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Übersicht > Unterhaltung > DVD > V > Vidocq
Vorteile: alles
| Nachteile: nix
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| Historischer Grusel-Thriller der feinsten Art! |
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Produktbewertung:
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sehr gut
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Berichtbewertung:
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*-*-*-*-*
V i d o c q
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Mit Vidocq ist den französischen Filmemachern wieder mal ein toller Film gelungen. Als ich vor langer Zeit mal einen Filmausschnitt gesehen hatte wurde ich neugierig auf den Film. Leider ist er bei mir dann etwas in Vergessenheit geraten, bis ich auf Amazon.de den Film bei den Sonderangeboten gefunden habe. Also habe ich mir ihn gekauft und es keine Sekunde lang bereut, im Gegenteil. Hier die Einzelheiten:
Die Geschichte:
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Der Film spielt im Paris des Jahres 1830, die Metropole hat Probleme genug, politische Unruhen erschüttern die Metropole und nun treibt auch noch ein geheimnisvoller Killer sein Unwesen, dem bereits eine ganze Reihe von jungen Mädchen zum Opfer gefallen ist. Der bekannte Detektiv Vidocq (gespielt von einem grossartigen Gérard Depardieu) stellt sich diesem Ungetüm in den Weg. Der Film macht den Anfang gleich mit einer spannenden Verfolgungsjagd. Vidocq verfolgt den Verdächtigen durch die Katakomben einer Glasblässerei. Der Kampf endet böse, Vidocq stirbt und der Killer kann entkommen, nachdem er seinem Verfolger den letzten Wunsch - sein Gesicht zu sehen - erfüllt hat. Am nächsten Tag melden die Zeitungen "Vidocq est mort" - Vidocq ist tot.
Kurze Zeit später taucht im Büro des verstorbenen Detektiven, welches er sich damals mit einem Kollegen namens Nimier geteilt hatte ein junger Mann auf. Der Journalist Boisset (nicht minder gut: Guillaume Canet) recherchiert über den Tod des Privatdetektivs, da er sein Leben in einer Biographie festhalten will. Nimier ist frustriert und will dem jungen Mann nicht gross helfen, erzählt ihm aber wie die Geschichte angefangen hat. Vidocq und Nimier wurden vom Chef der Polizei mit der Untersuchung zweier mysteriöser Todesfälle betraut. Dabei handelte es sich um den Chef der Waffenproduktion und einen Arzt, beides einflussreiche Herren der pariser Gesellschaft. Nach kurzen Nachforschungen stellten die beiden Detektive fest, dass es sich um ein Mordkomplott handelt und eine dritte Person in unmittelbarer Gefahr schwebt. Nimier und Vidocq kommen dem Ursprung der Morde immer näher.
Nimier erzählt dem jungen Journalisten und Biographen viele Details zu diesem Fall. Mit Hilfe dieser Angaben rollt Boisset den Fall auf und dringt bis zu den Anfängen des Killer-Problems vor. Der Journalist redet mit allen Leuten, zu welchen der berühmte Detektiv vor seinem Tod Kontakt hatte. Langsam setzen sich die Puzzle-Teile zusammen. Mit einer guten Freundin - einer exotischen Tänzerin - Vidocqs geht Boisset weiter auf Spurensuche und entdeckt grauenhafte Sachen. Bei der Rekonstruktion des Falles kommt Boisset selber in arge Bedrängnis und muss sich aus den Fängen der Polizei befreien. Bei seinen Recherchen stösst er auf eine Kreatur, die scheinbar das Geheimnis des ewigen Lebens entdeckt hat - und das Blut junger Frauen benötigt, um es anzuwenden. Dass unter anderem auch die drei hochrangigen und ziemlich toten Herren aus Paris in diese grausame Sache verwickelt sind, kommt dann zum Vorschein, als deren ungewöhnliches Ableben mit dieser Kreatur in unmittelbare Verbindung gebracht werden kann. Dieses Monster versprach nämlich diesen drei narzistischen Herren die ewige Jugend, wenn sie ihm junge Mädchen liefern um das Elixier herstellen zu können. Der „Alchimist“ - wie er im Film auch genannt wird - huscht durch die Geschichte wie ein Phantom, eingekleidet in einem wallenden, schwarzen Sensenmann-Umhang, sein Gesicht hinter einer schillernd-gruseligen Maske versteckt (erinnert irgendwie an Scream). Mit einer besonders interessanten Kampfkunst gelingt es der Kreatur sich jedesmal wieder aus den Fängen Vidocqs zu befreien. Besonders grausam wird der Fall, als das Versteck des Alchimisten mitten in der Stadt von Paris gefunden wird. Entführte Jungfrauen warten in dunklen Zellen auf ihren Tod, können aber durch den mutigen Detektiven befreit werden. Doch wer ist dieser Alchimist? Vidocq hat noch immer keine konkrete Ahnung.
Der Film:
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Vidocq ist eine farbenprächtige und effektgeladene Horror-Kriminalgeschichte mit prachtvollen Kulissen, rasanten Schnitten und spannenden Kamerafahrten. Auch die Kampfszenen sind spannend, erinnern sie doch manchmal etwas an Matrix.
Gérard Depardieu überzeugt auf ganzer Linie als historischer Spurensucher (erinnert irgendwie an ein CSI vergangener Tage ;-). Der Streifen ist Fantasyunterhaltung vom Aller-Feinsten. Spannend ist auch die Darstellung des mysteriösen Killers, er springt durch den Film mit einem wallenden, schwarzen Sensenmann-Umhang und verdeckt sein Gesicht mit einer Spiegelmaske. In Rückblenden enthüllt der Film eine äusserst spannende wie auch sehr bizarre Geschichte von Mord, sexueller Begierde und dem Traum der ewigen Jugend - während die vom Journalisten Interviewten bald darauf kreative Tode sterben (per umgeleiteten Blitzschlag). Erst das überraschend actiongeladene Finale enthüllt auf sensationelle Art und Weise die ganze Tragweite des Geschehens und die Eleganz von Vidocqs List.
Geschichtlicher Hintergrund:
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Ab 1811 machte er tatsächlich als Chef der Sureté die Straßen von Paris sicher: Eugène François Vidocq, ein Gauner, der zum Detektiv aufstieg. Vidocq stellte ballistische Untersuchungen an, erfand die Kriminalitätskartei und gilt als Vater des modernen Ermittlungswesens. Er befehligte eine Kompanie von 28 Detektiven, die alle ehemalige Polizisten waren, sein Wirken inspirierte Literaten, Filmemacher und Kriminalisten der heutigen Zeit. Es gibt sogar eine Vidocq-Society die sich mit kniffligen Fällen auseinander setzt. Jedenfalls sind die im Film präsentierten Accessoires wie z.B. Vidocqs opulente Verkleidungsgarderobe oder sein Obduktionslabor nicht der Phantasie eines Autoren entsprungen sondern geschichtlich abgesicherte Fakten.
Mein Fazit:
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Der Film besticht durch die gruselig-historisch-spannende Geschichte und der talentierten Darsteller. Die Bilder sind mal fantasievoll und bunt, dann wieder düster und erdrückend. Die Story lässt sich bis zum Schluss nicht auflösen, das Ende ist äusserst überraschend. Das Zermartern des Gehirnes auf der Suche nach dem Täter ist fast hoffnungslos, da die Geschichte sich da keine Blösse gibt! Der Film ist absolut genial gemacht und erinnert in der Art etwas an „Pakt der Wölfe“ (übrigens haben die Drehbuchautoren von die purpurnen Flüsse bei Vidocq die Hände mit im Spiel). Bis jetzt hat jede/r dem ich den Film ausgeliehen habe voller Begeisterung davon geschwärmt. Ich kann diesen Film jedem nur wärmstens empfehlen, zieht ihn euch rein und lasst euch begeistern!
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Geschrieben am: 02. Oct 2009, 18:04 von: Mary J.
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