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Übersicht > Computer > Software > Windows > WinSystem98
Vorteile: Stabil, leistungsstark, Freeware.
| Nachteile: Vernachlässigte Hilfedatei.
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| Ein kleiner Franzose macht Windows Beine |
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Bericht wurde 526 mal gelesen
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Produktbewertung:
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gut
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Bericht wurde 2 mal kommentiert
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Berichtbewertung:
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Um gleich einem möglichen Missverständnis vorzubeugen: WinSystem 98 (Software-Utility) ist nicht zu verwechseln mit Windows 98 (Betriebssystem).
WinSystem 98 ist ein winziges französisches Utility, das auf der Festplatte nur 339 KB belegt. Die Funktionen, die es auszuüben vermag, sind vergleichsweise gewaltig.
Die beiden Hauptanwendungen dieses sehr leistungsstarken Programms bestehen zum einen darin, den Arbeitsspeicher freizumachen, zum anderen, den Datendurchsatz während der Online-Übertragung anzuzeigen. Das war's auch schon. Wenn Du aber wissen willst, wie's (grob vereinfacht) tatsächlich funktioniert, dann lies weiter.
Wenn man (als 0815 User, wie ich) den Computer einschaltet, wird Windows geladen und gestartet. Windows (Betriebssystem) sieht vor, dass alle aktuelle Arbeit weithingehendst im RAM Speicher des Computers (Random Access Memory) verrichtet wird. Das ist wesentlich schneller, als dauernd in die Auslagerungsdatei auf der weitaus langsameren Festplatte zu schreiben oder von ihr zu lesen (Faktor 30 auf meinem Computer). Konkret heißt das: Solange ich beispielsweise diesen Offline-Text in meinem geliebten CueCards Programm schreibe, ist dieser Text noch nicht auf der Festplatte abgespeichert, sondern wird, zwecks schnelleren Zugriffs, im RAM Kurzzeitgedächtnis zwischengespeichert. Nachteil: Wenn jetzt der Computer abstürzte oder das Programm blockierte, dann wäre der Text Futsch, Ciao, Adios, da noch nicht abgespeichert. Bis hierher alles klar? Gut.
Nun ist Windows (Betriebssystem) aber ganz schön blöd. Es weiß nämlich nicht genau, was es alles im RAM Speicher behalten soll. Deshalb sagt es sich, lieber zuviel als zuwenig. Windows hält die meisten Programme, Ordner und Dateien im RAM Speicher geöffnet, die ich seit dem letzten Windowsstart benutzt habe (und da läppert sich so allerhand zusammen). Es will mir damit einen guten Dienst erweisen. Wie ein voreilig perfekter Diener hält es aber viel zu viel im RAM Speicher griffbereit zur Verfügung, in der ständigen Erwartung, ich würde es gleich noch mal benutzen. Sollte ich, während einer Windows Session, tatsächlich noch einmal auf ein zuvor geöffnetes Programm, einen Ordner oder eine Datei zurückgreifen wollen, so wäre es in der Tat schneller zur Stelle, als wenn es diese Widerholungsaufträge jedes Mal aus dem Keller der Festplatte holen müsste. Immer noch alles klar? Schön. Weiter.
So füllt sich während einer Windowssitzung der RAM Speicher unaufhörlich (und mitunter unnütz) an. Dies heißt aber auch, dass der freie mir zur Verfügung stehende RAM Speicher zunehmendst abnimmt, kleiner wird. Sollte ich jetzt ein speicherhungriges Programm aufrufen (z.B. MS Word, Thumbs Plus, PhotoShop), so kann es passieren, dass RAM und Windows (Betriebssystem) ins Schleudern geraten. Waren sie doch bislang ausschließlich mit dem Aufsammeln und Parathalten meiner bisherigen Arbeit beschäftigt, sind sie plötzlich völlig überfordert, wenn es um die Bewältigung einer neuen Aufgabe geht. Meiner Einschätzung nach gehen 65-80% aller Programmabstürze und Blockierungen auf das Konto dieses Fehlverhaltens von Windows (Betriebssystem).
Ein guter Diener sollte aber auch für bevorstehende Aufgaben gewappnet sein und mir zur Seite stehen, mir meine Wünsche sozusagen von den Augen ablesen. Das liefert Windows nicht. Es ist ein voreiliger Diener (was Vergangenes angeht), und ein blinder, überforderter Hund (was meine zukünftigen Aktionen betrifft).
Hier kommt WinSystem98 (unser kleines französisches Utility, o la la) zum Einsatz. Es hilft mir, aus meinem blinden, überforderten Hund (Windows Betriebssystem) einen zumindest funktionierenden Handlanger zu machen. Innerhalb eines frei wählbaren Spektrums von 10% - 80 % gestattet mir WinSystem98 (Software), den RAM Speicher zu entlasten, sprich frei zu schaufeln. WinSystem98 (Software) sagt Windows (Betriebssystem), wo's lang geht, wo der Hammer hängt und wo der Frosch die Locken hat. Windows (Betriebssystem) wird von WinSystem 98 (Software) angewiesen, den voreingestellten RAM-Prozentsatz in die Auslagerungsdatei (C:/WIN386.swp = Swapfile) auf der Festplatte zu schreiben. Der so frei gewordene, gewonnene RAM Speicher kann nun für zukünftige Aufgaben genutzt werden. Wenn ich jetzt ein "großes Programm" aufrufe, hängt es sich ganz bestimmt nicht auf. War doch gar nicht so schwer, oder?
WinSystem 98 kann sowohl einmalig manuell als auch fortwährend automatisch im Hintergrund fungieren. Der manuelle Einsatz bietet sich vor allem vor dem Aufrufen eines speicherhungrigen Programms an. Man kann das Progrämmchen aber auch anweisen, immer dann RAM Speicher automatisch freizugeben, wenn eine beliebig voreingestellte RAM - Mindestgröße unterschritten wird. Interessanter Nebeneffekt: Durch das spezielle Verfahren verringert sich die schleichend zunehmende Fragmentierung der Festplatte (beeinträchtigt die Computerleistung) und man muss dementsprechend seltener Defragmentieren.
Es gibt zahlreiche Softwareprogramme (FreeMem, Freemex, RamBooster, WinRam Turbo, Mem Turbo) die Ähnliches, Vergleichbares oder Identisches leisten wie WinSystem 98.Ich hab sie alle ausprobiert. WinSystem 98 ist mein Favorit, weil es die sinnvollste Taskleistenansicht liefert. Direkt neben der Taskleistenuhr sehe ich als ANIMIERTEN ZAHLENWERT, wie's mit dem freien ARBEITSSPEICHER, dem CPU LOAD oder der HARD DRIVE ACTIVITY ausschaut. So ist es bisweilen sehr aufschlussreich mitzuverfolgen, wieviel RAM Speicher ein gerade aufgerufenes Programm "schluckt". (Word 2000 benötigt 12 MB, Thumbs Plus 2000 24 MB RAM). Interessant auch, dass nach dem bloßen Windowsstart mit ein paar Autostartprogrämmchen ganze 50% meiner 160 MB RAM bereits "verbraucht" sind.
Wer häufig Abstürze erlebt, oder dessen Programme langsam laufen (vor allem RAM-speicherintensive Bildbearbeitungsprogramme), dem sei in erster Linie eine RAM Nachrüstung auf mindestens 128 MB empfohlen. In solchen Fällen wirkt zusätzlicher RAM Speicher wahre Geschwindigkeitswunder und ist die weitaus sinnvollere Investition als ein schnellerer CPU.
Über zehn verschiedene Karteireiter kann WinSystem 98 konfiguriert werden. Fortan gewährt eine kleine, ansprechend gestaltete Armatur Einblicke in CPU- und MOTHERBOARD TEMPERATURE, CPU ACTIVITY und MODEM ACTIVITY. Dies ist enorm sinnvoll, wenn man ohne ISDN mit normalem Modem ins Internet geht. Man sieht die derzeit verfügbare Datenübertragungsrate in KB und kann vor einem größeren Up- oder Download entscheiden, ob dies der richtige Zeitpunkt dazu ist.
WinSystem 98 bietet leider nur eine popelige txt-Hilfedatei in Englisch und Französisch, die lediglich über FAQ's in das Programm einführt. Eine kontextsensitive Hilfe oder direkter Hilfeaufruf aus dem Programm ist nicht möglich. Doch gerade bei einem Programm mit derart schwieriger, komplexer Materie würde ich als relativer Computerneuling eine ausführliche Hilfe erwarten, ja fordern. Für diese Nachlässigkeit ziehe ich WinSystem 98 ein Sternchen von der Höchstnote ab. Doch meine ausführliche Meinung zu WinSystem 98 dürfte viele Fragen an die vermisste Hilfedatei erübrigen.
Aber was soll's. Einem geschenkten Pferd schaut man nicht ins Maul.
Huh,....geschenkter Gaul?
Jawohl, meine Herr'n.
Dieses französische Arbeitspferdchen ist nämlich FREEWARE. WinSystem 98 erscheint hin und wieder auf den CD-Rom Beilagen von Computerzeitschriften (PCgo) oder kann direkt unter www.multimania.com/newtech heruntergeladen werden.
Das Programm hat einen Untertitel und nennt sich THE ULTIMATE NORTON KILLER. Das soll wohl ironisch gemeint sein. Die tatsächliche Bedeutung dieser euphemistisch anmaßenden Behauptung hat sich mir bislang jedoch noch nicht erschlossen, denn die Funktionen von WinSystem 98 unterscheiden sich fundamental von denen der Norton System Works 2000. Soll wohl ein Werbegag sein, den das Programm aber gar nicht nötig hat und der (zumindest mich) unnötig verwirrt.
Zwar kann WinSystem 98 nicht mit all so vielen Voreinstellungen und Funktionen aufwarten wie beispielsweise das ebenfalls von mir besprochene Arbeitsspeicher-Verwaltungsprogramm FREEMEM PROFESSIONAL (siehe hierzu meine Meinung: "Für ein freies Windows - FreeMem Pro"), aber dafür ist es umsonst.
Chacun a son facon, voila.
Geschrieben am: 27. Aug 2001, 14:40 von: RudiRe
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