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Übersicht > City-Guide > Ausland > Bangkok

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Weltstadt - Sehenswürdigkeiten

Nachteile:
Verkehr - Smog -




Da, wo sich Dollar und D-Mark.....
Bericht wurde 1801 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

.....in gefälschte Uhren und echte Narben verwandeln. Dies sagte Leo di Caprio zu Begin des Filmes The Beach als er über die Kao San Road schlendert.
Die Rede ist von der Good Time City.
Bangkok – City of Angel !
Eines der Mittelpunkte Süd-Ost Asiens. Bangkok ist mit seinen knapp 8 Millionen Einwohnern eine Weltstadt. Man sagt es wäre die Drehscheibe für Süd-Ost Asien. Böse Zungen behaupten : Stadt des Königspalastes, Sextourismus und des Smogs !
Für mich war es die erste Anlaufstation meines Urlaubs in Thailand.

Vorbeitung:

Wer auf Großstädte steht, braucht schon ein Menge Zeit um diese Stadt zu erkunden. Man kann aber auch ein Art Pflichtprogramm durchziehen, bei dem man die schönsten Punkte sehen kann.
Ich habe zwei Tage ( plus 1 Tag bei Abreise nach Deutschland ) in Bangkok verbracht. Ich suchte mir aus dem Reiseführer ein paar Punkte heraus und besuchte diese. Hier kann ich nur den Loose Reiseführer empfehlen. Die kleinen orangen Bücher bekommst Du sehr häufig in Thailand zu sehen. Deutsche, Schweizer und Österreicher reisen mit jenem Buch. Zwei Reiseführer hat der Loose-Verlag im Program. Thailand und Thailand- der Süden. Für Bangkok sind beide geeignet. Loose hat eine Website ( www.loose-verlag.de ) auf der man auch ein gutes Forum zum Thema Reisen findet.

Ankunft:
Ich habe mir im Vorfeld ein Hotel resevieren lassen. Ich wollte nicht die Anstrengung auf mich nehmen nach dem langen Flug noch ein Zimmer suchen zu müssen. Von daher wußte ich genau wo ich hin musste.
BKK- International Airport ist schon ein sehr schöner und großer Flughafen. Größer als Frankfurt würde ich sagen. Sehr sauber und recht einfach und übersichtlich gehalten. Nachdem ich meinen Rucksack vom Gepäckband gezogen habe ( Meiner kommt immer als letztes) ging es raus. 12:00 Uhr, es ist heiß !
Touristen-Info ! Kurz nachfragen von wo mein Bus abfährt. Genaue Angabe ! Weltklasse ! Eine Zigarrette und da kommt er schon. Bus A 3 Richtung Sukhumvit Road – Preis 100 Baht (ca. 2,50 Euro) ! Dem Fahrer sagen wo man aussteigen möchte. Irgendwann ruft der Fahrer Sukhumvit Soi 11 !! Aha – Ich bin da !

Mein Hotel :
Ich habe in einer kleinen Soi ( Gasse ) auf der Sukhumvit Road gewohnt. Mein Hotel war das Bangkok Inn. Ein kleines Hotel mit 18 Zimmern und unter Leitung einer schmächtigen älteren Deutschen Dame die gebürtig aus Augsburg stammt. Sie spricht perfekt Thai, Englisch und Deutsch. Sie und das andere Personal helfen jedem Gast in jeder erdenklichen Situation. Selbst wenn man auf gut Glück zum Hotel kommt, keine Zimmer mehr frei sind, ist das Personal angewiesen ein gleichwertiges für den Kunden zu suchen.
Die Zimmer sind schlicht, aber sauber. TV, Minibar,eigener Safe und Klimaanlage sind vorhanden. Der Preis für ein Zimmer beträgt 800 Baht in der Hoch- und 750 Baht in der Nebensaison. Website : www.Bangkok-Inn.com !

Sukhumvit Road :
Das Hotel befindet sich in einer guten Lage. Zwischen Nana Plaza und Clinton Plaza. Etwas weitere Ziele auf der Straße könnte man mit einem Tuk Tuk, einem Taxi oder am einfachsten mit dem Skytrain günstig erreichen.
Nach einer Dusche, zwei Stunden schlaf und noch einer Dusche machte ich mich auf, um mich an Land, Leute und Klima zu gewöhnen. Die ersten Schritte auf jener Straße wurden mit den Fragen nach einem Taxi, einem Tuk Tuk oder nach einer Massage begleitet. Nach einem kurzen No Thank You waren diese Themen aber abgehandelt. Lästiger schon die Schlepper die einem eindeutige Angebote zu einem Massage Saloon mit noch mehr Service machen und von jenem Menschen die einem einen nach Maß geschneiderten Anzug verpassen wollen.
Die Sukhumvit Road ist eine Hauptschlagader der Stadt. Sechsspurig und äusserst viel befahren. Um die Seite zu wechsel muß man sich eine Fußgängerbrücke suchen. Geschäft reiht sich an Geschäft – Straßenhändler an Straßenhändler- Restaurant an Restaurant – Bar an Bar !
Von hier kann man auch günstig zu anderen Zielen in der Stadt kommen. Die Fahrt zur Kao San Road kostete mit einem Taxi 82 Baht ( ca. 2 Euro ).

Kao San Road:
Die Traveller Meile ! Hier sieht man gescheiterte Existenten und jene Rucksacktouristen die besonders dem Geldbeutel angepasst reisen. Zimmer in der Preisklasse von 2 bis 10 Euro sind hier zu haben.
Die Preise der Straßenhändler stimmen sich mit dem der Touristen ab. Hier bekommt man die billigsten Texilwaren Uhren usw. Es gibt nichts was es nicht gibt, oder so ähnlich. Mitten auf der Straße kann man sich einen Studentenausweiß, einen Jornalistenausweiß oder auch einen EU-Führerschein machen lassen. Alles in einer Qualität die sich sehen lassen kann. Studenten- und Jornalistenausweiß zusammen 2,50 Euro. Der EU-Führerschein wurde mit 25 Euro gehandelt. Weiter gibt es unzählige Restaurants und Reisebüros bei dem man seine Weiterreise organisieren kann. Schlangenblut wie Leo wurde mir nicht angeboten.
Unweit von der Kao San befindet sich der Königspalast.

Der Grand Palace:
Hier sammeln sich wirklich die meisten Schlepper. Der Loose schrieb von Schleppern, die mit der Aussage, das der Königspalast heute geschlossen sei, Ihre Touren anbieten würde. Volltreffer. Kaum am Königspalast angekommen, kamen solche auf mich zu. Egal, rein in den Palast. Hier sollte man auf seine Kleidung achten. Lange Hose und geschlossene Schuhe sind schon Pflicht.
Nachdem ich die 200 Baht Eintritt bezahlte schaute ich mich ein wenig um. Das riese große Anwesen das im Jahre 1782 in Bangkok erschaffen wurde ist ein Muss für jeden Bangkok Besucher. Neben den schönen Gebäuden gibt es einige Tempelanlagen zu bewundern. Innerhalb der Gebäude darf man nicht fotografieren.
Die Besucher haben ein gewisse Ruhe. Keine Hektik – kein wildes umher laufen. Man sollte sich diesem anpassen. Wer mit dem Palace Führer in Deutscher Sprache nicht viel anfangen kann, könnte sich an einer Führung beteiligen. Die Preise hiefür kenne ich allerdings nicht. Wer sich einer solchen Gruppe allerdings nur kurz anschliesst, bekommt schon mal das eine oder andere ohne Entgeld mit.
Nachdem ich mich vom Königspalast verabschiedet habe, ließ ich mich von einem Schlepper zu einer Tour übereden. Ich bezahlte 200 Baht für eine 1,5 Stunden langen Bootsfahrt zu anderen Sehenswürdigkeiten.
Die wichtigsten Anläufe waren das Wat Arun und die Bootshalle des Königs.
Nach der Rückkehr sah ich mir noch das Wat Pho an. Gefiel mir am besten. Es ist der Tempel mit dem liegendem Buddha.


Das Nachtleben – ( Reiner der Sextourist )

Bangkok ist berüchtigt für sein Nachtleben. Bar an Bar – Biergarten an Biergarten – Go go Bar an Go go Bar !
Auf der Sukhumvit Road gibt es drei Anlaufpunkte für Sextouristen oder die die es werden wollen. Aber auch Touristen die nur ein Bier trinken möchten können dies in jenen Bar machen, ohne in unangenehme Situationen zu kommen. Hauptpunkte sind der Nana Plaza, der Clinton Plaza und die Soi Cowboy. Weiter gibt es noch die Patpong, die ich mir aber nicht angesehen habe.

Nana Plaza:
Dies ist ein Barkomplex am Anfang der Sukhumvit Road ( Soi 4 ). Sehr viele Bars mit netten Mädels, die sich um die Gäste in der Bar und auch später kümmern möchten. Die Getränkepreise sind wie hier in Deutschland. Man bezahlt um die 2 Euro für eine Flasche Bier. Sitzt man an der Bar, kann es sein das man angesprochen wird.
Ein kurzes Nein Danke schön reicht in der Regel aus, um seine Ruhe vor Angeboten zu haben. Legt man auf ein solches Angebot Wert, reicht in der Regel ein kurzes Lächeln um am Hacken zu hängen. Bei allerwelts Musik kann man einen netten Abend verbringen.

Clinton Plaza :
In der Mitte der Sukhumvit ( zwischen Soi 13 und Soi 15 )
Das selber Bild, die selben Machenschaften. Hier gibt es meiner Meinung nach die bessere Unterhaltung. Hier spielte ich ungezwungen mit den netten Bardamen Vier gewinnt und ein seltsames Würfelspiel und sprach mit ein paar Mädels über das Leben in Bangkok und sonst wo auf der Welt. Bierpreise sind gleich gegenüber der Nana Plaza. Ich setzte mich in Monica`s Bar. Gleich die erste Bar zur Straße. Alles Open Air. Ein Dach schützt die Gäste vor eventuellen Regen. Regen ? In Bangkok nicht gesehen. Weiter nach hinten gibt es Go go Bars ! Der Clinton Plaza bleibt mir in guter und in schlechter Erinnerung. In guter wegen den Unterhaltungen, in schlechter weil ich hier den ersten Kontakt zu Ungeziefer hatte. Beim Vier gewinnt spielen sprang mich eine Kakalake an ! Nachdem ich sie von meinem Rücken unsanft entfernte, versuchte sie vorne auf meinem Arm.
Die Sukhumvit Road weiter hoch geht es zur Soi Cowboy !

Soi Cowboy – unglaublich :
Zwischen Soi 21 und Soi 23 liegt die Soi Cowboy. Hier befinden sich fast nur Go go Bars. Laut Internetseiten soll die beste Bar die Long Gun Bar sein. Reiner nichts wie rein da. Was ich dort sehen „ musste / durfte / konnte“ ließ mir schames Röte ins Gesicht steigen. Nur soviel : Wenn auf der Bühne Geschlechtsverkehr abgelaufen wäre, wäre es harmlos gewesen. Mischung aus Copperfield und Sexshow ! In dieser Bar gibt es vom optischen die besten Bardamen. Meiner Meinung nach.
Die anderen Bars schließen sich der Long Gun an. Ebenfalls schöne Frauen und Table Dance bis 02:00 Uhr am Morgen. Dann sagt der König : Ab ins Bett.

Reiner der Sextourist:
Meine Vorstellung entsprach dem Vorurteil das sehr viele dicke ältere Männer nach Thailand reisen um dort mit jungen Thaifrauen Ihre Sexwünsche ausleben zu können. Ich muß allerdings sagen das dieses Bild sehr selten zum Vorschein kam. Häufiger sah ich ältere Männer mit jungen Thai Männern.
In der Long Gun Bar sprach mich eine Schönheit an ( Man war ich verliebt ) ! Wir redeten über alles möglicher. Where are you from ? what are you doing in Thailand ? usw. Super nett, lustig ! Nach einer Stunde zwanglosem Gespräch wollte sie mehr. Sie teilte mir mit das sie die Nacht mit mir verbringen möchte. Ich müßte 500 baht Auslöse an die Bar zahlen und 2000 Baht für Ihre Dienste. Nach einem erschrockenen und schüchternen Blick meinerseits fielen die Worte: Mit Dir würde ich es für 1000 Baht machen ! Jetzt kommt Deine Fantasie !
Hat Reiner – oder hat Reiner nicht ?

Sicherheit in Bangkok :

wo sich......in echte Narben verwandeln sagte Leo di Caprio- hmm.
Ich bin nicht in eine verzwickte Situation gekommen. Sicher gibt es in Bangkok auch Kriminalität. Aber wenn man sich mit der gleichen Vorsicht wie Zuhause bewegt, dürfte es zu keinen Zwischenfällen kommen. Vorsicht vor Schleppern die Ihre Dienste anbieten. Es wird in Reiseführern vor Edelsteinschleppern gewarnt. Mir konnte es man wohl ansehen das ich für solche Geschäfte kein Geld habe. Mir wurde sowas nicht angeboten.
Aber die Warnung gilt. Nicht darauf eingehen, da es sich um Minderware handelt.

Einkaufen:

Bangkok verfügt über sehr viele Einkaufszentren . Hier bekommt man unter einem Dach wirklich alles.
Das schönste war eines am Siam Square. Sollte man gesehen haben. Man muß nicht alle besuchen. Hat man eines gesehen, hat man alle gesehen. Die Unterschiede sind nicht sehr groß.
Billiger, wenn auch nicht Orginal – aber sehr gute Qualität, bieten die Straßenhändler Ihre Ware an. Uhren und Textilien sind sehr groß im Angebot. Hier kann man die Preise durch handeln drücken. In Einkaufszentren ist handeln nicht sehr beliebt.
Wer Uhren und Textilien bei Straßenhändler erhandeln möchte, sollte dies auf der Kao San Road machen. Die Preise gegenüber der Sukhumvit Road sind deutlich geringer.


Bußgeld:

Kaum zu glauben aber Wahr. Ich mußte in Bangkok ein Bußgeld bezahlen.
Ich ging auf der Sukhumvit Road spazieren und wunderte mich noch, das kaum Zigaretten ausgetreten auf dem Gehweg oder Straße lagen. Ich sah auch kaum Menschen rauchen. Wenn, dann waren es Touristen. Ich winkte ein Taxi zu mir, ließ die Kippe fallen, trat diese aus und stioeg ein. Nach 200 Meter Taxifahrt winkte ein Polizist das Taxi an den Straßenrand und zeigte auf mich. Aussteigen meinte der Fahrer.
Der Polizist machte mir klar das ich 500 Baht Strafe wegen Zigaretten auf der Straße austreten bezahlen müßte. Mir blieb nichts anderes übrig. Bei der Deutschen im Hotel nachgefragt, kam mir ein Lächeln entgegen und die Aussage das für auf die Straße spucken die gleiche Strafe ansteht.


Menschen:

Alle Menschen die mir in Bangkok begegnet sind, waren nett und hilfsbereit. Jeder hat für den anderen ein Lächeln übrig. Fragen über Herkunft und Beruf sind nicht ungewöhnlich. Die Neugir ist bei denen genauso groß wie bei uns. Allerdings scheinen Thailänder ein fotographisches Gedächnis zu haben. Als ich knapp 3,5 Wochen später nach Bangkok zurück kam, und in Monica`s Bar ein Bier trinken wollte, wurde ich mit dem Spruch, das mein Freund die Kakalakke nach mir gefragt habe, begrüßt.
Asiatische Frauen haben meiner Meinung nach etwas ganz besonderes an sich. Ich habe mich mindestens 2500 mal verliebt ;-) !



Weiterreise:

Es gibt entlang der Sukhumvit Road unzählige Reisebüros. Hier kann man Flüge, Busreisen oder auch Zugtickets kaufen. Flüge sind im Verhältnis zu Uns billig. Der Vorteil ist die Zeit die man spart. So kommt man zb. für rund 70 Euro und 1,5 Stunden nach Phuket.
Billiger und trotzdem bequem sind die Züge und Busse. Der V.I.P 24 Bus nach Phuket kostet 18 Euro und braucht 13 Stunden. Im Preis enthalten ist ein Essen und Getränke.
Die Preise für ein Zugfahrt dürften dem der Busfahrt nahekommen. Allerdings verliert man noch mehr Zeit.

Schluss:

Für den Einstieg in Bangkok halte ich meine zwei Tage für ausreichend. Ich habe 2 Tage plus 1 Tag in Bangkok verbracht. Am letzten Tag vor meinem Rückflug nach Deutschland war ich aber nur noch etwas trinken und essen.
Beim nächsten Besuch in der Stadt werde ich mir jene Sachen anschauen, die ich beim ersten Besuch nicht sehen konnte. Will man alles in einem Urlaub sehen, muß man mehr Zeit für diese Stadt haben.

Das Reisebudget gebe ich mal mit 100 DEM / 50 Euro pro Tag an. Man kann in Bangkok mit viel weniger Budget auskommen.


Geschrieben am: 06. Feb 2002, 09:16   von: Reiner S.



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