gehege und dem netten Federvieh mal direkt ins Auge kucken, während sie sich ums Futter streiten. Wenn man den Ausflug ins Geiergehege unbeschadet überstanden hat, geht es weiter zu dem Bärengehege, in dem 3 wunderschöne Braunbären zu sehen sind. Die Bären werden natürlich aus sicherer Entfernung gefüttert, ebenso wie die derzeit 23 Wölfe, die in einem weiteren Gehege zu bestaunen sind. Wenn man nicht zu den Fütterungszeiten am Wolfsgehege ist, ist von den Tiere natürlich nicht soviel zu sehen, da sich meistens in ein Waldstück zurückziehen, dass von den Besuchern nicht eingesehen werden kann. Während der Fütterung ist der Teil des Geheges in dem sich die Wölfe befinden, auch mit einem tiefen Graben gesichert und man hat eine wunderbare Zaun- und Gitterfreie Sicht zu den Wölfen. Sollte es Zoff im Wolfsgehege geben, ist das laute heulen der Wölfe schon recht deutlich durch den ganzen Park zu hören.

Mitten im Wildpark ist dann die Haustierschau zu sehen. Nachgebildet ist ein kleiner Bauernhof auf dem Tiere wie Kühe, Schweine, Ziegen und Pferde angesehen und natürlich auch angefasst werden können. Auf einer großen Koppel findet eine Vorführung statt, bei der man neben vielen anderen Dingen sehen kann, wie zum Beispiel Hütehunde arbeiten. Auch Trampeltiere, Esel, Lamas und Maultiere kann man sehen und die Tierpfleger geben wie bei allen Tieren Auskünfte und antworten auf die Fragen der Gäste.

Nach der Haustierschau geht’s dann weiter zu den Wildschweinen, die derzeit jede Menge Frischlinge haben. Bevor wir endlich zu dem Gehege mit den Luchsen und Wildkatzen kommen, sind noch Otter, Waschbären, Frettchen und auch Biber zu sehen. Bei den Bibern ist ein riesengroßer Biberbau nachgebaut, durch den man gehen kann. Als wir in dem Bau waren, konnten wir 2 Biber direkt vor uns sehen, die in ihrem "Bau im Bau" gefressen und geschlafen haben.

Nachdem ich mich dann auch von den 2 wunderschönen Schneefüchsen verabschiedet hatte, kam ich endlich zu dem Gehege mit den 3 Luchsen. Die Tiere haben ein sehr großes Gehege und es gibt darin viele Bäume und Felsbrocken, auf denen sie nach Herzenslust herumtoben können. Die Luchse und auch die Wildkatzen, die natürlich in einem anderen Gehege sind, bekommen ihr Futter nicht einfach so vors Maul gelegt, sondern müssen es sich erjagen. In beiden Gehegen sind Vorrichtungen eingebaut, an denen das Futter an einem Seil hängend blitzschnell durchs Gehege gezogen wird und die Tiere ihre Beute jagen. Es macht unheimlich Spaß diesen schönen Tieren zuzusehen, wie sie ihrer Beutel hinterher jagen, oder sich nach der Mahlzeit ihrer Mittagsruhe auf einem der riesigen Steine hingeben.

Am Ende des Rundgangs kommt man noch an einem Gehege mit Rehen vorbei, in das man auch gehen kann und die Rehe füttern und anfassen darf, wenn die Tiere sich denn durch das rascheln der Futterkartons anlocken lassen.

Es gibt noch eine Vielzahl von anderen Tieren zu sehen und der positive Ersteindruck wird im ganzen Wildpark bestätigt. Die Gehege sind alle so aufgebaut und gestaltet, dass der Besucher den Eindruck bekommt, er würde die Tiere in freier Natur sehen. Es sind nirgends Betonflächen zu sehen, sondern alle Tiere haben ausreichende Gras-, Sand- und Steinflächen. In fast allen Gehege sind auch kleine Bäche angelegt, oder Seen und Teiche. Die Tiere erwecken den Eindruck, dass sie auch in ihrer Gefangenschaft ein Revier bekommen haben, indem sie ein fast natürliches Leben führen können.

Gut gefallen haben mir auch die Tierpfleger, die auf alle Fragen geduldig geantwortet haben und auch ihre Späße mit den Besuchern gemacht haben. Die Art wie die Pfleger mit den Tieren umgehen und auch von ihnen erzählen, erweckt den Eindruck, dass die Pfleger zu ihren Tieren schon eine recht intensive Verbindung haben. An dem Tag als wir in Bad Mergentheim waren, waren außer uns noch maximal 15 andere Besucher da und es war ein Wochentag. Ob an den Tagen an denen ein größerer Besucherandrang die Vorführungen und Erklärungen der Tierpfleger so ausführlich sind wie es bei uns der Fall war, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Für Kinder kann man nach vorheriger Anmeldung auch ganze Wochenenden im Wildpark planen. Nähere Informationen dazu und zu dem gesamten Wildpark, kann man unter www.wildtierpark.de nachlesen.

Im Wildpark Mergentheim kann man sich natürlich zwischendurch auch stärken. Das Lokal macht rein optisch einen recht einfachen Eindruck und es ist Selbstbedienung angesagt. Neben 3 oder 4 verschiedenen Tagesgerichten, kann man noch die üblichen Dinge wie Pommes oder Salat bekommen, ebenso wie natürlich zahlreiche Getränke. Die Auswahl ist recht gering, das Essen ist aber sehr gut und preislich auch eher im unteren Bereich.

Was mich etwas gestört hat, war die Tatsache dass es im Lokal selbst keine Toiletten gab, sondern ein paar Meter entfernt nur ein barackenähnliche Gebäude mit Toiletten zu finden ist. Die Toiletten selbst sind wahnsinnig eng und obwohl es recht sauber aussieht, stank es doch fürchterlich dort. Rollstuhlfahrer haben keine Chance die Toiletten zu benutzen, da erstens schmale Stufen zu bewältigen sind und das ganze Toilettenhaus viel zu eng ist. Neben dem Lokal ist noch ein sehr großer Kinderspielplatz und auch ein Grillplatz ist dort zu finden. Genutzt werden kann der Grillplatz nach vorheriger Anmeldung.

Mir hat der Wildpark in Bad Mergentheim rundherum supergut gefallen. Für mich ist einer der schönsten Tierparks die ich bisher gesehen habe. Es sind nicht zu viele Tiere da und wer einen ganzen Tag dort verbringt, wird seine Freude haben, wenn er sich zwischendurch auf eine Bank vor den Gehegen setzt und die Tiere in ihren fast natürlich anmutenden Umgebung beobachtet. Der ganze Park ist sehr sauber, übersichtlich und sehr schön angelegt. Die Tiere wirken zufrieden, soweit ein Besucher das beurteilen kann. Die Gehege der Tiere sind alle so groß, dass man nicht den Eindruck bekommt, die Tiere würden sich nicht ausreichend bewegen können. Auch die Mitarbeiter waren, angefangen bei der Kassiererin, über die Tierpfleger bis zu den Mitarbeitern im Lokal, alle freundlich und entgegenkommend.

Es war sicher nicht mein letzter Besuch im Wildtierpark Bad Mergentheim. Es lohnt sich auf jeden Fall einen ganzen Tag dort einzuplanen und jeder Tierfreund wird begeistert sein, wenn er die zahlreichen Tiere in dieser schönen Umgebung sieht.

Von mir gibt’s die volle Punktzahl für den Wildtierpark in Bad Mergentheim, da ich von dem Ausflug dorthin immer noch beeindruckt und begeistert zu gleichen Teilen bin.

Nachtrag 1: Ja, ich war im Gehege mit den Geiern, aber sie haben nicht angebissen. ;-)

Nachtrag 2: Die Gräben beim Wolfsgehege sind so tief, das evtl. aufkommende böse Gedanken bei der Fütterung aussichtslos sind. Jemanden während der Fütterung ins Gehege zu schubsen klappt einfach nicht.

Nachtrag 3: Ich durfte nicht mit den Bären spielen :-(


Geschrieben am: 28. Sep 2003, 12:48   von: irias



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