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Übersicht > Essen > Rezepte > Elsässer Rezepte

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
lecker

Nachteile:
keine




Elsässer BÄCKEOFE, ein Gedicht mit vielen Strophen
Bericht wurde 626 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Hallo Myopinion-Freunde!

Wie ja bereits viele von euch wissen, lebt ein Teil meiner Verwandschaft im Saarland, genauer gesagt in Schwarzenholz. Wie es ja nun mal in allen Familien vorkommt, so wurde auch im letzten Monat dort ein runder Geburtstag gefeiert, ein Onkel wurde 70 Jahre alt (deshalb konnte ich auch nicht eher wieder einen Bericht schreiben).

Gefeiert wurde zu Hause und die Gesellschaft war so 30 Personen stark. Also noch im Rahmen, was man zu Hause veranstalten kann. Da ich ja, wie bekannt, ein ausgesprochener Fan von außergewöhnlichen Gerichten bin, hatte ich dort in Schwarzenholz, nahe der französischen Grenze, das Gourmet-Paradies vor Augen. Mich wunderte nur im nachhinein, daß ich noch bei der Heimfahrt hinter dem Steuer paßte.

Das Festessen bestand aus mehreren Gängen, Suppe, Salat, Dessert, Obst, Kuchen und natürlich dem Hauptgericht, welches den Namen Elsässer BÄCKEOFE trug. Über den Namen konnte mir keiner der Einheimischen Auskunft geben. Auch nicht, warum dieses Gericht im Römertopf (besser gesagt, in mehreren Römertöpfen) angerichtet wird. Es hieß nur: das war schon immer so!

So, nun aber zum Hauptgericht, welches folgende Zutaten für vier Personen benötigt.

Zutaten:
250 g Schweinefleisch,
250 g Rindfleisch,
250 g Zwiebeln,
2 Knoblauchzehen,
2 Stangen Porree,
1 kg Kartoffeln,
2 große Möhren,
1 Aubergine,
2 Fleischtomaten,
1 Dose rote Bohnen,
1/4 Weißkohl,
1 Stück Sellerie,
1/2 l Elsässer Weiß-Wein,
1 Bund Petersilie,
3 Lorbeerblätter,
1 Hähnchenschenkel (pro Person),
1 Maggi-Suppenwürfel.

Zum Abschmecken:
1 Prise Nelkenpulver,
Salz, Pfeffer und etwas Thymian
Und nun die Zubereitung:
Das kleingeschnittene Schweine- und Rindfleisch soll 24 Stunden mit etwas Elsässer Weiswein (am besten Edelzwicker), einigen Zwiebelringen, das zerschnittene Weiße vom Porree, einer in Scheiben geschnittenen Möhre, etwas Petersilie und dem Pfeffer marinieren.
Dies alles muß einen Tag vor der Feier oder vor dem Verzehr angerichtet werden!

Am folgenden Tag werden die Kartoffeln geschält und in Scheiben geschnitten. Mit der Hälfte dieser Scheiben den Boden eines
Römertopfes bedecken. Die Fleischstücke, das übrige Gemüse, den Suppenwürfel und die Gewürze zugeben.

Obenauf werden die restlichen Kartoffelscheiben und darauf die abgezogenen Hähnchenschenkel gelegt. Mit der Beize, dem
Weißwein und etwas Wasser den Römertopf bis zur Hälfte auffüllen, salzen und pfeffern. Mit einem Deckel fest verschließen und im
Backofen bei 180 bis 200 °C etwa 3 Stunden schmoren lassen.

Vor dem Auftragen mit der restlichen Petersilie bestreuen. Statt der Hähnchenschenkel kann man auch einige Gänsefleischstücke beigeben.

Vor dem Vergnügen wurde der Schweiß erfunden, oder so ähnlich, aber wie ihr gelesen habt, ist dieses Gericht etwas aufwendig, aber der spätere Genuß entschädigt die mühevolle und zeitaufwendige Zubereitung. Zum Schluß kann ich nur sagen, laßt es euch schmecken!

Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren, euer Gourmet kalli46


Geschrieben am: 26. Sep 2002, 15:13   von: kalli46



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