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Übersicht > City-Guide > Ausland > Technisches Museum Wien
Vorteile: Technik ist toll, interessant dargestellt; viele Versuchsstationen
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| Auch Technik kann interessant sein |
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Bericht wurde 889 mal gelesen
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Produktbewertung:
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sehr gut
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Bericht wurde 3 mal kommentiert
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Berichtbewertung:
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Endlich habe ich es geschafft, mir das Technische Museum, das vor fast drei Jahren nach einem gewaltigen Umbau endlich wieder eröffnet wurde, anzusehen.
Zu Geschichte des TMW:
Zum 60-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josephs wurde 1908 die Gründung eines Technischen Museums für Industrie und Gewerbe beschlossen, das noch während des 1. Weltkriegs am 6.5.1918 eröffnet wurde. Da in all den Jahren sehr wenig Mittel für das Museum zur Verfügung standen, verfiel dieses dermaßen, dass es 1994 geschlossen werden musste und erst 1999 wieder eröffnet werden konnte. Allerdings hat diese Sanierung sich absolut gelohnt. Für meine Begriffe ist es hervorragend gelungen, die alte Bausubstanz mit modernen Mitteln zu vereinigen.
Das Besondere am TMW:
Das Technische Museum erhebt den Anspruch, die Entwicklung der Technik als Teil der Allgemeingeschichte zu zeigen. Wobei die Abteilungen so aufgebaut sind, dass Wissensvermittlung kombiniert ist mit spielerischen Phänomenen – das heißt, fast in jeder Abteilung gibt es Unmengen von Stationen, wo einfach auf klare und spielerische Art die Entwicklung der Technik erforscht und erlebt werden kann.
Bisher sind erst sieben der geplanten elf Abteilungen eröffnet, und zwar: Natur und Erkenntnis, Technikbilder, Energie, Schwerindustrie, Musikinstrumente, Verkehr und das Innovationsforum.
Am meisten fasziniert hat ©Homorphus die Abteilung mit den Musikinstrumenten. Da besonders in Wien der Klavierbau zu höchster Präzision geführt wurde, findet man gerade auf diesem Gebiet hier sehr viel – Bösendorfer-Flügel, alte Hammerklaviere, Videoaufnahmen, die genau zeigen, wie ein Klavier hergestellt wird, jede Menge Möglichkeiten, sich die verschiedensten Musikbeispiele anzuhören. Dazu uralte Drehorgeln, Spinette, wunderschöne Orgeln… - ein Traum für jeden Musikliebhaber.
Ein weiteres Zuckerl ist die Abteilung Verkehr: Da findet man neben einem alten Puch 500 (ich war ganz überrascht, als ich sah, wie klein diese Autos wirklich waren – als Kind wirkten sie für mich halt doch noch etwas größer) einen Gräf-PKW Baujahr 1895-97, den Lohner-Porsche aus dem Jahre 1900 oder der Mercedes „Silberpfeil“, mit dem Sterling Moss 1955 und Großen Preis von England gewann.
Der Großteil der Schienenfahrzeuge sind ja inzwischen im Eisenbahnmuseum Strasshof zu sehen, aber den einzigen noch erhaltenen Pferde-Eisenbahnwagen aus dem Jahre 1841 hat das Technische Museum sich behalten und die Besucher können sich vorstellen, wie hart wohl eine stundenlange Reise mit diesem Gefährt war.
Es würde im Rahmen dieses Berichtes zu weit führen, all die „Zuckerln“ aufzuzählen, die das Technische Museum zu bieten hat. Aber unbedingt erwähnen möchte ich hier noch, dass in allen Abteilungen nicht nur Schautafeln als Erklärungen geboten werden, sondern es auch überall Audio- und Videoeinspielungen gibt, Internet-Recherche-Stationen und Spiel- bzw. Versuchsstationen. Auf diese Art ist es möglich, auch ohne besonderes technisches Vorwissen dennoch Zugang zu den ausgestellten Exponaten zu finden und ihre Besonderheit und Funktionsweise zu verstehen. Dies ist teilweise wirklich so aufgebaut, dass es sogar einer solchen physikalischen Niete wie Homorphus gelang, gewisse physikalische Phänomene zu kapieren. Und das heißt etwas, denn Technik, Physik war mir eigentlich immer ein Gräuel.
Sonderausstellungen:
Zusätzlich zu den Dauerausstellungen bietet das Technische Museum auch immer wieder Sonderausstellungen. Zur Zeit läuft eine Ausstellung zum Thema Fahrrad – „Von der Draisine zur Hightech-Maschine“. Diese Ausstellung war eigentlich der Grund, dass wir uns endlich aufrafften, uns dieses Museum anzusehen. Denn zusätzlich zu den ausgestellten „Fahrrädern“ – bei einigen dieser Geräte ist es mir wirklich absolut unvorstellbar, wie es möglich war, auf diesen Dingern die Balance zu halten - gibt es auch eine Ausstellung von Schülerzeichnungen, die Kinder der 2. Klasse (6. Schulstufe) des Hagenmüller-Gymnasiums gemacht haben – und der Fahrrad-Entwurf meiner Tochter (ein 5-rädriges Ein-Personen-Fahrrad mit Antrieb) ist auch dabei, worauf ich natürlich unheimlich stolz bin - *lol*. Diese Sonderausstellung läuft noch bis zum 23.5.2003 und sie bietet auch die Möglichkeit, einige der Geräte auszuprobieren.
Erreichbarkeit, Öffnungszeiten und Preise:
Erreichbar ist das Technische Museum entweder mit der U4 (Station Schönbrunn) oder mit der U3 (Station Johnstraße), wobei ihr da noch ca. 10 Minuten Fußweg vor euch habt. Die Straßenbahnen 52 und 58 (Station Penzinger Straße) und die Busse 10A und 57A fahren auch dorthin. Wer mit dem Auto unterwegs ist, findet eine kostenpflichtige Garage direkt neben dem Museum und – ganz wichtig – es gibt beim Eingang Mariahilfer Straße eigene Behindertenparkplätze.
Adresse des TMW – Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien
Geöffnet ist das Museum Montag bis Samstag von 9:00-18:00, am Donnerstag von 9:00 bis 20:00 und Sonn- und Feiertag von 10:00 bis 18:00.
Die Eintrittspreise bewegen sich von € 5,-- für Schüler und Studenten bis zu € 8,-- für Erwachsene. Zusätzlich gibt es verschieden Kategorien von Familienkarten. Kinder bis 6 Jahre sind frei. Ab 10 Personen werden ermäßigte Gruppenpreise angeboten und auch die Möglichkeit für den Erwerb von Jahreskarten ist gegeben.
Wer nur die Bibliothek und das Archiv besuchen möchte, zahlt keinen Eintritt.
Also, für alle, die den grauen, regnerischen November etwas nützen wollen – das Technische Museum ist absolut sehenswert – für Jung und Alt. Kinder sind erwünscht in diesem Museum und es werden viele interessante Betätigungsmöglichkeiten für sie geboten.
Und noch ein Tipp am Rande – wie wäre es mit einem Kindergeburtstag im Technischen Museum? Auch diese Möglichkeit gibt es dort.
Für alle, die noch mehr Informationen wünschen - www.technischesmuseum.at.
Und noch etwas – ein nachfolgender Besuch im IMAX-Kino würde sich geradezu anbieten, liegt dieses besondere Kino ja direkt hinter dem TMW.
Geschrieben am: 24. Feb 2003, 12:17 von: homorphus
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