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Übersicht > Internet > Internet-Sucht

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Ich bin nicht internetsüchtig.

Nachteile:
Ich komm bloß nicht davon los.




Bist Du internetsüchtig?
Bericht wurde 1474 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Wie soeben aus gut unterrichteten Kreisen in den USA gemeldet wird, wurde ein NET-PFLASTER erfunden - Stop - Das Pflaster soll die Entzugserscheinungen Netsüchtiger mildern - Stop - Es soll noch diese Woche unter dem Namen "NETIRETTE" in den Handel kommen - Stop - Die Aktienwerte der GlaxoWellcome Chemical Pollution Corporation (GCPC) schossen an der Wall Street in den Himmel und beendeten den heutigen Börsenhandel mit einem Plus von 104,32% gegenüber dem Vortag - Stop - Expertenstreit: Psychopharmakum oder Etikettenschwindel? - Stop - Erste Testversuche am Cedar Creek Memorial Hospital in Virtual City erfolgreich abgeschlossen - Stop - Die Probanden zeigten halbseitige Lähmungserscheinungen, was es ihnen verunmöglichte, die Maus zu führen, geschweigedenn anzuklicken - Stop - Das Pflaster für Linkshänder soll in wenigen Wochen nachfolgen - Stop - Netzserver, Onlinedienste und Meinungsforen wie dooyoo versuchen, die Einführung des Medikaments in Deutschland mit einer einstweiligen Verfügung zu verhindern - Stop - Es sei geschäftsschädigend und nicht mit den europäischen Grundsätzen des Helsinkivertrags zur Steigerung des internationalen Reibachs in Einklang zu bringen - Stop - Der Pressesprecher der CDU über den Ausgang der Kontroverse befragt, fragt staunend zurück: "Internet? Was ist das?" - Stop - Vertreter der Grünen vermuten dahinter eine Verschwörung der Atomstromlobby - Stop- Bundeskanzler Schröder hat eine Enquetekommission einberufen - Stop - Sie soll prüfen, was mehr Arbeitsplätze bringt - Stop - Pflaster oder Internet? - Stop - Mit einem Ergebnis wird in drei Jahren gerechnet - Stop - Die Bundesärztekammer warnt: Dann ist es für viele Net-Geschädigte zu spät - Stop - Marcel Reich-Ranicki im LITERARISCHEN QUARTETT: "Hätten die sich ihre Augen mal nur mit guten Büchern verdorben anstatt mit diesem neumodischen Computerschnickschnack!" -Stop- Kurienkardinal Ratzinger bei der Landesbischofskonferenz: "Das Internet ist ein Teufelslist, um die Kirchen zu leeren!" - Stop - RTL und die BILD Zeitung veröffentlichen die ersten Bilder von Net-Leichen - Stop - MONITOR deckt auf: Alles Schwindel - Stop - Es gibt keine Net-Süchtige,.............bloß Leute, die nicht davon loskommen.
(Reuters/dpa/Tass/dooyoo/yopi/eComments/uropinion/RudiRe)

Spaß beiseite. Die Internetsucht ist eine ernstzunehmende Sucht wie jede andere Abhängigkeitserkrankung (Alkohol, Nikotin, halluzinogene Drogen). In meinem Freundes- und Bekanntenkreis häufen sich die Fälle. Doch wo ist die Grenze? Ab wann ist jemand süchtig?

Internetsüchtig ist man dann, wenn man seinen alltäglichen Verpflichtungen nicht mehr hinreichend nachkommt. Wenn Nahrungsaufnahme, geregelter Schlaf, Behördengänge, Bewältigung des Arbeitspensums und Pflege des sozialen Umfelds (Freunde, Familie) leiden, beeinträchtigt oder gar verunmöglicht werden, dann ist Vorsicht geboten. Ganz zu schweigen von dem finanziellen Opfer, das der Erkrankte bringen muss. Wie bei jeder anderen Sucht, ist die abhängigmachende und so heiß ersehnte nächste Dröhnung teuer erkauft. Ist die unmerkliche Inkubationszeit dieser schleichend sich anbahnenden Krankheit erst einmal vorbei und öffnet ihre virulenten Blütenblätter, entfalten sich die körperlichen und psychischen Abhängigkeiten in ihrer ganzen Pracht. Sie zeigen Dir die Fratze des Nicht-Mass-Halten-Könnens. Jede Sucht ist eine hässliches, schnell wachsendes Gewächs. Jetzt ist's um Dich geschehen. Dagegen ist kein Kraut gewachsen und KEIN Pflaster kann Dir helfen .

Wer sich in diesen Worten (und sei's auch nur zum Teil) wiedererkennt, dem kann geholfen werden. In jeder größeren Deutschen Stadt gibt es inzwischen Suchtberatungsstellen. Sie führen Register über Selbsthilfegruppen oder vermitteln psychotherapeutische Einzelhilfe. Ich könnte Dir, geneigter Leser, an dieser Stelle ein paar Homepages nennen, wo Du Dich über Hilfe informieren könntest, so Du sie brauchst. Dies unterlasse ich tunlichst, wäre es doch die erneute Aufforderung, schon wieder etwas anzuklicken. Schau ins Telefonbuch, ruf an, mach einen Termin, VERLASS DAS HAUS, geh hin...........Während dieser Zeit hast Du bereits den ersten Schritt getan.

So Du es aber trotzdem nicht lassen kannst, ich weiß, diese verteufelten Entzugserscheinungen, empfehle ich Dir, sozusagen als LETZTE ZIGARETTE, die Seite

www.shibumi.org/eoti.htm


Geschrieben am: 22. Aug 2001, 04:41   von: RudiRe



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