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Übersicht > Computer > Software > Dateimanager
Vorteile: super einfach zu bedienen
| Nachteile: nüx
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| Gibt meinem PC-Leben einen Sinn (Windows Commander 4) |
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Produktbewertung:
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sehr gut
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Berichtbewertung:
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__/ Vorwort \__
Schon komisch! Da benutze ich ein Programm so oft, und erst jetzt kommt mir der Gedanke, darüber zu berichten. Genauer gesagt, es ist das am häufigsten von mir benutzte Programm, gleich nach dem Internet Explorer. Und wenn ich gerade schon das Wort „Explorer“ zu Papier bringe, sollte ich ein anderes Programm im gleichen Zug nennen, nämlich den Windows Explorer.
Nein, ich mag ihn nicht! Er ist unhandlich, nicht funktional und unübersichtlich. Doch ist man auf ihn angewiesen! Oder? Zum Glück doch nicht, denn es gibt ja den „Windows Commander“, den ich nutze, seit ich Windows habe. Vielleicht erinnern sich manche noch an den „Norton Commander“, einen Dateimanager aus MS-Dos Zeiten. Damals war so was noch viel bitterer nötig als heute, sonst hätte man für das kopieren einer einzelnen Datei ellenlange Befehle eingeben müssen, wenn man sich nicht gerade verhaspelt hat. Windows Commander funktioniert nach dem selben System.
Im folgenden möchte ich die wichtigsten Funktionen nennen und meine persönlichen Erfahrungen mit dem Programm in der Version 4.03 für 32bit-Rechner beschreiben. Alle Funktionen aufzuzählen würde allerdings den Rahmen sprengen, deshalb beschreibe ich nur die Funktionen, die ich persönlich für relevant halte und nutze. Das ist ja auch schließlich der Sinn eines Erfahrungsberichts.
__/ Was ist Windows Commander? \__
Der Windows Commander ist, wie schon gesagt, eine Alternative zum Windows Explorer von Microsoft. Dieser ist wirklich unhandlich und unausgereift, wie man es von Microsoft nun mal gewohnt ist. Windows Commander ist da anders. Während man beim Windows Explorer nur eine Spalte mit den Dateien hat, die man bearbeiten kann, stehen beim Windows Commander gleich zwei nebeneinander. Dies hat den Vorteil, dass man z.B. 2 Verzeichnisse miteinander vergleichen kann, oder bequem Dateien verschieben, kopieren oder entpacken kann.
Kleines Beispiel: Ich habe eine Zip-Datei. Praktischerweise sind im Windows Commander die wichtigsten Komprimierungsprogramme schon implementiert, weshalb ich mir ein separates Programm eigentlich sparen kann. Ich schaue mir die Datei nun an, und sehe, dass dort alle Dateien lose drin sind. Also kann ich mit dem Windows Commander schnell einen neuen Ordner erstellen. In der linken Spalte, bzw. im linken Fenster habe ich nun die Datei und im anderen Fenster habe ich den geöffneten, leeren Ordner. Nun ordne ich an, dass mein PC die Datei entpacken soll. Und nach wenigen Augenblicken befinden sich alle Dateien aus dem Zip-File im Ordner, ohne dass ein Kuddelmuddel aus losen und einzelnen Programmteilen entstehen konnte. Ich hatte alles immer im Überblick, und das ist die ganz große Stärke des Windows Commander. Man verliert niemals wirklich die Übersicht.
Oder sagen wir, man möchte mal ein wenig die Festplatte von unnötigen Dateien aufräumen! Vieles will man löschen, vieles einfach nur ordnen. Öfters verschiebe ich mal MP3-Dateien, Filme oder Bilder, die sich so in meinem Download-Verzeichnis ansammeln in separate Verzeichnisse. Wenn ich alle meine Bilder in einem Verzeichnis habe, kann ich leicht eine Slide-Show erstellen. Oder mit meinen MP3s kann ich so schneller eine Playlist einstellen. Für solche Zwecke ist es immer besser, die Dateien zu ordnen. Mit Windows Commander geht das super einfach. In einem der Fenster habe ich das Verzeichnis geöffnet, in das ich die Dateien reinkopieren will, im anderen durchforste ich meine Festplatte. Einfach wunderbar.
__/ Wie funktioniert Windows Commander? \__
Funktionalität ist das Stichwort! Dies wird bei Windows Commander groß geschrieben. Fast so groß wie Übersichtlichkeit. Genauer genommen ist das Programm eine perfekte Symbiose aus diesen beiden Eigenschaften. Zunächst sollte ich den Aufbau des GUI, also der grafischen Benutzeroberfläche beschreiben. Standardmäßig befindet sich unter den beiden Fenstern noch eine Zeile mit Funktionstasten. Hier sind die Programmierer sehr geschickt vorgegangen, denn sie haben genau die Funktionen dort gelassen, die man eigentlich am allerhäufigsten braucht. Das wäre das Anzeigen und Bearbeiten von Textdateien, Kopieren, Bewegen und Löschen von Dateien, sowie das Eröffnen eines neuen Ordners und das Beenden des Programms. Und wenn das nicht schon praktisch genug wäre, kann man diese Funktionen noch mit den F-Tasten anwählen.
Weiter oben, über den Fenstern, findet sich wieder eine Leiste mit Popup-Menüs, wie man es oft von allen möglichen Programmen kennt. Hier finden sich neben den bereits genannten Funktionen noch eine Fülle von anderen. Um die Wichtigsten zu nennen wären das: Packen, Entpacken, Eigenschaften, Speicherbedarf ermitteln, Dateien Aufspalten und wieder zusammenfügen, Suchen, Dos-Fenster öffnen, FTP-Verbindung herstellen und vieles mehr.
Weiter befindet sich unten noch eine Befehlszeile, mit der man verschiedene Programme starten kann, ähnlich MS-Dos. Wirklich sehr praktisch, wenn man mal schnell z.B. MSConfig o.ä. ausführen will.
Das Ausführen der Befehle funktioniert auch denkbar einfach. Einfach eine Datei mit der linken Maustaste anwählen, bzw. mehrere Dateien mit der rechten Maustaste markieren und dann den entsprechenden Befehl angeben. Hat man dann nicht gerade einen Denkfehler gemacht (also z.B. der Versuch ein Bild zu entpacken o.ä.) wird dieser auch sofort ausgeführt! Ohne Murren und Knurren :o)
Handelt es sich um eine Datei, welches bereits mit einem Programm verknüpft ist, also ein Bild oder eine Textdatei, reicht ein Doppelklick um das benötigte Programm zu starten. Genau wie bei Windows auch kann man so z.B. seine Textdateien aufrufen. Man sieht, man kann mit dem Windows Commander wirklich nur dazugewinnen.
Ebenfalls nicht unwichtig, ist natürlich das Konfigurieren des Programms. Hier bleibt natürlich auch kaum ein Wunsch offen. Dies fängt mit rein optischen Effekten an, wie z.B. den Farben und Layout, was schon einiges bringen kann. Weiter geht es mit wichtigeren Sachen, wie den Packern, Tastatur- und Mausbelegung, Verknüpfungen mit Programmen, der Sprache etc. Im Grunde kann man alles frei einstellen, wie man mag. Doch ich persönlich empfinde die Standard-Einstellungen als völlig ausreichend, und habe diese weitgehend so belassen.
__/ Wer braucht den Windows Commander? \__
Hier kann man sagen jeder, oder auch keiner. Aber ich sage es mal so: Eigentlich ist es irrational auf dieses Programm zu verzichten, wenn man ein bisschen mehr mit seinem PC machen will, als nur damit zu spielen und zu surfen. Irgendwann sucht man eine Datei, die man öffnen und bearbeiten will. Irgendwann möchte man mal ein paar Files ordnen oder löschen. Irgendwann kommt man einfach nicht mehr daran vorbei, seinen PC sinnvoll zu verwalten. Wie gesagt, es ist eine Alternative zum Windows Explorer, aber um einiges attraktiver, funktionaler und vor allem sehr viel komfortabler.
Also, ich arbeite mit Dateimanager schon seit meiner Amiga-Zeit, wo es das recht bekannte „Dos Control“ oder auch den „Directory Opus“. Schon damals war so ein Tool quasi unverzichtbar. Die mittlerweile über 8 Jahre alten Programme waren schon damals ähnlich dem Windows Commander aufgebaut und hatten auch eine vergleichbare Funktionalität. Als ich auf einen PC umstieg, war mir sofort klar, dass ich so ein Programm auch brauchte, es war sogar noch viel nötiger! Noch größer war die Masse an Dateien, die verwaltet werden wollten. Der Windows Commander war dann für mich quasi das Licht am Ende des dunklen Tunnels.
__/ Wo bekommt man Windows Commander her? \__
Das Programm ist ja eigentlich Shareware, es kann also benutzt werden, muss aber nach einem Testzeitraum von einem Monat bezahlt werden. Theoretisch kann man es auch ohne bezahlen weiter benutzen, aber dies ist natürlich sehr respektlos gegenüber den Programmierern, die dieses wunderbare Tool geschrieben haben. Außerdem wird man dann von den sogenannten „Nerv-Requests“ behelligt. Also sich immer wieder öffnende Fenster, die einem zum Bezahlen auffordern.
Das Programm kann man unter www.ghisler.com downloaden. In der neusten Version 5.0 natürlich, und sogar als 16-Bit Version für Windows 3.11 Rechner. Auf der Homepage findet man übrigens auch noch ein Tutorium, News, weitere Informationen und ein paar Zusatzmodule für das Programm. Die Gebühr beträgt 28 Euro, wobei wirklich jeder Cent gerechtfertigt ist.
__/ The Fazit \__
Tja, was soll ich noch sagen? Das Programm ist großartig, ich könnte wirklich kaum was mit meinem PC machen, wenn ich es nicht hätte. Im Grunde ersetzt es sogar die komplette Windows-Oberfläche, und geht weit darüber hinaus. Gerade die Möglichkeit der FTP-Verbindung (die ich aber selbst nicht nutze) ist für viele User eine nützliche Komponente. Also, wer einmal mit Windows Commander gearbeitet hat, will es nicht mehr missen.
©PublicEnemy, 4/2002 (ursprünglich)
Geschrieben am: 15. Feb 2003, 17:54 von: PublicEnemy
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