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Übersicht > Unterhaltung > TV > Serien

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



Immortal - der Unsterbliche
Bericht wurde 2282 mal gelesen Produktbewertung:  ausreichend
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Gestern lief auf meinen – Eingeweihte werden es wissen – „Lieblingssender“ RTL2 der Pilotfilm zur neuen Mystery-Serie „Immortal – der Unsterbliche“ an. Die Serie wird immer donnerstags gegen 21.15 laufen, und soll den Sender nun wohl völlig auf die Mystery-Schiene führen – was dem Zuschauer auch in regelmäßigen Abständen eingebläut wird.

Die Grundidee der Serie ist dabei mal wieder so unheimlich neu, wie „Highlander“, „Angel“ und „Bram Stoker’s Dracula“ aus deren Konzepten und Geschichten man „Immortal“ zusammengerührt hat. Einzig mir bisher bekanntes Gesicht: Lorenzo Lamas als Titelheld (Raphael „Rafe“, der Unsterbliche) zuletzt gesehen in „Renegade“. Lamas kann in der neuen Serie allerdings nicht viel falsch machen, weil die Charaktere aus beiden Serien so in etwa die gleichen sind. Zumindest aber habe wir durch ihn einen Garant dafür, daß in der Serie eine Menge Leute gewaltig eins auf das Käppi bekommen.


Geschichte:

Rafe landet Anfang des 17. Jahrhunderts als Schiffbrüchiger auf einer japanischen Insel, wo er bereits von seinem zukünftigen Mentor (Name weiß ich nicht mehr), einer Art Obiwan Kenobi- Verschnitt, als der „Auserwählte“ erwartet wird. Rafe heiratet eine Japanerin, sie bekommen eine Tochter. Ein Teenager namens Goodwin läuft der Familie zu und alles könnte so wunderwunderschön sein, wenn nicht ein schnödes Damönenpärchen (Moloss und Vachista, falls man das so schreibt) auftauchen und Rafe’s Angetraute darniedermeucheln würde. Dreisterweise entführen sie auch noch seine 5jährige Tochter. Rafe ist natürlich ziemlich stinkig, schmiedet sich ein Schwert und leistet den Schwur alle Dämonen auf ewig zu jagen. Bums! Ist er also unsterblich und Kollege Goodwin, der ihm folgen wird wie Idefix dem Obelix, mit ihm. Fast 400 Jahre gehen ins Land und die beiden tauchen im heutigen New York auf, wo sie eher widerwillig mit der Wissenschaftlerin Sarah, die gerade auch auf Dämonenjagd ist ein Team bilden. Wie es der Teufel so will, treibt dort auch das allerliebste Dämonenpaar dort sein Unwesen (allein die Schauspielerin stammen aus dem Gruselkabinett: er hat irgendwie einen Plastikschädel und sie ist ein Puddinggesicht).


Die Figuren:

Rafe: großes, böses, langhaariges und ungemein cooles Muskelmann (=Frauentyp!???) mit schwarzes Ledermantel, dessen Vokabular sich zunächst auf „ich Tarzan, du Jane“ zu beschränken scheint. Zieht mit der selben Leidensmiene durch die Weltgeschichte, die man aus „Angel“ kennt – und haut Dämonen am liebsten mit einem Highlander-artigen Schwert auf die Mütze. Vorbei also mit „es kann nur einen geben“.

Goodwin: ist fast ebenso alt wie Rafe, sieht aber immer noch aus wie ein Teenager. Auch geistig scheint er in 400 Jahren nicht gereift zu sein. Leider, da der Typ nervt. Welchen Zweck er genau haben soll, ist mir nicht aufgegangen. Wahrscheinlich braucht aber jede TV-Serie einen Dämlack im Team.

Sarah: sie hat als Kind miterlebt, wie ihre Eltern von Dämonen getötet wurden, was ihr natürlich nie einer geglaubt hat. Da sie aber sowohl reich als auch intelligent ist, hat sie fleißig studiert und entwickelt, um ein Gerät zu entwickeln, daß Dämonen outet. Fröhlich, wie ein Lawinenforscher, der meint nur, weil er die auf ihn zurollende Lawine erforschen will, wurde letztere ihm nichts tun, beginnt Sarah an den Dämonen herumzuforschen. Leider sind Dämonen aber, wie uns die Geschichte des Horrorfilms lehrte keine netten Zeitgenossen. Auch sie hat das Potential an meinen Nerven zu sägen.

Dämonen: man lernt, daß Dämonen nicht gleich Dämonen sind. Ganz allgemein laufen sie in Menschengestalt durch die Serie. Einige sind schnöde Dienstleister, wie Autoverkäufer oder Taschendiebe, andere haben sich in hohen Ämtern dick gemacht – während die Oberdämonen (Moloss und Vachista zum Beispiel) sich aufführen, wie die Axt im Walde und machen was sie wollen – man kann es sich halt leisten. Die beiden Dämonenherzchen sind etwa vom Kaliber, wie das bekannte Vampirteam Spike/Drusilla oder aber wie Top Dollar und sein Halbschwester aus „The Crow“. Es gibt prinzipiell also böse Dämonen, böse mächtige Dämonen und ganz böse und ganz mächtige Dämonen. Das sollte man wohl nicht verwechseln.


Da die Produzenten sich nun wirklich nichts Neues haben einfallen lassen (müssen), wird es in Zukunft darauf ankommen, wie sie die einzelnen Komponenten zusammenfügen. Vielleicht wird im Laufe der Serie ja doch noch was Unbekanntes aus dem Hut gezaubert. Im Moment haben wir wieder eine Serie mehr, in der zugegebenermaßen recht rasante Actionszenen mit einigem Aufwand an Spezialeffekten kombiniert werden. Dabei ist es wirklich süß, wie die Dämonen, auf dem Rücken liegendem Käfern gleich, mit den Beinchen strampeln, wenn sich ein Loch auftut, durch das sie zur Hölle fahren sollen. Etwas irritierend teilweise die Kamera, die mal in Zeitlupe läuft und mal die Zeit beschleunigt und etwas langatmig, die Rückblenden in Rafe's Vergangenheit, zumal einige Szenen mehrmals wiederholt wurden.

Man kann sich die Serie eigentlich ganz gut angucken, vor allem, wenn man geneigt ist eine Stunde ohne großartiges Nachdenken zu verbringen. Besonders da man durch ähnliche Sendekonzepte so im Thema ist, daß man selbst durch eine neue Serie nicht aus dem Tran gerissen wird. Außerdem ist der Donnerstag sowieso nie ein guter Fernsehabend gewesen. Die Serie trifft eigentlich auf keine großartige Konkurrenz. Abschließend betrachtet, habe ich ja auch nur den Pilotfilm gesehen, wonach es etwas verfrüht ist, sich eine endgültige Meinung zu bilden.


Geschrieben am: 07. Apr 2002, 18:38   von: Vampire-Lady



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