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Übersicht > Offene Kategorie > A-Z > Alles mit K...

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
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Nachteile:
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Der (K)abeltechniker und der Pinguin
Bericht wurde 4342 mal gelesen Produktbewertung:  mangelhaft
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung:  nicht bewertet

Vorgeschichte
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Da der Apartmentkomplex, in dem wir wohnen, in einem neu erschlossen Gebiet der Stadt Greer liegt stand uns bisher keinerlei Highspeed-Internetzugang zur Verfügung. Eine normale Einwahlverbindung mit 56k, die meistens nur mit 32k gelaufen ist, war alles was wir hier bekommen konnten. Als letzten Monat die Nachricht kam, daß die hiesige Kabelgesellschaft (Charter Communications) nun endlich auch unser Gebiet bedient und auch ihren Internetservice (genannt Charter Pipeline) mit anbietet, haben wir uns deshalb sofort dort angemeldet. Aus Kostengründen ("Paketdeals" sind hier häufig billiger als Einzelprodukte) haben wir nicht nur zwei Internetzugänge - je einen für meine Frau und für mich - bestellt, sondern gleich auch den Premium-Kabelfernsehservice. (Ich bin mir aber jetzt schon nicht mehr sicher, ob das die monatliche Ersparnis von USD 30,- wert war, da meine Frau bereits damit angefangen hat mich mit allerlei sinnlosen Spielfilmen zu foltern).

Der erste Techniker
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Nach einiger Wartezeit war es dann letzten Freitag (13.09.02) soweit: der Kabeltechniker stand vor der Tür, pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt um 14:30 Uhr - kein Angestellter von Charter, sondern ein freier Vertragspartner, Mitte 20, sehr nett und kompetent. Nach kurzem Gespräch mit ihm stellte sich heraus, daß es ein kleines Problem gab: Charter hatte ihn beauftragt, neben der Fernsehkabelbox nur EINEN Internetanschluß zu installieren. Dementsprechend hatte er auch nur ein Kabelmodem dabei, dies konnte also nicht sofort berichtigt werden.
Nach kurzem Überlegen entschlossen wir uns, erstmal den Computer meiner Frau zu verkabeln (Diejenigen Leser, die selbst verheiratet sind, werden nachvollziehen können, daß mir dies mittelfristig sehr viele Kopfschmerzen ersparen wird).
Wir sagten dem Techniker also, welchen Computer wir angeschlossen haben wollten, und er machte sich ans Werk. Bereits 15 Minuten später war alles erledigt. Das Kabel war schön unaufdringlich unter dem Teppichboden versteckt, die Netzwerkkarte im Computer installiert, das Modem angeschlossen und Online, alles lief perfekt. Weitere 5 Minuten später war auch die Fersehbox installiert.
Zur Sicherheit fragte ich den Techniker nochmal ob er sicher sei, daß denn das Kabelmodem auch bei meinem Computer funktioniere, da ich nicht wie meine Frau Windoof XP, sondern Linux (Mandrake) verwende. Er meinte, das wäre kein Problem und verabschiedete sich.

Wir riefen sofort bei Charter an, um den Auftrag zu berichtigen und den zweiten Internetanschluß auch wirklich zu bekommen. Dabei forderten wir ausdrücklich den gleichen Techniker wieder an. Man sagte uns, er wäre erst am Mittwoch um 08:30 Uhr wieder frei, und wir nahmen den Termin an.


Der zweite Techniker
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Mittwoch, 18.09.02 08:45 Uhr Eastern Daylight Time: Es klopft an der Tür (Klingel gibts im ganzen Gebäudekomplex trotz gehobener Mietpreiskategorie keine).
Vor der Türe steht ein Techniker, nicht der angeforderte freie Vertragspartner vom Freitag, sonder ein Angestellter von Charter, ebenfalls Mitte 20, dem Aussehen und dem Verhalten nach gerade aus der Army kommend. Er teilte uns kurz mit, daß es noch eine Weile dauern würde bis er anfangen könne, da man ihm seine Werkzeuge gestohlen hätte und er nun warten müsse bis ihm jemand Neue bringen würde. Dann verschwand er wieder nach Draußen.
09:35 Uhr: Der Techniker reißt die Tür auf und betritt die Wohnung (nochmaliges Anklopfen hielt er offensichtlich für unnötig).
Ich zeigte ihm, wo mein Computer steht und wo der nächste Kabelanschluss ist. Kurz angebunden meinte er, das ginge nicht, ich müsse meinen Computer woanders hinstellen.
Etwas verdutzt fragte ich ihn, wieso ich das machen müsse. Darauf hin sagte er mir, er dürfe das Kabel aus Sicherheitsgründen nicht über den Durchgang unserer Wohnzimmer-Esszimmer-Küchenkombination (amerikanische Architekten sparen gerne an Trennwänden und Türen) ziehen, da dies ein Sicherheitsrisiko sei. Ich fragte nach, wieso er das meine, da das Kabel ja unter dem (durchgehenden und ziemlich dicken) Teppichboden liegen und deshalb nicht stören würde. Er stellte klar, daß er gar nichts unter den Teppichboden legen werde, dafür würde er nicht bezahlt werden.
Ein kurzer Anruf bei Charter stellte dann klar, daß er das Kabel dahin zu ziehen hätte wo wir es wollen, auch wenn es ihm nicht passe. Mürrisch machte er sich ans Werk und zog das Kabel (unter den Teppichboden legte er es aber trotzdem nicht, das machte ich dann später selber).

Als er damit fertig war teilte ich ihm mit, daß ich den Computer selbst anschliessen würde. Er sagte mir, daß ginge nicht, er sei Verpflichtet dies zu machen. Um weitere Verzögerungen zu vermeiden lies ich ihn gewähren.
Er öffnete also meinen Computer, installierte die Netzwerkkarte, und schaltete ihn ein. Als ihn anstelle des Winwows-Symbol Tux (der Linux-Pinguin) begrüßte trat ein verdutzter Ausdruck auf sein Gesicht, wenn die bei Farbigen Menschen möglich wäre hätte seine Gesichtsfarbe wohl einen grünlichen Ton angenommen.
Harddrake lief an, erkannte die Netzwerkkarte und wollte Konfigurationsdaten haben. Ich tippte also mein Root-Paßwort ein und lies den Techniker gewähren, immer über seine Schulter sehend, da ich nicht wollte daß er irgendwas anderes an meinem Computer durcheinander brachte. Er glaubte zu wissen, welches die richtige Konfiguration war, stellte diese ein, und startete den Computer neu.
Die ersten Dienste luden einwandfrei, schließlich erschien der Punkt "Netzwerk" auf dem Bildschirm. Das erwartete grüne "OK" dahinter blieb allerdings aus, anstelle dessen wurde der Bildschirm schwarz und blieb auch so.
Der Techniker entfernte die Netzwerkkarte wieder, sagte diese sei wohl nicht kompatibel mit Linux. Das sei aber kein Problem, man könne das Kabelmodem auch an einen "UPS"-Anschluß
anschliessen.
Gesagt, getan, er verband das Modem also mit einem USB-Anschluß und schaltete den Computer wieder ein. Nachdem Harddrake (achso, für die, die es nicht wissen: das ist der Hardwaremanager in Mandrake) die Netzwerkkarte wieder aus der Konfiguration entfernt hatte, schien auch alles Glatt zu laufen; KDE (die Benutzeroberfläche) lud, am Modem waren die Lichter für die Verbindung und den Internetanschluß an. Der Techniker klickte auf Netscape, der Browser kam an und teilte ihm mit, daß keine Internetverbindung bestand. Kein Wunder, schließlich war ja kein DHCP-Netzwerk konfiguriert. Ich rief also die Netzwerkkonfiguration auf, und der Techniker übernahm wieder das Kommando. Nachdem er eine Weile vergeblich damit herumgespielt hatte gab er endlich auf und verabschiedete sich mit den Worten; "You're on your own, man".
Frustriert setzte ich mich selbst an den Computer, wählte PLIP aus dem Konfigurationsmenü aus, und siehe da, die Internetverbindung lief. Inzwischen war es fast 12:00 Uhr geworden.

Nachwort
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Nach dieser kleinen Odyssee habe ich jetzt also endlich einen vernünftigen Internetzugang, nach einigen Nachbesserungen läuft er jetzt auch einigermaßen stabil. Ein paar komische Zugriffsversuche auf meinen Computer gabs auch schon, aber man hat ja schließlich Firewalls.
Zu Charter kann ich nur eines sagen: entweder sollen die ihre Techniker besser schulen, oder die Finger von anderer Leute Computer lassen.

So, das wars dann erstmal, ich hoffe, ich habe Euch nicht zu sehr gelangweilt.

©2002 by ukem für ciao und griasdi


Geschrieben am: 01. Oct 2002, 19:07   von: ukem



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