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Übersicht > City-Guide > Ausland > Norwegen

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Schöne Stadt, auch landschaftlich gesehen gibts nichts zu meckern

Nachteile:
N a s s




Bergen nass und liebenswert
Bericht wurde 1160 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Die alte Wikinger- und Handelsstadt Bergen (gegründet 1070 von Olaf Kyrre), ist wie Rom eine Stadt der sieben Hügel. Der höchste davon ist der Ulrikken mit seinen 643 Metern. Auf ihn führt auch eine bekannte und oft auf Ansichtskarten zu sehende Schwebebahn. Eine 2. Seilbahn, die Fløibahn führt zum Fløifjell (320 Meter).

Außer den Hügeln hat Bergen allerdings mit Rom wenig gemeinsam - vor allem nicht das Wetter.
In Bergen regnet es mehr als sonst wo in Norwegen und die Bewohner der Stadt (nach Oslo die zweitgrößte Stadt)betrachten es geradezu als ein Wunder der Natur, wenn der Regen zuweilen aussetzt.

Andre regenreiche Städte sind taunasse Gänseblümchen neben der patschnassen Unermüdlichkeit Bergens. Sie ist Norwegens „Tränensack“ und ihre sieben Hügel triefen. Neben Bergen ist Drontheim, die Stadt der plötzlichen Platzregen eine Sonnenwiese.

Wann fanden die Bauherren dieser Stadt je so viele regenlose Tage, um die Holzhäuser an den Hängen der Hügel und in der malerischen Altstadt zu errichten? In deren Zimmern ist es rätselhaft trocken. Es wird immer ein Geheimnis bleiben, warum bei dieser ständigen Nässe den Menschen die Kleider nicht am Leibe vermodern und die Straßenbahnschienen nicht ständig wegen Rost ausgewechselt werden müssen.

Die Bergenser Bürger laufen bei jedem Sonnenstrahl zwischen zwei Wolken zusammen, um sich in südländischer Sorglosigkeit der Sonne zuzuwenden (es grenzt geradezu an ein Naturwunder, wenn der Regen einmal aussetzt).

Doch nun genug der nassen Notizen.....

Bergen ist eine sehr nasse aber auch sehr schöne Stadt. Wer sich stundenlang am Strand räkeln möchte, sollte allerdings bedeutend südlichere Gefilde aufsuchen. Für Wassersportler und Angler ist hier jedoch ein herrlicher Ort. (Nur Ölzeug sollte man dabeihaben).

Es macht Spass, über den großen Fischmarkt und die Bryggen (früher Tyskebryggen - deutsche Brücke-, denn hier handelte und herrschte vom 14.-16. Jahrhundert die Hanse) zu bummeln.

Die Marienkirche ist Bergens ältestes Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert und war ursprünglich die Kirche der deutschen Kaufleute.

Auf der Fjord-EXPO im Einkaufszentrum Galleriet kann man eine audiovisuellen Ausstellung über Fjorde, Berge etc. betrachten. Überhaupt ist Bergen eine der schönsten Städte Norwegens.

Das Umland ist auch interessant. 6 km südlich von Bergen liegt Trouldhaugen, das Haus des Komponisten Edvard Grieg. 30 Kilometer südlich von Bergen liegen, umgeben von Wald, die Ruinen des Lyseklosters, das englische Zisterzienser 1146 gründeten. ©ampino

Und noch mal was "Pitschnasses"(zum Abschluß): Früher hieß es, die Pferde würden scheuen, wenn sie auf Bergenser Straßen einem Passanten ohne Regenschirm begegneten.


Geschrieben am: 18. Nov 2002, 22:41   von: campino



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